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Kreiensen als Alibi?

Der neue Vorstand des Einbecker Seniorenrates (v.l.): Paul Traupe, Hein-Peter Balshüsemann, Wolfgang Keunecke, Lothar Dolle, Dietlind Ostermann, Jürgen Steinhoff.
Der neue Vorstand des Einbecker Seniorenrates (v.l.): Paul Traupe, Hein-Peter Balshüsemann, Wolfgang Keunecke, Lothar Dolle, Dietlind Ostermann, Jürgen Steinhoff.

Nach der Fusion mit Kreiensen wurde im vergangenen Herbst auch der Einbecker Seniorenrat neu gebildet, die Zahl der Mitglieder von neun auf 13 erhöht. Das neue, größere Stadtgebiet mit seinen 46 Ortschaften sollte sich auch in diesem Gremium, der Interessenvertretung der Menschen über 60 Jahre, abbilden. Das war jedenfalls das Ziel.

Diese Woche hat sich der neue Einbecker Seniorenrat zu seiner ersten Sitzung getroffen und einen neuen Vorstand gewählt. In dem findet sich allerdings nur ein einziger Vertreter aus dem Gebiet der Gemeinde Kreiensen. Das sagt selbstverständlich mitnichten etwas über die Qualität der Kreienser Interessenvertretung im Seniorenrat aus (zumal dieser stellvertretende Vorsitzende mit Lothar Dolle (63) aus Rittierode der profilierte und durchsetzungsstarke ehemalige Einbecker Polizeichef ist), aber gibt zumindest zahlenmäßig einen Eindruck von der Beteiligung. Noch nicht einmal alle vier zusätzlichen Sitze im Seniorenrat sind bei der Delegiertenversammlung Ende 2013 an Mitglieder aus dem Ex-Kreienser-Gebiet gegangen, es sind nur drei.

Natürlich gehört die Bereitschaft zu Kandidaturen dazu, ein Gremium wie den Seniorenratsvorstand paritätisch zu besetzen. Mit ein wenig mehr Vorbereitung, gutem Willen und Überzeugungsarbeit hätten jedoch bestimmt die Chancen nicht schlecht gestanden, wenigstens zwei Vertreter aus Alt-Kreiensen für den Vorstand des Einbecker Seniorenrates zur Wahl zu stellen. Da wurde eine Chance vertan. Immerhin soll jede dritte Sitzung im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Kreiensen stattfinden.

Und auch hier: Im Landesseniorenrat ist Einbeck künftig durch zwei Mitglieder vertreten, auch dieses allein wegen der Vergrößerung des Gremiums im Zuge der Fusion. Doch genauso gilt hier: Mit Ilka Dirnberger, die auch Vorsitzende des niedersächsischen Seniorenrates ist, und mit dem Vorsitzenden des Einbecker Seniorenrates, Hein-Peter Balshüsemann, sind auf Landesebene zwei Einbecker in Hannover dabei, niemand aus Alt-Kreiensen. Eine weitere Chance vertan, das neue Gemeindegebiet zu beteiligen.

Der neue Einbecker Seniorenrat.

Oder diente die Vergrößerung des Seniorenrates nur dazu, sich künftig lediglich in noch größerer Runde monatelang ergebnislos über rollatorenfreundliche Innenstadtpflaster zu unterhalten?

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