Heitmüller (SPD): Sporthallen in den Ferien öffnen

Die SPD möchte in den bevorstehenden Schulferien die städtischen Sporthallen für einen weiteren Vereinsbetrieb öffnen. Eine entsprechenden Antrag für die nächste Sitzung des Verwaltungsausschusses in dieser Woche hat der Beigeordnete Dirk Heitmüller (SPD) für seine Fraktion eingebracht. Die bevorstehenden Sommerferien und auch die folgenden Herbstferien sollten den jetzt wieder beginnenden Sportbetrieb der Sportvereine im Stadtgebiet Einbeck nicht gleich wieder unterbrechen, wünschen sich die Sozialdemokraten.

Dirk Heitmüller. Foto: SPD

Deshalb sollten den Sportvereinen auch in den Ferien die städtischen Sportanlagen (Sportplätze und Sporthallen) zur Verfügung gestellt werden, damit diese ihre zum Erliegen gekommenen Sportangebote wieder aufnehmen bzw. nachholen können, heißt es in dem Antrag. Auf Initiative von Hans Radke, Vorsitzender vom Einbecker Judo-Clubs und hinzugewähltes Mitglied des Ausschusses für Schule und Sport, haben die Sozialdemokraten den Antrag auf Ferienöffnung gestellt, berichtet Dirk Heitmüller in seiner Mitteilung.

Eventuell anstehende Instandsetzungen in und an den Sportanlagen sollten, sofern möglich, auf später verschoben oder während des Betriebs durchgeführt werden, schreibt die SPD in ihrem Antrag.

Neben der Wirtschaft, der Geschäftswelt und der Gastronomie sei besonders auch der Sportbetrieb in den Verbänden und Vereinen während der Corona-Pandemie in den vergangenen Monaten zum Erliegen gekommen, Trainingsstunden konnten nicht mehr stattfinden. 2020 hätten die örtlichen Sportvereine ab dem 16. März für rund zwei Monate ihren Trainingsbetrieb einstellen müssen. Seit Ende Oktober bis jetzt könne nahezu kein Trainingsbetrieb und Vereinsleben in der gewohnten Art und Weise stattfinden. Menschen, insbesondere die jungen Menschen brauchten jedoch die Bewegung, den Austausch mit Gleichgesinnten zu einer gesunden psychischen und physischen Entwicklung ihrer Persönlichkeit und sozialen Gesellschaftsgestaltung, schreiben die Sozialdemokraten in der Begründung ihres VA-Antrags.

Sportvereine leisteten einen großen Anteil bei der Erfüllung sozialpolitischer Arbeit. Durch die mehrere Monate andauernde Aussetzung des Sportbetriebs verzeichneten viele Vereine einen erheblichen Mitgliederschwund. Eltern beklagten durch die Einschränkungen ein erhebliches Desinteresse an körperlicher Bewegung ihrer Kinder. Online-Trainingsangebote seien zwar vorhanden, könnten aber keinen entsprechenden Ersatz bieten. Die jetzige Entwicklung des Pandemiegeschehens mit seinen sinkenden Inzidenzwerten und steigender Impfquote lasse hoffen, dass in absehbarer Zeit ein relativ normales gesellschaftliches Leben möglich sein könne, insbesondere im Sport zeichne sich ab, dass der Sportbetrieb in den Vereinen wieder aufgenommen werden könne, heißt es in dem Antrag.

Eingang zur Stadionsporthalle Einbeck. Archivfoto
Sport und nicht nur Stadtrat – das soll es in der Stadionsporthalle in den Ferien geben. Archivfoto

Traupe (SPD) freut sich über Defibrillatoren in Sporthallen

Alle Sporthallen des Landkreises Northeim werden mit einem Defibrillator ausgestattet. Das hat Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (SPD) dem Einbecker Kreistagsabgeordneten Peter Traupe (SPD) mitgeteilt. “Ich begrüße die Ankündigung der Landrätin ausdrücklich”, teilte Traupe mit. “Damit wird in allen Landkreis-Sporthallen für mehr Sicherheit im Falle eines entsprechenden medizinischen Notfalls gesorgt, der hoffentlich nie eintreten möge.” Diese Fürsorge stelle außerdem eine weitere Wertschätzung des Landkreises gegenüber den im Vereinssport Aktiven dar, meint der Kreistagsabgeordnete.

Peter Traupe. Foto: SPD

Ende vergangenen Jahres hatte der Einbecker Sportverein (ESV) Peter Traupe auf ein Problem mit dem Landkreis Northeim aufmerksam gemacht. Der ESV möchte unter anderem wegen der dort aktiven so genannten Herzsport-Gruppe in der Sporthalle am Schulzentrum am Hubeweg einen Defibrillator anbringen. Trotz zugesagter externer Förderung durch die Sport- und Lotto-Stiftung in Höhe von 750 Euro habe das Vorhaben bis dahin nicht einvernehmlich mit dem Landkreis abgeschlossen werden, berichtet Traupe. “Ich habe daraufhin eine Anfrage an die Landrätin gestellt. Frau Klinkert-Kittel hat mir nun zugesagt, dass an allen Schulstandorten, an denen sich mindestens eine Sporthalle in Trägerschaft des Landkreises befindet, jeweils ein Defibrillator angeschafft werden soll.” Das Gerät soll sowohl für den Schul- als auch für den Vereinssport zugänglich sein. Damit werde auch dem Wunsch des ESV entsprochen, freut sich Traupe.

Eine ganz besondere Stadtrat-Sitzung

Der Einbecker Stadtrat hat sich am Mittwoch zu einer besonderen Sitzung getroffen – die Corona-Pandemie hat den Rat zum Ausweichen gezwungen. Wegen der Abstandsregeln und Auflagen zur Hygiene und Infektionsschutz fand das Treffen der Ratsmitglieder erstmals in der Sporthalle am Stadion statt. Hier war in einem Viertel der Halle unter Toren und Basketballkörben genügend Platz für alle Ratsmitglieder, die Vertreter der Verwaltung, Medienvertreter und Zuhörer. Die Besucher hatten auf der Tribüne vermutlich den besten Blick auf die Sitzung.

Die Zuschauer konnten die Sitzung des Stadtrates von der Tribüne aus verfolgen.

Beim Blick durch die Reihen fiel eine ganz spezielle Sitzordnung auf. Nicht nach Fraktionen sortiert und gemeinsam, wie sonst üblich, sondern bunt gemischt hatten sich die Ratsmitglieder an den Tischen verteilt, die in Parlamentsanordnung gestellt waren.

Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek am Rednerpult in der Stadtratsitzung im Stadion.

Und noch eine Besonderheit ist zu vermerken: Statt wie üblich in der Rathaushalle im Tischrund gab es nicht einzelne Tischmikrofone, sondern nur ein Rednerpult mit Mikro, an das diejenigen treten mussten, die sich zu Wort gemeldet hatten und vernehmlich etwas sagen wollten. Andernfalls hätten die Besucher auf der Tribüne nichts verstanden. Eine solche Parlamentsbestuhlung mit Rednerpult, wie es beispielsweise der Kreistag seit Jahrzehnten praktiziert, sollte der Einbecker Stadtrat auch in Zukunft erwägen. Und wenn der Weg des Redners zum Pult mal ob der Entfernungen und des Maskengebots etwas länger dauert, ist das überhaupt nicht schlimm. Ein Augenblick der Besinnung kann manche Debatte bereichern.

Für Einbecks Kämmerin Brigitte Hankel war die Sitzung des Stadtrates ihr öffentlicher Abschied aus Einbeck.

Am gleichen Ort will übrigens die Einbecker SPD am Sonnabend Vormittag ihren Bürgermeisterkandidaten nominieren für die Wahl, die jetzt am 1. November stattfinden soll. Ob die Tische und Stühle in der Stadionhalle dann für die Mitglieder der Sozialdemokraten wieder ähnlich stehen werden, bleibt abzuwarten. Ein paar Teilnehmer mehr als der Stadtrat Mitglieder hat dürften zu erwarten sein.

Vorbesprechung der SPD-Fraktion.
Vorbesprechung der CDU-Fraktion.

SPD wählt in der Sporthalle

Die Einbecker SPD hat einen Termin gefunden, an dem sie ihren Kandidaten für die Bürgermeisterwahl wählen will. Es soll der 27. Juni sein, ein Sonnabend. Als Ort geben die Sozialdemokraten in einer Mitteilung die Sporthalle am Stadion in Einbeck an. Laut Statuten der SPD muss die Nominierung in einer Präsenzveranstaltung stattfinden. Andere Varianten, beispielsweise online oder per Briefwahl, sind ausgeschlossen. Damit waren die Genossen in der Corona-Pandemie mit ihren Kontakt- und Abstandsregeln unerwartet vor große Herausforderungen gestellt worden.

Sporthalle am Stadion in Einbeck.

Die Sporthalle sei “groß genug, um einen ausreichenden Abstand zwischen allen Teilnehmenden zu ermöglichen und damit die Erfüllung dieser und aller weiteren Auflagen zum Infektionsschutz zu gewährleisten”, schreiben die Sozialdemokraten. Alle Einbecker SPD-Mitglieder werden im Juni zu dieser Konferenz noch schriftlich eingeladen, kündigen sie an. Eine Uhrzeit für den 27. Juni nannten die Sozialdemokraten in ihrer Mitteilung zunächst nicht. Den Termin hatte die SPD kurzfristig vereinbaren können, erst seit dem 25. Mai und der an diesem Tage in Kraft getretenen Niedersächsischen Verordnung sind Versammlungen dieser Art überhaupt wieder erlaubt, “wenn sichergestellt ist, dass jede Person beim Betreten und Verlassen der Einrichtung sowie beim Aufenthalt in der Einrichtung einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu jeder anderen Person, die nicht zum eigenen Hausstand gehört, einhält” (§1 Abs. 5b).

Die SPD nutzt mit dem Ort ihrer Wahlkonferenz auch die Gunst der Stunde, weil am gleichen Ort in der Stadionsporthalle drei Tage vorher eine Sitzung des Einbecker Stadtrates stattfinden soll. Damit sind wesentliche Vorarbeiten bereits von der Stadtverwaltung geleistet, die die Sozialdemokraten nutzen können.

Die Einbecker SPD bereitet sich bereits seit Monaten auf die Nominierung des Bürgermeisterkandidaten vor und war tragisch kurz vor dem Ziel ausgebremst worden. Den ursprünglichen Wahl-Termin am 19. März musste die Partei drei Tage vorher wegen der beginnenden Einschränkungen in der Corona-Pandemie wegen des hohen Infektionsrisikos absagen. Um die Bürgermeisterkandidatur der Einbecker SPD bewerben sich unverändert Dirk Heitmüller, Alexander Kloss und Ulrike Schwartau. Alle drei hatten sich bereits in zwei Vorstellungsrunden vielen Mitgliedern bekannt gemacht. Damit werden sie nach dann mehr als drei Monaten Pause wieder von vorne beginnen können – und müssen zusätzlich die Folgen einer Pandemie für Einbeck in ihre Programmatik mit einbeziehen.

So ganz scheinen die Genossen indes noch nicht zu glauben, dass in Einbeck am 13. September tatsächlich eine Bürgermeisterwahl stattfindet. “Zum jetzigen Stand soll die Bürgermeister*in-Wahl gemäß Beschluss des Stadtrates am 13. September 2020 stattfinden”, schreiben die Sozialdemokraten vorsichtig in ihrer Pressemitteilung und beziehen sich dabei auf Überlegungen des Landesgesetzgebers, die sich nach der wahrscheinlich übereilten Wahl-Absage von Uslar ergeben haben. Fest steht jedoch, wie auch immer in Hannover entschieden wird: Es wird eine Bürgermeisterwahl mit einem Wahlkampf werden, wie ihn noch keiner zuvor erlebt hat.

So eng wie hier werden die Sozialdemokraten bei ihrer Wahlkonferenz nicht wieder zusammen sitzen, wenn sie unter den drei Bewerbern den Bürgermeisterkandidaten wählen. Archivfoto