Jetzt ist das eingetreten, was Pessimisten bereits vermutet hatten: Die Baustelle auf dem Hallenplan, auf der zurzeit eigentlich die Südwand des Alten Rathauses mit Spezialtiefbauarbeiten stabilisiert werden sollte, musste im Wintermonat Februar nicht nur wegen der winterlichen Witterung (Kälte, Schnee) einige Zeit stillstehen. Heute teilt die Stadtverwaltung mit, dass die Arbeiten weitere zwei Wochen ruhen müssen. Der Grund: Die beauftragte Firma habe leider einen Defekt in einer für die Arbeit unbedingt notwendigen Pumpe entdeckt, das Ersatzteil aus Italien sei bestellt. „Uns wurde versichert, dass die Fortführung der Arbeiten oberste Priorität haben“, erklärte ein Stadtsprecher. Nach Schätzung der Baufirma soll es in etwa zwei Wochen weitergehen.

Damit erscheint unrealistisch, dass der ursprüngliche Bauzeitenplan Ende März noch gehalten werden kann. Viel Sichtbares außer Baustelleneinrichtung ist am Hallenplan bislang offenbar noch nicht geschehen. Einbeck und seine Baustellen wird allmählich zur Lachnummer (bei einigen ist es das längst, erst recht sobald der Trigger „gläserner Fahrstuhl“ zu lesen ist). Dass man auch ganz anders bauen kann, wissen Beobachter der durchaus großen Baustellen am PS-Speicher und dem dortigen Hotelneubau vor knapp zehn Jahren. Bauherr Karl-Heinz Rehkopf wurde durch seine „retrograde Baumethode“ bekannt. Was kompliziert klingt, ist einfach: Der Bauherr setzte einen Eröffnungstermin fest. Wie die Baufirmen bis dahin fertig mit den Arbeiten würden, war deren Problem, entschuldigung, Herausforderung.
Unabhängig von dieser weiteren negativen Nachricht der Baustelle, lädt Einbeck Marketing gemeinsam mit den anliegenden Geschäften am Sonnabend, 8. März, ab 11 Uhr zum Fest auf den Hallenplan ein. Ob Kinderaktionen beim Familienservicebüro und bei Polenz Spiel + Freizeit, Strickvorstellungen bei „Detlof design“ oder ein besonderes kulinarisches Angebot von der Vinoteca Italiana – die Beteiligten am Hallenplan haben sich für ihre Kundschaft vielfältige Aktionen überlegt. „Es ist wunderbar, dass auf dem Hallenplan alle an einem Strang ziehen. Ohne die Unterstützung der einzelnen Beteiligten kann eine Veranstaltung nicht so schnell umgesetzt werden. Wir freuen uns auf viele Besucher – natürlich nicht nur am 8. März“, erklärte Eventmanager Kay Weseloh.

Einbeck wird langsam ein Fall für „Mario Barth deckt auf.“ Gibt es keine entsprechende Pumpe in Deutschland? Oder ist die aus Italien vielleicht nur halb so teuer? So wird das nichts mit dem Wirtschaftsaufschwung in Deutschland. Mal sehen ob beide Baustellen dann in 2027 eventuell fertig sind. Ohne die Musterbaustelle in der Knochenhauer Straße.