Standort für Skulptur „1 und 1“ im Stukenbrokpark gefunden

Nun muss nur noch der Stadtrat am kommenden Mittwoch die Spende der AKB-Stiftung annehmen, dann könnte schon zu Ostern im Stukenbrokpark die Skulptur „1 und 1“ des Gehrdener Künstlers Hartmut Stielow (64) ihren Platz finden. Gestern suchte die vorbereitende Projektgruppe gemeinsam mit Vertretern der Ratspolitik anhand eines 1:1-Holzmodells nach dem richtigen Standort für die Skulptur im Park – und war sich dabei rasch einig. Das Angebot der Kunstfreunde und des Künstlers an die Stadt Einbeck, das 2,50 Meter hohe und gut zwei Tonnen schwere Werk aus Granit und Stahl auf ein Rasenstück unweit des Parkzugangs gegenüber der Einmündung zur Sertürnerstraße zu stellen, wurde einmütig akzeptiert.

Dort soll die Skulptur von Hartmut Stielow im Stukenbrokpark stehen, haben Vertreter der Fraktionen und das Projektteam mit dem Künstler anhand eines 1:1-Holzmodells besprochen.

Wie Günter Dietzek von der Projektgruppe erläuterte, werde die Skulptur bewusst nicht parallel zum Weg und zur Hecke ausgerichtet, dadurch entstehe eine dynamische Beziehung auf den Mittelpunkt des Parks. Unter der Skulptur wird eine 30×30 Zentimeter große Fläche mit dunkleren Steinen gepflastert, um im Kontrast zum hellen Granit zu stehen. In der linken unteren Ecke des Quadrats auf dem Boden soll es außerdem eine erläuternde Tafel zu „1 und 1“ geben. Die Skulptur wird noch graffitiabweisend grundiert.

„Mit der Reduktion auf die beiden Materialien Stahl und Granit werden die gegensätzlichen Werkstoffe in ein genau ausgewogenes Spannungsverhältnis zueinander gestellt“, heißt es in der Beschreibung des Kunstwerks von Hartmut Stielow. „Sein grundsätzliches Interesse gilt dem Ausbalancieren von Gegensätzen, seien sie nun durch das Material oder durch die miteinander konkurrierenden Formen bestimmt.“

Direkt nach der Ratsentscheidung, die Spende der AKB-Stiftung in Höhe von 50.000 Euro anzunehmen, soll die bereits fertiggestellte Skulptur aus dem Jahr 2003 durch die Firma Steinhoff Galabau gemeinsam mit dem Künstler im Park aufgestellt werden. In den nächsten Tagen ist ein kleines Modell der Skulptur noch in den Räumen der nahen Volksbank zu sehen.

Ein Viereck unter der Skulptur wird gepflastert. Im Hintergrund das Alte Postgebäude.
Das kleine Modell der Skulptur „1 und 1“ ist noch bis 16. März in der nahen Volksbank zu sehen.

Nachtrag 17.03.2022: Der Stadtrat hat die Spende in seiner Sitzung gestern einstimmig angenommen.

Nachtrag 31.03.2022: Der Aufbau der Skulptur „1 und 1“ wurde gestern im Stukenbrokpark vom Künstler mit Unterstützung der Firma Steinhoff Galabau Einbeck abgeschlossen. Bei der Skulptur umklammert das Stahlelement den Granitstein, der zu schweben scheint. „1 und 1“ ruht auf einem unter der Oberfläche installierten Trägersystem, für das die Statik berechnet wurde.

Die neue Skulptur „1 und 1“ im Stukenbrokpark Einbeck, im Hintergrund das Neue Rathaus.
Die neue Skulptur „1 und 1“ im Stukenbrokpark Einbeck, im Hintergrund das ehemalige Postgebäude.

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