Neue Grünen-Vorstandssprecher gewählt

Die Einbecker Grünen haben für die nächsten zwei Jahre Hans-Joachim Nehring und Marion Christ mit jeweils 92 Prozent der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder zu Vorstandssprechern gewählt. Günter Rönpagel, der schon viele Jahre die finanziellen Angelegenheiten regelt, wurde einstimmig als Kassenwart bestätigt. Dr. Ewald Hein-Janke haben die Grünen mit dem Ehrenvorsitz für seine langjährigen Aktivitäten im Ortsverein geehrt.

Neuer Grünen-Vorstand in Einbeck (v.l.): Günter Rönpagel, Marion Christ, Hans-Joachim Nehring. Foto: Bündnis 90/Die Grünen

Beide Sprecher der Grünen haben sich laut einer Pressemitteilung vorgenommen, junge politikinteressierte Menschen für parteipolitisches Engagement zu gewinnen und sie in ihren Zielen zu unterstützen. Nehring macht auf den dringenden Handlungsbedarf im Klimaschutz aufmerksam: „Das Klima verändert sich, das ist inzwischen für jede Bürgerin und jeden Bürger erkennbar. Früher kaum gekannte Unwetter nehmen zu, Wälder brennen ab und mit ihnen Jahrhunderte alte Lebensräume. Wir müssen über den Tellerrand des Stadtgebiets von Einbeck hinausschauen. Unser Handeln hier vor Ort wirkt sich gleichermaßen positiv oder negativ auf das Klima aus.“ Marion Christ ergänzte: „Wir alle müssen umdenken, auch wenn es uns in täglichen Gewohnheiten manche Überwindung kostet. Für die Fahrt zum Einkaufen, zur Kita, Schule oder Freunden kann auch das Fahrrad eine umweltfreundliche Alternative sein. Und es ist zugleich gut für die Gesundheit.“ Die Grünen wollen Einbeck zu einer fürs Fahrrad freundlichen Stadt machen. Auch setzen sie sich weiterhin für die Abschaffung der Straßenausbaugebühren ein und fordern realistische Flächennutzungspläne zur Förderung der Windenergieerzeugung, heißt es in der Pressemitteilung der Grünen.

Wieselburgs Wurzeln in der Kernstadt

Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek und Wieselburgs Vizebürgermeister Dieter Reiter haben das Schild enthüllt.

Mit einer Hopfenbuche (lat. ostrya carpinifolia) schlägt Einbecks niederösterreichische Partnerstadt Wieselburg jetzt auch in der Kernstadt nicht nur sprichwörtlich Wurzeln. Die Städtepartnerschaft hat Einbeck ja mit der Gemeinde Kreiensen bei der Fusion 2013 „geerbt“. Ein Schild an dem Baum am Ostertor vor der Mendelssohn-Musikschule und in unmittelbarer Nähe des Neues Rathauses haben am Wochenende Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek und Wieselburgs Vize Dieter Reiter enthüllt. „Wir hoffen, dass dieser Baum wächst und starke Wurzeln bekommt, damit wir uns im Schatten treffen und aufhalten können, wenn wir alle älter geworden sind“, wünschte sich die Einbecker Rathauschefin. „Möge er ein Zeichen für unsere lange und intensive Freundschaft sein.“ Wieselburgs Vizebürgermeister Dieter Reiter wies darauf hin, dass der Hopfen für beide Städte gut passend sei, beide sind schließlich Bierstädte. Er möchte die Enthüllung des Schildes und den gestifteten Baum als einen Startschuss begreifen für ein gemeinsames Umweltprojekt beider Gemeinden. „Wir schauen, was draus wird“, sagte Reiter – und meinte damit vor allem die Hopfenbuche, die die Wieselburger bei ihren zweijährlichen Visiten im Auge behalten werden.

Beim Arbeitsgespräch zwischen den Delegationen aus den Räten und Verwaltungen beider Gemeinden haben die Teilnehmer über vielfältige Themen gesprochen. Im Mittelpunkt des Austausches habe die unterschiedliche Organisation der Kommunalen Bauhöfe gestanden, berichte Michalek im Anschluss. Überlegt worden sei außerdem, ein gemeinsames Klimaschutz- bzw. Umweltprojekt auf die Beine zu stellen. Immerhin habe Einbeck als Ratsvorsitzenden einen Umwelt-Staatssekretär (Frank Doods), sagte Michalek. Wieselburg ist als baldige so genannte E5-Stadt deutlich weiter als Einbeck. „Wir sind noch lange nicht so weit“, sagte die Einbecker Bürgermeisterin. Aber es seien unglaublich gute Ansätze da, bei denen man weiter voneinander lernen könne. Schon beim Bücherschrank oder beim „Zehner“ habe Einbeck von Wieselburg Ideen bekommen.

Über das Himmelfahrt-Wochenende war eine Delegation aus dem niederösterreichischen Wieselburg in Einbeck, hier an der gestifteten Hopfenbuche am Ostertor.