Über den aktuellen Stand der Bauarbeiten im neuen Pavillon auf dem Neustädter Kirchplatz hat jetzt die Stadt Einbeck informiert. Der Rohbau ist provisorisch eingehaust, das Dach abgedichtet und mit Dampfsperre versehen. So können die Handwerker der Technik-Gewerke im Gebäude ungestört und bei jedem Wetter arbeiten. Derzeit sind die Gewerke der so genannten TGA in Aktion, also der technischen Gebäudeausrüstung (Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektrik). Die Elektriker haben ihre Leitungen gezogen, die Rohbauarbeiten der Sanitäranlagen sind installiert, die Leitungen, Abflüsse und Anschlüsse dafür verlegt, ebenso sind die Arbeiten für Heizung und Lüftung im Gange. Sobald die technischen WC-Elemente stehen, können die Trockenbauer den nächsten Schritt gehen, bevor dann Waschbecken und Toiletten eingebaut werden. Die TGA-Gewerke sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Alles sei im Zeitplan, versicherten die Vertreter der Stadtverwaltung.
Zwei jeweils 100 Meter tiefen Erdsondenbohrungen versorgen eine Wärmepumpe und den dazu gehörenden Speicher mit Energie. Die Lüftung wird mit einer Wärmerückgewinnung versehen, der Lüftungskanal liegt dabei ungewohnt im Fußboden. Drei Deckenstrahlplatten werden für das Raumklima des großen Pavillonraumes sorgen, es erwärmen ebenso wie abkühlen. Immerhin wird der Pavillon große Glasfronten enthalten – überall, wo zurzeit die Planen sind. Bald werden außerdem die Heizschlangen für die Fußbodenheizung auf dem gedämmten Estrich verlegt und montiert. Dann kann der Fußboden folgen. Die LED-Beleuchtung in der Toilettenanlage wird mit Bewegungsmeldern gesteuert werden können, so dass auch hier nachhaltig Energie gespart wird. Für die Stromversorgung ist bislang noch keine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach vorgesehen, sondern dort ein Gründach. Eine PV-Anlage könnte aber nachgerüstet werden, dann würde jedoch das Gründach wegfallen.
Der große Kran ist abgebaut, in einigen Wochen werden mobile Kräne zeitweise notwendig, sobald die exakt auf den Rohbau eingemessenen Fassaden-Fertigelemente angeliefert und montiert werden. Sie sind bestellt und in der Produktion. Die Anlieferung ist auch der Grund, erläutert Tiefbau-Sachgebietsleiter Matthias Zaft, warum bislang nicht mit der Pflasterung des Platzes begonnen werden könne, da schweres Gerät noch den Pavillon unbeeinflusst beliefern können muss. Die Pflasterarbeiten werden im Frühjahr 2026 starten, sobald es die Witterung zulässt. Dann werden die heute vor dem Amtsgericht lagernden Pflastersteine an die Ostseite des Platzes transportiert, damit in jenem Bereich vor dem Gerichtsgebäude noch die restlichen verbliebenen archäologischen Grabungen stattfinden können. Der Technik-Schacht für den Brunnen bzw. das Fontänenfeld ist bereits produziert, hier muss sich kommendes Jahr noch zeigen, wie er ohne große Mehrkosten schlussendlich für die Wasserelemente genutzt werden kann. Die Bäume, die an der nördlichen Platzseite zur Hullerser Straße gepflanzt werden, wachsen bereits andernorts, bis sie zum Einsatz kommen: Wie alle Tiefbauarbeiten waren auch die Bäume Ende 2021 bereits in Auftrag gegeben worden (bevor die unzureichende Bodenverdichtung bekannt wurde und jahrelang Baustopp war, bis gutachterlich dazu entschieden wurde) und warten nun darauf, vor Ort eingepflanzt zu werden.

