Im März kommt der Maler

Das wird das neue Haus der Jugend, die Arbeiten im Innern laufen.

Das wird das neue Haus der Jugend am Kohnser Weg, die Arbeiten im Innern des einstigen Flüchtlingswohnheimes laufen, rechts die Fundamentierungen für Balkon und Fluchttreppe.

Bald am Kohnser Weg.

Ein Transparent weist den Weg.

Eine (politische) Langzeitbaustelle neigt sich dem Ende zu: Die Arbeiten am neuen Haus der Jugend am Kohnser Weg gehen laut Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek planmäßig voran. Geplant sei, im März mit den Malerarbeiten zu beginnen. Anschließend folge die Schlussmontage bei Heizung, Sanitär und Elektro. Es könnte also beim Zeitplan Eröffnung im April 2016 bleiben. Zurzeit werden von Jugendlichen aus dem Jugendzentrum im ehemaligen Flüchtlingswohnheim in sämtlichen Räumen die alten Tapeten entfernt. Die Verwaltungschefin dankte für diese tatkräftige Unterstützung. Die erforderlichen Grundleitungen für das neue Haus der Jugend, dessen Standort der Stadtrat bereits im Mai 2014 (also vor fast zwei Jahren) beschlossen hatte, sind verlegt und auf Dichtigkeit geprüft, sagte Michalek in ihrem Baurapport vor dem Stadtrat. Die Heizung sei in Betrieb, Fenster und Außentüren seien eingebaut. Begonnen haben laut Bürgermeisterin auch die Ausbauarbeiten im Innenbereich (Stellung von Trennwänden, Verlegung von Elektrokabel und Sanitärleitungen). Zurzeit laufen die Fundamentierungsarbeiten für Balkon und Fluchttreppe.

Elektrotechniker bei den Handwerkern

Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (links), hier mit seinem Staatssekretär Frank Doods aus Kreiensen im Ministerium in Hannover. Archivfoto.

Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD, links), hier mit seinem Staatssekretär Frank Doods (SPD) aus Einbeck-Kreiensen im Finanzministerium in Hannover. Archivfoto 2013.

Die ersten Einladungen für 2016 sind längst eingegangen, die ersten Termine des neuen Jahres im Kalender fixiert. Beim Gildentag in Einbeck erwartet das heimische Handwerk in diesem Jahr einen Handwerker. Einen gelernten Handwerker jedenfalls, einen Mann vom Fach der Elektrotechnik, der heute über die niedersächsischen Euro wacht: Finanzminister Peter-Jürgen Schneider ist der Festredner beim Gildentag 2016 am 25. Januar im Forum der BBS Einbeck. Der 68-jährige SPD-Politiker, seit 2013 im Kabinett Stephan Weil für den niedersächsischen Landeshaushalt zuständig, ist staatlich geprüfter Elektrotechniker. Nun, nach beruflichen Stationen im Stahlwerk Salzgitter-Peine, beim SPD-Bezirk Braunschweig, beim DGB, im Landtag und als Regierungspräsident in Braunschweig ist zwar diese handwerkliche Berufserfahrung schon Jahrzehnte vergangen. Vor dem Wechsel ins Ministeramt war Schneider zehn Jahre lang Vorstand Personal und Dienstleistungen bei der Salzgitter AG. Und in seinem Festvortrag ist Peter-Jürgen Schneider auch nicht mit handwerklicher Expertise gefragt, sondern der Finanzminister soll über das sprechen, über das er immer spricht. „Aktuelle Herausforderungen niedersächsischer Finanzpolitik“, nennt sich dies dann im Programm. Das Handwerk setzt mit dem Gast aus Hannover gewissermaßen wenige Wochen vor der Landratswahl einen politischen Proporz-Ausgleich zum Landtagspräsidenten Bernd Busemann (CDU), der ein paar Tage zuvor in Einbeck mit dem karnevalistischen Bierorden ausgezeichnet wird. Bei beiden Veranstaltungen dürfte in diesem Jahr die Politikerdichte wieder sehr hoch sein.

Einbecker Gildentag-Bildung

Zum Fotografieren mit dem roten Handy kommt sie als Ministerin nur noch selten: Frauke Heiligenstadt. Archivfoto

Zum Fotografieren mit dem roten Handy kommt sie als Ministerin nur noch selten: Frauke Heiligenstadt. Archivfotos

Gildentag 2013: Frauke Heiligenstadt, Christian Grascha, Kreishandwerksmeiser Hermann-Josef Hupe.

Gildentag 2013: Frauke Heiligenstadt, MdL Christian Grascha, Kreishandwerksmeiser Hermann-Josef Hupe.

Das alte Jahr neigt sich dem Ende, da trudeln die ersten Einladungen für das neue Jahr ein. Ein fester Termin seit Jahren mit durchaus politischer Note ist der Gildentag der Kreishandwerkerschaft Northeim-Einbeck, stets Ende Januar und abwechselnd zwischen Einbeck und Northeim verortet. 2014 ist Einbeck Gastgeber. Und der Blick auf die Rednerliste zeigt bekannte, seit Jahren bei dieser Veranstaltung vertraute Namen – auch solche, die Abschied nehmen. Aber vor allem bietet der Gildentag in Einbeck 2014 neue, frische Rednerinnen-Power.

Den Festvortrag übernimmt Frauke Heiligenstadt (SPD), die als niedersächsische Kultusministerin noch kein Jahr im Amt ist und der der Gegenwind der Lehrer kräftig ins Gesicht bläst. „Gute Bildung – eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ ist ihr Thema vor den Handwerkern. Beim vergangenen Gildentag in Northeim war sie zwar seit neun Tagen in den Landtag wiedergewählt, aber (offiziell zumindest) noch keine Ministerin. Blumen gab’s vom Kreishandwerksmeister Hermann-Josef Hupe trotzdem.

Dr. Sabine Michalek mit Superintendent Heinz Behrends.

Dr. Sabine Michalek mit Superintendent Heinz Behrends.

Grußworte sprechen beim Gildentag 2014 zwei in diesem Jahr neu Gewählte: Michael Wickmann als Landrat (und Gastgeber im BBS-Forum) und Dr. Sabine Michalek als neue Bürgermeisterin der Gildentags-Gastgeberstadt Einbeck. Vor einem Jahr war die neue Rathauschefin frisch gewählt und konnte beim Gildentag in Northeim die Glückwünsche entgegen nehmen. Der Landrat ist zwar wohl so lange schon Gast bei einem Gildentag wie kaum ein anderer (schließlich ist er bereits seit 2002 Landrat). Mit seiner Wiederwahl im Oktober ist Wickmann noch acht Handwerkertage im Dienst.

Und ein letztes geistliches Wort bei einem Handwerkertag spricht Heinz Behrends – jedenfalls als Northeimer Superintendent. Als solcher geht er nämlich im Spätsommer in den Ruhestand.

Die Kreishandwerkerschaft, die sonst schon öfter ob der bemühten politischen Neutralität in Wahljahren auf politisch unverdächtige Festredner (beispielsweise solche aus der Wirtschaft oder aus dem Sport) ausgewichen ist, kann 2014 trotz der im Mai anstehenden Europawahl und mehrerer Bürgermeisterwahlen (u.a. in Dassel und Bad Gandersheim) befreit agieren. Alle auf der RednerInnen-Liste stehenden PolitikerInnen sind jüngst 2013 in ihre Ämter gekommen, selbst der Präsident der Handwerkskammer, Delfino Roman (Hildesheim), ist erst seit diesem Jahr im Amt, nachdem der Einbecker Jürgen Herbst im Januar den Präsidenten-Posten nach Vorwürfen hingeworfen hatte. Für den Steinmetz aus Hildesheim ist der Einbecker Gildentag 2014 Premiere.

Übrigens: Auch den Handwerkerball  als das gesellschaftliche Event des Jahres haben viele schon jahrelang genossen. Moderiert wird die 2014-er Veranstaltung – natürlich – von einem Einbecker: Dennie Klose.