Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast besucht KWS

Ein breites Themenspektrum bestimmte den Besuch der niedersächsischen Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Barbara Otte-Kinast (CDU), beim Einbecker Saatzuchtunternehmen KWS. Mit dabei im Landtagswahlkampf waren auch der örtliche CDU-Kandidat Dr. Andreas Kroll und weitere Christdemokraten. Otte-Kinast, die selbst im benachbarten Kreis Hameln-Pyrmont kandidiert, war erstmals bei KWS in Einbeck zu Gast. Nach einem Gespräch mit KWS-Vorstandssprecher Dr. Hagen Duenbostel konnten die Besucher in den modernen Leo-Gewächshäusern noch Eindrücke von verschiedenen Züchtungsprojekten gewinnen.

Dr. Anja Matzk und Stephan Krings von KWS erläutern Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) und CDU-Landtagskandidat Dr. Andreas Kroll Projekte im Gewächshaus.

Ob bei Farm-to-Fork-Strategie, Carbon-Farming-Emissionsmanagement oder neuen Züchtungsmethoden wie CrisprCas – bei allen Themen wurde das Denken in Generationen bei KWS deutlich, ebenso die mit großer Verantwortung getroffenen langfristigen Entscheidungen oder die langen Entwicklungszyklen von neuen Sorten, die mehr als zehn Jahre betragen. Politik denkt da oftmals kurzfristiger, möchte schnellere Lösungen, den nächsten Wahltermin im Blick.

Landwirtschaftministerin Barbara Otte-Kinast sprach sich gegen das von der EU geplante Verbot von Pflanzenschutzmitteln in Landschaftsschutzgebieten aus. „Da muss nochmal nachgebessert werden.“ Mit dem Vorstoß gefährde Brüssel die beim „Niedersächsischen Weg“ von den Natur- und Umweltschutzverbänden akzeptierten Vereinbarungen. KWS-Chef Hagen Duenbostel sprach sich auch für Ausnahmen aus, für Züchtung und Saatgutentwicklung benötige man diese Vergleichsflächen. Gute Pflanzenzüchtung mache den Einsatz von chemischem Pflanzenschutz jedoch überflüssig.

CDU-Ministerinnen-Besuch bei KWS (v.l.): Kreisvorsitzender David Artschwager, Dr. Imke Hering und Dr. Anja Matzk (KWS), Ministerin Barbara Otte-Kinast, CDU-Ratsfrau Maren Root, CDU-Landtagskandidat Dr. med. Andreas Kroll, Jürgen Nitsche (CDU Seesen), Stephan Krings und Dr. Hagen Duenbostel (KWS).

In Ruhe ins Goldene Buch geschrieben

Barbara Otte-Kinast schreibt ins Goldene Buch der Stadt Einbeck.

Die Mitglieder des Verwaltungsausschusses hatten sich bei dem Empfang im Sitzungssaal des Historischen Rathauses schon hinter die Ministerin gestellt und wollten gerade gemeinsam in die Kameras lächeln, da bat Barbara Otte-Kinast noch um einen Augenblick Ruhe. Unbeobachtet wollte die niedersächsische Landwirtschaftsministerin ins Goldene Buch der Stadt Einbeck schreiben. Und so ließen die Kommunalpolitiker die Ministerin einen Moment mit dem Buch allein, bevor sie sich wieder zum Gruppenfoto gesellten. Die CDU-Politikerin schrieb: „Ich wünsche Ihnen für diese wunderbare Stadt viele begeisterte Bürgerinnen und Bürger für die Zukunft! Ich danke Ihnen von Herzen für das politische Engagement und wünsche bei allen Vorhaben viel Glück und Gottes Segen.“

Eintrag ins Goldene Buch: Barbara Otte-Kinast mit (v.l.) Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek, Dirk Ebrecht, Dirk Heitmüller, Detlef Martin, Antje Sölter, Dr. Bernd von Garmissen, Beatrix Tappe-Rostalski, Dietmar Bartels.

Lob gab’s von der seit eineinhalb Jahren im Amt befindlichen Landespolitikerin für das Ambiente im dreitürmigen Rathaus: Noch nie habe sie in einer so beeindruckenden schönen Rathaushalle sprechen dürfen. Das von der CDU Einbeck gewählte Thema der Diskussion („Modernisierung und Zukunftssicherung in der Landwirtschaft und damit einhergehend die Stellung der Landwirtschaft in der Gesellschaft“) ließ Zeit für alles und jedes. Natürlich an diesem Tag ebenso für das Top-Thema geschredderte Küken. Aber das steht ja überall anderswo schon. Bei dem, was „auf den Tisch kommt“, spiele das Tierwohl eine immer größere Rolle, Regionalität und saisonale Produkte beeinflussten das Kaufverhalten vieler Verbraucher immer stärker, begrüßten die CDU-Vorsitzende Beatrix Tappe-Rostalski und Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek (CDU) die Besucher in der Rathaushalle zur vielschichtigen Diskussion mit der Ministerin, die berichtete, wie vielfältig bereits die amtliche Themenpalette ihres Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung ist: Von der Fischereiwirtschaft bis zu den Forstbesitzern eine enorme Bandbreite. Und Digitalisierung (der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes) gehört auch dazu.

Gut gefüllte Rathaushalle bei der CDU-Veranstaltung mit Diskussion über die Stellung der Landwirtschaft in der Gesellschaft.

Vor der Parteiveranstaltung in der Rathaushalle hatte Barbara Otte-Kinast (54) schon die BBS Einbeck besucht, sich dort über den Bereich Pflanzentechnologie und die erneute Bewerbung der BBS um den Deutschen Schulpreis informiert.

Foto von Bürgermeisterin und Ministerin mit dem Handy der Ministerin: Dirk Ebrecht hilft.

P.S.: Wer hat eigentlich (wieder) damit angefangen, immer und überall von der „Toskana Niedersachsens“ zu sprechen, wer die Schönheit unserer Region preisen will? Bitte, bitte nicht so inflationär nutzen. Übrigens neu ist das nicht (und nur mäßig originell), es hat schon weiland der heutige Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (SPD) diesen Begriff gerne verwendet, da war er um den Jahrtausendwechsel noch Landesminister für Wissenschaft und Kultur in Niedersachsen und in Südniedersachsen zu Gast…