Vor der Kommunalwahl: Tagebuch vom 2. September

Am 12. September sind Kommunalwahlen. Bis zum Wahltermin schreibe ich hier in einem Tagebuch jeden Tag alles auf, was mir im Zusammenhang mit den Kommunalwahlen an Besonderheiten auffällt, informiere über Termine, ordne Themen ein, kommentiere Vorgänge.

Alle 115 Kandidaten für die Stadtratswahl in Einbeck ringen um Aufmerksamkeit. Viele Pressemitteilungen trudeln in diesen Tagen in die Postfächer der Redaktionen. Die große Zahl und die Vielfalt der Kandidierenden macht den Wahlberechtigten ein Angebot. Natürlich können die Medien nicht alle 115 Kandidatinnen und Kandidaten vorstellen. Manche habe dafür Verständnis, manche nicht.

Die jüngsten Kandidaten stehen auf den CDU-Listen, der älteste Kandidat mit 88 Jahren ist auf der Kernstadt-Liste der Grünen zu finden. Der jüngste Kandidat von allen Parteien und Wählergruppen ist Frederic Otto. Er kandidiert auf der Kernstadt-Liste der CDU. Der (noch) 17-jährige Schüler, Jahrgang 2003, besucht zurzeit die 13. Klasse der BBS Einbeck mit dem Zweig Wirtschaft. Seit 2019 ist er im Vorstand der Einbecker CDU aktiv. Neben der Politik ist Frederic Otto seit 2009 Mitglied der DLRG und gibt jüngeren Kindern Schwimmunterricht. Otto findet es wichtig, dass auch jüngere Menschen in der Kommunalpolitik mitbestimmen dürfen. Denn sie hätten in bestimmten Bereichen durchaus eine andere Sichtweise als erfahrene Ratsmitglieder, sagt er. Damit mag er recht haben, die Mischung macht’s eben.

Achso, wenn Sie jetzt meinen, das sei eine Wahlempfehlung: Das stimmt nicht. Das ist eine Information. Alle Wahlberechtigten dürfen wählen, wen und was sie wollen. Wichtig ist nur, dass sie wählen und dass sie ein breites Angebot von unterschiedlichen Kandidaten auf den Wahlzetteln finden.

Frank Bertram, seit fast 25 Jahren hauptberuflich als Journalist in Einbeck und Umgebung tätig, berichtet in diesem Tagebuch seines Einbecker Politikblogs über die Ereignisse vor der Kommunalwahl 2021 in Einbeck.

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