Neustädter Kirchplatz: Entsteht im Pavillon ein inklusives Café?

(c) Foto: Frank Bertram

Die Pflasterarbeiten auf dem Neustädter Kirchplatz und am Fontänenfeld sind abgeschlossen. Am 10. September wurde der Platz mit weiteren Parkplätzen zur Nutzung freigegeben. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, wird in der kommenden Woche das Fontänenfeld wegen einiger Restarbeiten nochmal außer Betrieb genommen. Aktuell teste man ohnehin noch die Betriebszeiten der beleuchteten Fontänen, sagte Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek im Stadtrat. Im Winter müssten diese ohnehin ausgeschaltet werden. Wenn die Fördermittelgeber mitspielen, könnte im Pavillon ein inklusives Non-Profit-Tagescafé der Harz-Weser-Werke entstehen.

Beim Pavillon ist das so genannte Funktions- und Spannungsfreiheizen des Estrichs erfolgt. Der Sichtestrich ist eingebracht und wird kommende Woche geschliffen. Die Fliesenarbeiten sind abgeschlossen, jetzt werden die Deckenverkleidung und die Innentüren eingebaut und sind die Maler vor Ort. Der Pavillon soll im vierten Quartal baulich fertig werden und zum Jahreswechsel an die Harz-Weser-Werke übergeben werden, sagte Michalek im Stadtrat auf eine CDU-Anfrage.

Die augenscheinliche Verzögerung beim Pavillon habe mit den vereinbarten Bauzeiten zu tun, die durch das sich in die Länge ziehende Beweissicherungsverfahren neu vereinbart werden mussten. Dabei sei man auf die Termine der Baufirmen angewiesen gewesen. Vereinzelt habe es auch Lieferengpässe gegeben. Der Pavillon könne künftig laut Förderrichtlinien lediglich als so genannte gemeinbedarfsorientierte Einrichtung bewirtschaftet werden. Die Harz-Weser-Werke habe dafür 2022 ein Konzept „Mittendrin in Einbeck“ einer inklusiven und barrierefreien Begegnungsstätte vorgelegt, dieses sei vom Rat auch im Zug des im Juli 2024 getroffenen Weiterbaubeschlusses mitbeschlossen worden. Anfang 2026 hätten die Stadt und die HWW nach Gesprächen das ursprüngliche Konzept gemeinsam verfeinert und um ein inklusives Non-Profit-Tagescafé erweitert. Seit Ende August liege dieses erweiterte Konzept beim Fördermittelgeber (Amt für regionale Landesentwicklung und Wirtschaftsministerium) und werde dort geprüft.

(c) Foto: Frank Bertram
Das Fontänenfeld mit Pavillon im Hintergrund.
(c) Foto: Frank Bertram
Bereits begehbar: der Teil des Neustädter Kirchplatzes vor dem Amtsgericht.

3 Kommentare zu „Neustädter Kirchplatz: Entsteht im Pavillon ein inklusives Café?“

  1. BESCHÄMEND !
    Das hatte sich der Stifter – zur Erinnerung – Walter Schmalzried hatte nahezu sein
    gesamtes Millonen umfassendes Vermögen der Bürgerstiftung der Stadt Einbeck
    vermacht,so sicherlich nicht gedacht.Von einer weiteren separaten Zuweisung in Höhe von 150.00O € sollte in Erinnerung an seine vor ihm verstorbene Ehefrau Waltraut ein Springbrunnen errichtet werden.
    Walter würde sich im Grabe umdrehen wenn er nun das – möchte den Ausdruck „Pieselfeld “ vermeiden – Fontänenfeld sehen könnte !
    Damit man es in der ãußersten Ecke des Parkplatzes überhaupt noch erkennen kann,ist man obendrein auf die Idee gekommen die einzelnen Fontänen zu beleuchten.
    Dem Fontänenfeld fehlt jetzt nur noch die Musik die das Auf – und Ab der beleuchteten Fontänchen rytmisch begleitet.Mein Vorschlag : „Wunder gibt es immer wieder“ von
    Katja Ebstein.
    Michael Heraeus

  2. Aus meiner Erinnerung heraus hätte die wohlgemeinte Spende in der o.g. Höhe für einen Springbrunnen bei weitem nicht gereicht (laut dem Blog hier wären über 450.000€ Kosten fällig gewesen). Das der ursprünglich geplante Sprinbrunnen nicht kommt, ist doch schon seit längerem bekannt gemacht worden – und über Geschmack läßt sich daneben natürlich auch trefflich streiten. Für Familien mit kleinen Kindern ist dieses Fontänenfeld sicherlich „benutzerfreundlicher“ und motiviert doch zum Spielen (schauen wir im nächsten heißen Sommer nochmal hin).

  3. Also ich finde das Fontänenfeld familienfreundlicher als einen Springbrunnen. Trotzdem bin ich entsetzt über diesen Platz und hoffe,er ist noch nicht fertig.

Hier kannst Du einen Kommentar verfassen