Die aktuell zu beobachtende Pause bei den Pavillon-Bauarbeiten auf dem Neustädter Kirchplatz bedeutet keine Verzögerung, sondern ist eine Folge der laufenden Betonarbeiten. Das sagte Bauen-Fachbereichsleiter Jens Ellinghaus auf Nachfrage. Denn nachdem die Decke des Pavillons erstellt wurde, muss der Beton jetzt abbinden und aushärten. Während dieser Zeit könne und solle dort nicht gearbeitet werden, das sei entsprechend eingeplant. „Das ist erforderlich und vollkommen normal“, erklärte Ellinghaus.

Sobald die Stützkonstruktionen für den Rohbau entfernt werden können, wird dieser genau aufgemessen, damit die Glaselemente und Fertigteile für die Fassade passgenau produziert werden können, erläuterte der Fachbereichsleiter auf meine Nachfrage. Der Rohbau sei zügig und erfolgreich erstellt worden, es gebe keine Probleme. Der Beton erfülle die Anforderungen hinsichtlich Gebrauchstauglichkeit und Standfestigkeit, sagte Ellinghaus. Er räumte auf Nachfrage einen Mangel an der Oberfläche des Sichtbetons ein, der jedoch mit einem Anstrich oder „Betonkosmetik“ zu beheben sei. Darüber habe die Verwaltung auch im Verwaltungsausschuss Anfang Juli berichtet. Gefordert war nach den Worten des Fachbereichsleisters ein Sichtbeton der Sichtbetonklasse SB 4 und damit eine besonders hohe Oberflächengüte als gestalterisches Merkmal im Innenbereich des Pavillons. Sichtbetonwände zu erstellen sei sehr anspruchsvoll, es reichten schon geringfügige Verfärbungen, Unregelmäßigkeiten in der Porigkeit oder Unebenheiten auf der Oberfläche des Betons aus, dass diese Güte nicht erreicht werde, erläuterte Ellinghaus. Dies habe der Bauunternehmer sofort anerkannt, der Mangel werde auf seine Kosten behoben. Ein Schaden oder weitere Kosten für die Stadt Einbeck seien bei den Rohbaumaßnahmen nicht entstanden. Ein Abriss deswegen wäre vollkommen unverhältnismäßig, erklärte Ellinghaus.
Nächste Schritte der Bauarbeiten am Pavillon sind die Gebäudetechnik mit Sanitär und Elektrik, der Trockenbau für die Technik sowie die Notabdichtung des Daches für die weitere Bauzeit. Damit soll es laut Ellinghaus in der kommenden Woche weiter gehen. Jens Ellinghaus: „Es liegt alles im Zeitplan.“

Nachtrag 25.07.2025: Über eine Änderung im Bauablauf hat Fachbereichsleiter Jens Ellinghaus heute berichtet: Weil die Technik-Gewerke ab dem 11. August weniger Zeit benötigen werden, wird auch die provisorische Fassade und das Notdach sowie das Ausschalen erst kurz vor Beginn der Technik-Gewerke ausgeführt. Das sollte ursprünglich bereits jetzt passieren. „Durch den späteren Einbau verringert sich die Vorhaltezeit und damit das Risiko von Schäden an Fassade und Dach durch Witterung oder Vandalismus“, sagt Ellinghaus. Dank der Planänderung könnten Zusatzarbeiten und Zusatzkosten bei den ausführenden Unternehmen vermieden werden, erläuterte der Bauen-Fachbereichsleiter im Einbecker Rathaus. „Bis zum Beginn der Technikgewerke wird aber keine vergleichbare Bautätigkeit zu erkennen sein, wie es bislang vom Rohbau gewohnt war.“ Der Gesamtausführungszeitraum ändere sich nicht, dementsprechend liegen die Bauarbeiten am Pavillon weiterhin im Zeitplan, teilte Ellinghaus mit.
