Leineverband sagt Einbeck adé

Der Leineverband sagt in diesem Frühjahr Einbeck adé: Der Bauhof an der Einbecker Schlachthofstraße wird laut einer Mitteilung des Verbandes im März aufgegeben, weil dieser sanierungsbedürftig und eine Erneuerung nicht wirtschaftlich sei. In Northeim hat sich für den Leineverband zum Jahresbeginn die Möglichkeit ergeben, bis auf die Baukolonne in Gronau/Leine alle Standorte (Einbeck, Northeim, Hevensen) an einem Ort in der Northeimer Borsigstraße zusammenzufassen. Der Leineverband ist für die Unterhaltung von Gewässern so genannter II. Ordnung im Verbandsgebiet zuständig, welches insgesamt 93 Gewässer mit einer Länge von 650 Kilometern zwischen Besenhausen (Gemeinde Friedland) und Ruthe (Sarstedt) umfasst. Dabei trägt der Leineverband dafür Sorge, dass neben dem ordnungsgemäßen Wasserabfluss auch die Pflege und Entwicklung im und am Gewässer sowie seiner Ufer gewährleistet sind.

Verbandsvorsteher Andreas Friedrichs (Bürgermeister von Friedland) freute sich laut einer Pressemitteilung gemeinsam mit Geschäftsführer Jens Schatz und Northeims Bürgermeister Simon Hartmann, das Verwaltungsgebäude, die Werkstatt und Lagerhallen in der Borsigstraße 21 in Northeim in Betrieb zu nehmen. Dort arbeiten die acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung und nehmen von dort aus die Betreuung der insgesamt zurzeit noch drei Bauhöfe wahr. Ab März 2022 wird der Bauhof Einbeck mit seinen insgesamt sechs Mitarbeitern nach Northeim umziehen. Ab 2023 sollen die fünf Mitarbeiter des Bauhofes Hevensen hinzukommen. Als zweiter Standort bleibt der Bauhof in Gronau mit fünf Mitarbeitern erhalten, um die gesetzliche Pflichtaufgabe der Gewässerunterhaltung wahrzunehmen.

Der Tipp für die Immobilie in der Borsigstraße kam von Northeims Bürgermeister Simon Hartmann, berichtet Friedrichs. Der bisherige Eigentümer „Kälte-Klima-Technik“ hat in Northeim neu gebaut. Leineverband-Geschäftsführer Jens Schatz bedankt sich bei Reiner Bertuleit, Geschäftsführer der „Kälte-Klima-Technik“, für die gute Zusammenarbeit und die reibungslose Übergabe. Leineverband-Vorsteher Andreas Friedrichs verspricht sich nach eigenen Angaben von der Zusammenlegung der beiden Bauhöfe Einbeck und Hevensen mit der Geschäftsstelle Synergieeffekte und eine noch bessere Auslastung des vorhandenen Fuhrparks und der Arbeitsgeräte. Die Beschaffung neuer zusätzlicher Maschinen und Fahrzeuge werde so deutlich wirtschaftlicher. Auf urlaubs- und krankheitsbedingte Ausfälle könne noch besser und kurzfristiger reagiert werden. Friedrichs bedankte sich bei allen Verbandsmitgliedern für diese weitreichende Entscheidung. Die Mitglieder des Leineverbandes setzen sich aus den Kommunen, Landkreisen, Straßenbauverwaltung, Forstverwaltung und einigen Firmen zusammen. Aktuell hat der Verband 76 Mitglieder. Im Vorstand sind alle Mitglieder repräsentativ vertreten. Der Vorstand besteht aus 15 Mitgliedern (Stand Februar 2021): Andreas Friedrichs (Gemeinde Friedland), Ralf Buberti (Landkreis Holzminden), Heinz-Hermann Wolper (Landwirtschaftskammer, Einbeck-Salzderhelden), Christel Wemheuer (Landkreis Göttingen), Landrat Olaf Levonen (Hildesheim), Petra Engellien (Region Hannover), Bürgermeister Bernd Beushausen (Alfeld), Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek (Einbeck), Samtgemeindebürgermeister Rainer Mertens (Leinebergland), Claudia Baumgartner (Stadt Göttingen), Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka (Coppenbrügge), Bürgermeister Stephan Willudda (Delligsen), Bürgermeister Jens Meyer (Kalefeld), Richard Huster (Firma Sappi, IHK), Dr. Thomas Stadtler (Landwirtschaftskammer, Alfeld-Föhrste).

Der Bauhof des Leineverbandes in der Einbecker Schlachthofstraße wird aufgegeben.

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