Zukunftspreis der CDU-Kreistagsfraktion geht an das Team des Zirkus Charles Knie

Der Zukunftspreis 2021 der CDU-Kreistagsfraktion geht an den Zirkus Charles Knie. Vor Ort auf dem Gutshof in Volksen hat Fraktionsvorsitzender Heiner Hegeler die zum elften Mal verliehene Würdigung an das Team um Sascha Melnjak vergeben. „Ich fühle mich sehr geehrt, das ist grandios“, freute sich Melnjak mit seiner Mannschaft über die Auszeichnung. Die CDU-Kreistagsfraktion würdigt mit dem Zukunftspreis herausragende Leistungen mit Wirkung für die Zukunft im Landkreis Northeim.

Heiner Hegeler überreicht den Zukunftspreis 2021 an Sascha Melnjak, links Laudatorin Rebecca Siemoneit-Barum.

Der Zirkus Charles Knie, der im März 2020 schon sein Zirkuszelt auf dem Mühlenanger in Northeim zur Premiere aufgebaut hatte, als ihn die Corona-Pandemie stoppte und alle ursprünglichen Tournee-Pläne bis heute zunichte machte, habe nicht aufgegeben, sondern im vergangenen und in diesem Sommer mit dem Circus-Land in Volksen eine neue Besucherattraktion im Landkreis für die ganze Familie geschaffen, anerkennt die CDU-Kreistagsfraktion.

„Wenn er etwas macht, dann macht er es richtig“, sagte Schauspielerin und Moderatorin Rebecca Siemoneit-Barum in ihrer Laudatio über Sascha Melnjak. Sie selbst ist im einstigen Winterquartier des Zirkus ihres kürzlich verstorbenen Vaters aufgewachsen und führt heute durch das Sommer-Varieté in Volksen. „Du hast dich nicht verunsichern lassen, sondern hast, nach einer kurzen Zeit des Innehaltens und Beobachtens der dramatischen weltweiten Corona-Lage einen neuen Plan gefasst und diesen in der großartigen Manier umgesetzt, die wir von dir und deinem Team gewohnt sind“, sagte Siemoneit-Barum. Mit dem Sommer-Varieté habe Melnjak mit seinem Team Künstlern eine Chance gegeben, dem Applaus zu frönen und eben auch ein bisschen Geld zu verdienen – in einem Jahr, das für die Unterhaltungsbranche ansonsten von Frustration, Trauer und Panik geprägt gewesen sei.

Melnjak und sein Team habe sich auch von neuerlichen Rückschlägen wie dem Lockdown zum bereits fertig installierten Winter-Land nicht entmutigen lassen, freute sich Siemoneit-Barum. Der Zirkus Charles Knie habe in die eigene, in die Einbecks und in die Zukunft des Landkreises Northeim investiert. Am Tag der Auszeichnung mit dem CDU-Zukunftspreis am Mittwoch waren erstmals mehr als 1000 Besucher im Circus-Land in Volksen zu Gast.

Im kommenden Frühjahr wolle man natürlich gerne wieder auf Tournee gehen, sollte das möglich sein, sagte Sascha Melnjak. Aber selbst wenn der Zirkus dann wieder auf seiner Reise durch Deutschland sei, wolle man auch im Sommer nächsten Jahres auf jeden Fall in Volksen ein Angebot für die Familien machen. Das werde gerade in den Ferien sehr gut angenommen. In diesem Jahr ist das Circus-Land noch bis 12. September immer mittwochs bis sonntags je von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Im Kreise der Fraktionsmitglieder überreichte CDU-Fraktionschef Heiner Hegeler den Zukunftspreis der Kreistagsfraktion 2021 an Zirkusdirektor Sascha Melnjak und seine Mitarbeiter Marek Jama, Mirjan und Egla Mavriqi sowie Holger Fischer (v.l.).

Wer für die CDU bei der Kommunalwahl kandidiert

Die Hitze hat die Vorstellung der Kandidierenden direkt in der Zirkusmanege verhindert. Stattdessen präsentierte die Einbecker CDU ihr Personalangebot für die Stadtrat- und Kreistagswahl am 12. September im Schatten eines Zeltes mitten auf der Wiese im hochsommerlichen Circus-Land-Freizeitpark des Zirkus Charles Knie in Volksen. Rebecca Siemoneit-Barum, die dieses Gelände seit Kindertagen gut kennt und vor Jahren noch selbst für die Christdemokraten kandidiert hatte, stellte die Bewerberinnen und Bewerber mit ihren Motivationen für die Kandidatur in kurzen Gesprächen vor. 

Dirk Ebrecht im Gespräch mit Rebecca Siemoneit-Barum unter dem Zirkuszelt.

Ratsfraktionschef Dirk Ebrecht kündigte ein zehnseitiges Wahlprogramm an, bei dem die zwei Megathemen Digitalisierung und Klimaschutz im Mittelpunkt stehen werden. Digitalisierung bedeute weit mehr als Möglichkeit für Videokonferenzen zu schaffen. Datenleitungen seien heute, was vor 100 Jahren Stromleitungen gewesen seien, und sie seien wichtiger als manche Straßen und Brücken. Beim Klimaschutz schwebt der CDU unter anderem vor, mit neuen Windkraftanlagen grünen Wasserstoff zu erzeugen. „Wir sind konkret mit zwei Unternehmen im Gespräch“, sagte der Fraktionschef. Auch ein kommunales Photovoltaik-Förderprogramm möchten die Christdemokraten wieder auflegen und damit an Ideen aus der Zeit der ersten „Jamaika-Koalition“ in Einbeck anknüpfen.

„Ein hoch motiviertes Team“: CDU-Vorsitzende Beatrix Tappe-Rostalski bei der Kandidatenvorstellung.

Insgesamt 24 Frauen und Männer kandidieren in Einbeck für die CDU, darunter zehn neue. „Ein hochmotiviertes Team“, sagt CDU-Chefin Beatrix Tappe Rostalski. Vom Schüler und der Studentin über den Landwirt, den Arzt und mehrere Lehrer bis zur Erzieherin und Mathematikerin oder den Maler- und Tischlermeister reicht das berufliche Spektrum der jungen und erfahreneren Kandidatinnen und Kandidaten. „Unser Personalangebot zeigt deutlich, dass sich Menschen für Politik vor Ort engagieren möchten“, sagte Ebrecht.

Maren Root (r.) ist eine von zehn neuen Kandidaten bei der Einbecker CDU, die Erzieherin bewirbt sich auch um ein Kreistagsmandat.

Die Reihenfolge der Kandidatenplätze auf der Liste wird ebenso wie das Wahlprogramm eine Mitgliederversammlung am Dienstag beschließen.

Für den Stadtrat kandidieren am 12. September für die CDU:

Karsten Armbrecht aus Naensen, Christoph Bretschneider aus Ahlshausen, Helmar Breuker aus Edemissen, Joachim Dörge aus Einbeck, Dirk Ebrecht aus Stroit, Albert Eggers aus Einbeck, Anna Lena Friedrich aus Ippensen, Hans-Martin Grigoleit aus Einbeck, Melissa Heikens aus Drüber, Heidrun Hoffmann-Taufall aus Einbeck, Horst Jürgens aus Vogelbeck, Dr. Andreas Kroll aus Einbeck, Sebastian Lange aus Odagsen, Björn Liebig aus Einbeck, Lars Müller aus Einbeck, Frederic Matthias Otto aus Einbeck, Matthias Pankalla aus Dörrigsen, Carsten Pape aus Wenzen, Maren Root aus Drüber, Sarah Rutz aus Edemissen, Antje Sölter aus Vardeilsen, Beatrix Tappe-Rostalski aus Opperhausen, Stephan Weber aus Einbeck, Heinz-Hermann Wolper aus Salzderhelden.

Für den Kreistag kandidieren von der CDU Einbeck:

Helmar Breuker, Dirk Ebrecht, Heidrun Hoffmann-Taufall, Carsten Pape, Maren Root, Beatrix Tappe-Rostalski, Stephan Weber.

24 Frauen und Männer, bekannte und neue Gesichter, bewerben sich auf der CDU-Liste um Ratsmandate in Einbeck.

Politiker ohne Angst vor großen Tieren

Keine Angst vor großen Tieren, weder vor Dinosauriern noch vor Zebras, hatten bei der offiziellen Eröffnung des „Circus Land“ auf dem Gelände des Zirkus Charles Knie die teilnehmenden Kommunalpolitiker, an der Spitze Northeims Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (SPD) und Einbecks stellvertretender Bürgermeister Marcus Seidel (SPD). Bevor sie gemeinsam und mit Abstand das rote Band durchgeschnitten haben, spendete der Zirkusseelsorger den Segen für den Freizeitpark mit Streichelzoo, der bis 30. August in Volksen geöffnet ist.

Zebra-Flüsterer: Landrätin Astrid Klinkert-Kittel, Erster Kreisrat Jörg Richert und stellvertretender Bürgermeister Marcus Seidel (v.r.).

Pfarrer Sascha Ellinghaus aus Hagen ist Vertreter der Katholischen Circus- und Schaustellerseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz mit Sitz in Bonn. Er wünschte nicht nur viel Erfolg für die Unternehmung des in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie keine Tournee durchführenden Zirkus Charles Knie. Der Geistliche, auf dessen Stola über dem Gewand unter anderem Clowns und wilde Tiere zu sehen sind, spendete auch Gottes Segen, segnete mit Weihwasser den Torbogen des Gutshofes.

Die Landrätin konnte sich gemeinsam mit ihrem Ersten Kreisrat Jörg Richert während eines Rundgangs mit Zirkusdirektor Sascha Melnjak einen Eindruck verschaffen. „Es ist toll, wie aus einer Krise eine so gelungene Idee entstanden ist, die Familien und Kindern in unserem Landkreis und darüber hinaus große Freude machen wird“, sagte Klinkert-Kittel.