Nicht alle haben ein iPad

Martin Wehner und Gabriele Kahn bei der iPad-Ausgabe.

Martin Wehner (Einbeck) und Gabriele Kahn bei der iPad-Ausgabe.

Christel Eppenstein (CDU) am iPad.

Christel Eppenstein (CDU) mit ihrem privaten iPad.

Ich finde die Entscheidung der Kreistagsabgeordneten richtig. Durch die Anschaffung von Tablet-Computern können sie die oftmals umfangreichen Unterlagen in den Sitzungen stets dabei haben, ohne dicke Papierstapel mitschleppen zu müssen. Aktuell und ohne Papierkosten können jetzt die Vorlagen den Politikern aufs iPad geschickt werden. In der jüngsten Kreistagssitzung wurden die Geräte ausgegeben, die die Kreistagsabgeordneten während ihrer Mitgliedschaft im Northeimer Kreistag benutzen dürfen.

Inzwischen kann ich durch die Antwort des Landkreises auf meine Anfrage auch noch ein paar interessante Details nachliefern:

Exakt 27.318,83 Euro haben die iPads den Landkreis und damit den Steuerzahler insgesamt gekostet.

Bisher wurden 47 Kreistagsabgeordnete mit je einem iPad ausgestattet. Der Kreistag hat 50 Mitglieder. Lediglich die Abgeordneten, die weiterhin die Unterlagen in Papierform erhalten wollten, haben keines bekommen, teilt die Kreisverwaltung heute mit. Interessant wird dann in der nächsten Sitzung zu beobachten sein, wie die Kreistagsabgeordnten (freilich nach einer Schulung) mit den Geräten umgehen und wer von den 50 noch auf Papier setzt.

Wer privat bereits ein iPad besitzt und als Abgeordneter nutzte, hat trotzdem ein neues, eines vom Landkreis bekommen. “Um etwaige Kompatibilitätsprobleme von vornherein auszuschließen, wurde nicht überprüft, ob die Abgeordneten bereits privat ein iPad besessen haben”, begründen die IT-Experten. “Durch die zentrale Beschaffung und die Erstkonfiguration der Geräte durch die IT-Abteilung des Landkreises ist gewährleistet, dass alle Abgeordneten technisch auf dem gleichen Stand sind, was auch den Support deutlich erleichtert.”

Heiner Hegeler (CDU) am iPad im Kreistag.

Heiner Hegeler (CDU) am (privaten) iPad in der Kreistagssitzung, rechts Timo Dröge, links Irnfried Rabe.

Die 47 iPads wurden nicht bei einem Unternehmen aus dem Landkreis Northeim erworben. “Die Beschaffung der Geräte erfolgte mittels freihändiger Vergabe. Dieses Vergabeverfahren nach VOL/A (d.h. Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen) wird für Liefer- u. Dienstleistungsaufträge bis 50.000 Euro angewendet. Hierbei müssen mindestens 3 Bewerber zur Angebotsabgabe aufgefordert werden. In diesem Fall hat die Firma Bechtle direct GmbH, Neckarsulm, den Zuschlag erhalten.”

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