Treuhandstelle Dauergrabpflege: SPD liegt falsch

Die Treuhandstelle für Dauergrabpflege Niedersachsen/Sachsen-Anhalt hat dem jüngsten Antrag der SPD-Ratsfraktion deutlich widersprochen. Wie Geschäftsführer Uwe Stapelmann erklärte, habe man “mit großer Verwunderung” durch die Berichterstattung von den Plänen der Sozialdemokraten erfahren, künftig wieder den Bauhof für Dauergrabpflege einzusetzen, weil kein Gartenbaubetrieb mehr dies wahrnehme.

“Woher die SPD-Fraktion ihre Informationen hat, ist uns nicht bekannt, allerdings können die getätigten Aussagen so nicht nachempfunden werden”, erklärte Stapelmann. “Eine Notwendigkeit zur Aufnahme von friedhofsgärtnerischen Tätigkeiten durch die Stadtgärtnerei besteht nicht.” Es sei nicht korrekt, dass es kaum noch Gartenbaubetriebe gebe, die bereit für Grabpflege bzw. Dauergrabpflege seien, wie dies die SPD zu Begründung ausgeführt hatte.

Die Treuhandstelle bietet seit 1981 bis heute in Zusammenarbeit mit ortsansässigen Gartenbaubetrieben Dauergrabpflege in Einbeck an. Allein auf dem Zentralfriedhof Einbeck arbeiten drei Betriebe, die auf Nachfrage von Stapelmann erklärten, dass sie gewillt seien, neue Dauergrabpflege-Verträge anzunehmen und auch genügend Kapazitäten besitzen würden, alle anfallenden Arbeiten termingerecht auszuführen. Hinzu komme, dass auch auf den umliegenden Friedhöfen die Dauergrabpflege gesichert sei. Alle angesprochenen Gärtnereien haben nach den Worten von Uwe Stapelmann erklärt, dass es in den vergangenen Wochen zu keinen Kündigungen von Grabpflegeverträgen gekommen sei. Vielmehr seien in diesem Frühjahr überproportional viele Neuverträge abgeschlossen worden.

Die Treuhandstelle für Dauergrabpflege Niedersachsen/Sachsen-Anhalt wurde 1968 gegründet. Seit mehr als 50 Jahren bietet sie zusammen mit den lokal ansässigen Gartenbaubetrieben die Dauergrabpflege an. Seitdem wurden mehr als 42.000 Dauergrabpflege-Verträge abgeschlossen, heißt es in der Stellungnahme.

Gärtnereien bieten seit 1981 bis heute ununterbrochen Dauergrabpflege in Einbeck an. Foto: Treuhandstelle / Uwe Stapelmann