Vom Rathaus auf die Bühne

An den Saiten: Dr. Florian Schröder (r.)

„Dark at dawn“ mit Dr. Florian Schröder (r.) beim Eulenfest 2017.

Ein Geheimnis war die Metal-Musik-Leidenschaft des Mannes nie, bislang jedoch kannten die Einbecker den Allgemeinen Bürgermeisterin-Vertreter vor allem mit gebändigtem Haar und im Sakko. Nicht mit Gitarre und offenem, sehr langem Haar, mit viel Freude am Headbangen, dass die Mähne fliegt. Jetzt hat Dr. Florian Schröders Band „Dark at dawn“ aus seiner Osteroder Heimat nach längerer Pause mal wieder einen Auftritt absolviert – in Einbeck beim Eulenfest. Und so standen am Freitag Abend auf dem Möncheplatz vor der Jimie-Bühne nicht allein Musikfans der härteren Gangart, sondern durchaus auch mehrere Neugierige aus der Nachbarschaft und Ratsmitglieder, vor allem weibliche. Volljurist Schröder enttäuschte nicht, legte sich voll ins Zeug und mit seinen Jungs eine Metal-Show hin, die viele in guter Erinnerung behalten werden. Wäre schade, wenn es bei diesem einen Auftritt in Einbeck bleiben würde. Und auch Schröder selbst und die Band waren offenkundig zufrieden, wie der zweite Mann im Einbecker Rathaus (eigentlich ist er ja der erste, schließlich hat Einbeck eine Bürgermeisterin) und „Dark at dawn“  nach dem Eulenfest-Auftritt twitterten:

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Fotos vom Auftritt in einer Diashow:

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Rathaus intern

Zunächst einmal: das neue ePaper der Stadtverwaltung heißt „Rathaus intern“. Und nicht: „Interna aus dem Rathaus“ oder gar „Rathaus intim“. Deshalb wäre eine Erwartungshaltung, in dem elektronischen Papier spektakuläre Enthüllungen oder aktuellste Nachrichten aus dem Innenleben einer Kommunalverwaltung lesen zu können, völlig falsch. Diesen Hunger nach Neuigkeiten müssen schon wir Medienleute stillen, dürfen wir uns nicht von den Öffentlichkeitsarbeitern abnehmen lassen. Trotzdem ist das ausschließlich in PDF-Form künftig vier Mal pro Jahr erscheinende neue ePaper eine interessante und lesenswerte Lektüre – was freilich Menschen ohne Computerzugriff machen, bleibt eine noch zu lösende Frage. Und das ePaper ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur dringend notwendigen, stärkeren Öffentlichkeitsarbeit aus dem Rathaus. „Rathaus intern“ ist Ergebnis einer Arbeitsgruppe des Projekts „Rathaus 2020“, das die Bürgermeisterin im vergangenen September gestartet hatte. Erstes sichtbares Zeichen war zu Jahresbeginn der Umbau der Fachbereichsstrukturen, auch Rathauskauf und dessen Folgerungen (zum Beispiel die neuen Info-Monitore am Eingang) gehören zum Gesamtkonzept, nach Erwerb der Immobilie als Eigentümer mit dem Gebäude ganz anders umgehen zu können als bislang als Mieter. Auch hierzu lesen wir im vierseitigen kompakten ePaper etwas, für das redaktionell der Allgemeine Vertreter der Bürgermeisterin, Dr. Florian Schröder verantwortlich zeichnet. Überhaupt ist das PDF locker-verständlich geschrieben, leicht und schnell zu konsumieren, keine Spur vom Aktenstaub einer Verwaltung. Die Bürgermeisterin ist die Chefin von 380 Mitarbeitern, heißt es da beispielsweise im ePaper – und die einzige Mitarbeiterin der Stadtverwaltung, die direkt von den Bürgern der Stadt gewählt wird. So kann man es auch formulieren. Die Arbeitsgruppe „Externe Kommunikation“ hat sich auf ihre Fahne geschrieben, die Außendarstellung der Stadtverwaltung zu verbessern, „um unserer Kundschaft bessere Einblicke in unsere Arbeit zu geben“, wie es da heißt. Bleiben wir auf die kommenden Ausgaben gespannt – und wie lange der Atem reicht. Hoffentlich lange.

Abwesend

Empfang der neuen  Superintendenten nach dem Gottesdienst.

Empfang der neuen Superintendenten.

Bei der offiziellen, feierlichen Amtseinführung des neuen Superintendenten-Paars Stephanie und Jan von Lingen im evangelischen Kirchenkreis Leine-Solling vergangenen Sonntag Nachmittag in St. Sixti Northeim glänzte das offizielle Einbeck durch Abwesenheit. Keine Bürgermeisterin, keine Stellvertreter, weder ehrenamtlich noch hauptamtlich, waren bei dem feierlichen Gottesdienst und dem anschließenden Empfang zu entdecken. Das finde ich sehr schade. Dassel, Uslar und Northeim waren durch ihre Bürgermeister, der Landkreis Northeim durch die stellvertretende Landrätin persönlich vor Ort und nutzten die Gelegenheit, die neue Doppelspitze in dem offiziellen Rahmen in der Region willkommen zu heißen.

Auch mal alte Zöpfe abschneiden

Angekommen im Neuen Rathaus: Dr. Florian Schröder. Ein wenig Hamburg hat er noch im Blick, rechts den Rangierbahnhof Maschen.

Angekommen im Neuen Rathaus: Dr. Florian Schröder. Ein wenig Hamburg hat er noch im Blick, rechts an der Wand ist der Rangierbahnhof Maschen zu sehen.

Sein Vorgänger als Fachbereichsleiter im Einbecker Rathaus war nach 100 Tagen schon zum nächsten Job gewechselt, amtiert jetzt als Landrat in Itzehoe. Dr. Florian Schröder, seit Jahresbeginn der zweite Mann in der Stadtverwaltung, hat das erkennbar nicht vor: Die erste Wohnung in der Innenstadt mit herrlichem Blick auf Einbeck ist bezogen, das eigene Auto mit einem EIN-Kennzeichen ausgestattet, das Versetzungsgesuch von Ehefrau Annika ans Gymnasium möglichst in Einbeck läuft. Noch pendeln beide am Wochenende, mal sind sie in der Nähe von Lüneburg, mal mit dem Hund, einem Kleinen Münsterländer („Der findet Einbeck auch gut“), in Einbeck und suchen ein Häuschen. Der 36-Jährige, der zum 1. November aus der Hamburger Finanzbehörde nach Einbeck gewechselt war, ist nach 100 Tagen im neuen Amt des Fachbereichsleiters für Wirtschaft, Recht und Kultur zufrieden: „Das war eine gute Entscheidung, ich habe sie nie bereut.“ Mit offenen Armen sei er in Einbeck empfangen worden. Organisatorisch hat Florian Schröder schon manches geändert im Rathaus, dabei auch mal alte Zöpfe abgeschnitten, wie er sagt: Nur weil das schon immer so gewesen sei, müssten Papiere nicht 100 Mal kopiert und verteilt werden, wenn es auch elektronisch gehe, findet der promovierte Jurist. Die guten alten juristischen Kommentare hat Schröder wieder aus dem Rathaus-Keller geholt und ins Regal gestellt; elektronisch sei bei alten Entscheidungen manches nur unnötig teuer. Seiner Initiative ist es zu verdanken, dass die Einbecker Stadtverwaltung jetzt twittert und damit direkt mit den Bürgern kommunizieren will. Wobei die Einbecker durchaus weltoffen seien, attestiert Schröder nach 100 Tagen: Viele hätten ihn von Fotos wieder erkannt, wenn sie ihn das erste Mal persönlich getroffen haben, aber auf seine langen, zum Zopf zusammengebundenen Haare habe ihn so gut wie niemand angesprochen.

Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek freut sich über ihren neuen Stellvertreter: „Ich bin heilfroh, dass wir uns für ihn entschieden haben – und er sich für Einbeck.“ Und was hinzu komme: „Er ist einfach ein netter Typ, da stimmt auch die Chemie“, sagt mir die Verwaltungschefin.

Schröder hat sich von seinem neuen Job in Einbeck eine Aufgaben-Vielfalt versprochen, wie er mir vergangenen Sommer in Hamburg sagte. Die sei in seinem Fachbereich mit den drei Themen vorhanden, bilanziert er jetzt nach 100 Tagen: Zu fast 50 Prozent sei der Volljurist in ihm gefordert, zu fast 50 Prozent der Wirtschaftsförderer, und der Bereich Kultur arbeite gut sehr selbstständig, freut sich der Fachbereichsleiter. Auch könne man im Rathaus schneller Lösungen erreichen und „relativ schlank auf den Weg bringen“ als an seinem früheren Arbeitsplatz, der großen Landesbehörde für Finanzen in der Hansestadt Hamburg, hat Florian Schröder bislang festgestellt.

Stichwort Wirtschaftsförderung: Was sagt der neue oberste Wirtschaftsförderer der Stadt zu den vorgefundenen Strukturen, dass die Förderung der Wirtschaft sowohl im Rathaus als auch bei der Einbeck Marketing GmbH (Mehrheitsgesellschafter ist die Stadt Einbeck) angesiedelt ist? Florian Schröder findet die Kombination gut. Gibt es nicht zu viele Reibungsverluste durch notwendige Absprachen? „Die Zusammenarbeit funktioniert besser als es nach außen den Anschein hat“, sagt mir Schröder. Für bestimmte Dinge, beispielsweise Genehmigungen, sei ohnehin die Stadtverwaltung notwendig. Und manche potenzielle Investoren würden sich lieber an die Stadtverwaltung wenden, manche lieber an eine GmbH, die nicht das dröge Wort Verwaltung im Titel hat. Diese Konzeption sei schon okay so. Am Ende zählt imgrunde ja das Ergebnis.

In der Einbecker Stadtverwaltung mangele es nicht an Motivation und Ideen, sagt der 36-Jährige. Manche Dinge seien jedoch – auch durch die lange, fast einjährige Vakanz der Stelle und den häufigen Wechsel davor – angefangen, aber nicht zu Ende gebracht worden. Hier will Florian Schröder für seine Mitarbeiter Kontinuität ausstrahlen und begonnene Projekte auch umsetzen. Als Beispiel für solche Perspektiv-Projekte, die der neue Fachbereichsleiter und Bürgermeister-Stellvertreter sich persönlich auf die Agenda geschrieben hat, nennt er die Breitbandversorgung in der Region. Die müsse für die Wirtschaft besser werden, Schröder ist der Ansprechpartner der Stadt für den Landkreis, der aktuell eine Strukturplanung für das schnelle Internet in Auftrag gegeben hat und eine Umfrage macht.

Ein weiteres Perspektiv-Projekt für Dr. Florian Schröder ist die hausärztliche Versorgung in Einbeck. Viele Mediziner gehen in den nächsten Jahren in den Ruhestand, was soll dann werden? Erste Gespräche hat der Fachbereichsleiter im Sinne der Wirtschaftsförderung des Standorts Einbeck mit der Kassenärztlichen Vereinigung bereits geführt.

Wozu er noch nicht recht gekommen ist, obwohl jetzt die Nähe zu seinen Bandkollegen in Osterode größer wurde, ist die Musik. In jedem neuen Job ist der Arbeitstag eben zunächst mal länger. Doch mehr Zeit als Heavy-Metal-Gitarrist wird für Florian Schröder schon noch kommen.

Premieren-Sitzung

Dr. Schröder heute in der Ratssitzung.

Dr. Schröder heute in der Ratssitzung vor der Fahne der Partnerstadt Keene/USA.

Heute hatte der seit 1. November neu bei der Stadt Einbeck tätig Fachbereichsleiter für Recht, Wirtschaft und Kultur seine erste Stadtratssitzung zu absolvieren: Dr. Florian Schröder wurde von Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek auch noch einmal im Kreise der Ratspolitik herzlich willkommen geheißen. Auch die Verwaltungschefin war nach krankheitsbedingter Pause wieder an Bord, bedankte sich noch einmal für alle Genesungswünsche und teilte mit, dass sie nach erfolgter Wiedereingliederungsphase jetzt wieder in vollem Umfang einsatzfähig sei.

Ab 1. Januar soll Florian Schröder der Stellvertreter der Rathauschefin werden, der Rat hat das bereits so beschlossen. Und auch zu Wort kam „der Neue“ bereits: Jurist Schröder antwortete auf eine Anfrage des Ratsherrn Horst Jürgens (CDU), der sich über den Stand der Dinge beim Internet-Breitbandausbau informieren wollte. Schröder war im Thema und konnte darauf inhaltlich eingehen. Premiere gelungen, könnte man sagen.

Willkommen, Dr. Schröder

Zwei Doktores vor dem Rathausturm: Sabine Michalek und Florian Schröder.

Zwei Doktores vor dem Rathausturm: Sabine Michalek und Florian Schröder.

Das neue Führungsduo im Einbecker Rathaus: Sabine Michalek und Florian Schröder.

Das neue Führungsduo im Einbecker Rathaus: Sabine Michalek und Florian Schröder.

Heute hat Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek den neuen Fachbereichsleiter für Recht, Wirtschaft und Kultur im Neuen Rathaus begrüßt: Dr. Florian Schröder, der ab Januar 2014 auch der Allgemeine Vertreter der Verwaltungschefin sein wird, hat seinen Dienst in Einbeck pünktlich begonnen. Eine erste Vorstellung in der Fachbereichsleiter-Runde hat der 36-Jährige hinter sich, die Rathaus-Generalschlüssel und die für sein Büro in der Hand. Auch bei einigen der neuen Kolleginnen und Kollegen hat sich der bislang in Hamburg tätige Volljurist schon am heutigen Freitag vorgestellt, die weiteren werden in den nächsten Tagen folgen. Erste Akten warten auch schon auf seinem Schreibtisch im Rathaus. Und erste Termine bei der Ilmebahn GmbH und im Beirat des Einbecker Bürgerspitals stehen nächste Woche im Terminkalender des Neuen im Neuen Rathaus. Dr. Florian Schröder, der zunächst in einer Ferienwohnung und dann in einer EWG-Pendlerwohnung leben wird, bis er etwas Eigenes gefunden hat, freut sich auf seinen neuen Job. Das Hamburger Wetter heute habe er nicht mitgebracht, lächelt der neuen Fachbereichsleiter. Denn in der Freien und Hansestadt habe gestern auch noch die Sonne geschienen…

Sprung zurück

Dr. Florian Schröder (36) vor dem Gebäude der Hamburgischen Finanzbehörde am Gänsemarkt.

Dr. Florian Schröder (36) vor dem Gebäude der Hamburgischen Finanzbehörde am Gänsemarkt.

Zuletzt wurde auf diesem Stuhl im Einbecker Rathaus niemand so richtig alt. Manche spotteten schon, da müsse irgendwo ein Sprungbrett im Büro des Fachbereichsleiters für Recht, Wirtschaft und Kultur eingebaut sein im Neuen Rathaus. Der eine junge Mann wechselte nach Walsrode, der andere nahm gleich zwei Stufen auf der Karriereleiter und regiert jetzt als Landrat in Itzehoe.

Nun also Dr. Schröder. Und dass der nicht gleich wieder auf dem Sprung ist, zeigt – finde ich – die gezielte Rückkehr in die Heimatregion, mit Ehefrau und Hund. Ihn reizt bewusst auch der Wechsel von einer großen Behörde in ein eher kleines Rathaus, wie er mir in seinem heutigen Büro erzählt. Dorthin geht’s hanseatisch gediegen durch eine hölzerne Drehtür und mit einem Pater Noster. Das Schröder’sche Büro (mit Foto von der Elbphilharmonie-Baustelle an der Wand) liegt im Gebäude der Hamburgischen Finanzbehörde im noblen Viertel der Freien und Hansestadt am Gänsemarkt unweit der Binnenalster (ein kleines Video ist hier zu finden).

Warum dieser Wechsel von der Alster an die Ilme? Florian Schröder lebt auch heute nicht in der Großstadt, sondern in einem kleinen, beschaulichen 800-Einwohner-Dorf südlich der Hansestadt und unweit von Lüneburg.

Und auch seine musikalischen Wurzeln liegen im Harz. In Einbeck gibt es eine große Heavy-Metal-Fangemeinde. Die dürfte Dr. Schröder schon mal gleich auf seiner Seite haben.

Es ist Dr. Florian Schröder…

Dr. Florian Schröder.

Dr. Florian Schröder.

Jetzt ist der Name offiziell: Dr. Florian Schröder ist der neue Fachbereichsleiter im Einbecker Rathaus. Der 36-jährige Volljurist ist zurzeit Personalleiter der Hamburgischen Finanzbehörde. Schröder wird zum 1. November in Einbeck anfangen.  Zunächst wird der aus dem Harz stammende Neue von seiner heutigen Behörde abgeordnet. Die Versetzung soll offiziell erst zum 1. Januar 2014 erfolgen, nach der Probezeit,  wenn der Rat zustimmt,  sagte mir heute Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek. Dann auch erst wird er der Allgemeine Vertreter. Florian Schröder ist verheiratet und hat an der Universität Göttingen studiert und promoviert. Seit 2007 arbeitet er im öffentlichen Dienst.

(Aktualisiert: 17.08.2013, 10.40 Uhr)

Nachtrag 25.09.2013: Der Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 18.09.2013 einstimmig beschlossen, dass Dr. Florian Schröder mit seiner Versetzung von Hamburg nach Einbeck als dann Städtischer Oberrat und Fachbereichsleiter Recht, Wirtschaft und Kultur zum 1. Januar 2014 auch die Allgemeine Vertretung der Bürgermeisterin übertragen wird.

Es ist ein Mann…

Es ist ein Mann. So viel lässt sich schon sagen. Einstimmig hat sich der Verwaltungsausschuss (VA) auf den neuen Allgemeinen Stellvertreter von Dr. Sabine Michalek im Neuen Rathaus geeinigt. Und der Mann, Volljurist von Beruf, hat der Bürgermeisterin auch schon mündlich zugesagt, wie sie auf Anfrage berichtete. Zur Vorstellung im VA waren zwei Kandidaten eingeladen, nur der jetzt gewählte hat sich dem nicht-öffentlich tagenden Gremium des Stadtrates auch präsentiert, der andere einen Rückzieher gemacht. Der neue Allgemeine Vertreter wird auch Fachbereichsleiter für Recht, Wirtschaft und Kultur. In der engeren Wahl waren zuletzt sieben Kandidaten. Beworben hatten sich ursprünglich 37 Frauen und Männer.

Eigentlich sollte die Personalie heute auch namentlich öffentlich gemacht werden können. Allerdings haben beide Seiten so lange Vertraulichkeit vereinbart, bis der designierte Stellvertreter auch seinen aktuellen Arbeitgeber angemessen informieren konnte. Das ist gut und richtig so, ein Vertrag, ein Arbeitsvertrag erst recht, gilt imgrunde ja auch erst dann als geschlossen, wenn er von beiden Seiten unterschrieben ist – und die Tinte trocken ist. In den vergangenen Jahren hat man hier im Einbecker Rathaus durchaus schon mal negative Erfahrungen gemacht.

Mit der Stellenbesetzung geht ein Ausschreibungsverfahren zuende, das nach dem überraschenden Weggang von Torsten Wendt im Frühjahr notwendig geworden war. Der jetzt als Landrat in Itzehoe agierende Jurist war nur 100 Tage im Einbecker Rathaus tätig, eröffnete der neuen Bürgermeisterin an deren ersten Arbeitstag, dass er Einbeck verlassen werde. Und auch Wendt hatte eine längere Vakanz der Stelle beendet, nachdem Andre Reutzel die Stadt Einbeck in Richtung der Position des Ersten Stadtrates in Walsrode verlassen hatte.

Wann „der Neue“ im Rathaus seinen Dienst antreten kann, ist noch nicht ganz klar, voraussichtlich im November.

Die Woche im Rathaus…

Zufällig heute entdeckt, offenbar eine neue Rubrik von Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek auf der Website der Stadt Einbeck „Die Woche im Rathaus“. Dort heißt es, dass die Verwaltungschefin in ihrem regelmäßigen Newsletter über aktuelle Schwerpunkte ihrer täglichen Arbeit im Rathaus berichten will.

Eine interessante Info aus Newsletter 1: Bei den Vorstellungsgesprächen für den Job des Allgemeinen Vertreters der Bürgermeisterin haben sich zwei Kandidaten herauskristallisiert. Beide stellen sich im Verwaltungsausschuss am 7. August vor. Sieben Kandidatinnen und Kandidaten waren bei den Vorstellungsgesprächen dabei.

Nachtrag 03.08.2013: Wie das Büro der Bürgermeisterin bestätigt hat, ist eine wöchentliche Aktualisierung geplant. Im „Newsletter“ Nr. 2, der freilich nicht viel mehr ist als ein Rückblick in den Terminkalender, erfahren wir immerhin, dass die Bürgermeisterin in dieser Woche mit dem Investor SEPA über das „Neustädter Palais“ gepsprochen hat. Hier hatte es zuletzt bei dem Projekt gestockt. Ob das jetzt beseitigt ist, erfahren wir im „Newsletter“ nicht. Allerdings ist für 15. August bereits ein nächster Gesprächstermin vereinbart, schreibt die Bürgermeisterin.