Das Modellprojekt „Smart City“ endet zwar zum Jahresende nach fünf Jahren. Gemeinsam haben Akteurinnen und Akteure jetzt zurück geblickt, das Team von Smart City legte einen Abschlussbericht vor – Teil 1. Denn Smart City geht noch bis Mai 2028 weiter, so lange dauert der genehmigte Förderzeitraum für das Denkmal-Musterhaus in Knochenhauerstraße. „Es war eine intensive, inspirierende Zeit“, schaute Koordinatorin Rebecca Spaunhorst zurück. Man sei oft hingefallen, aber immer wieder aufgestanden. Und Geld allein, so ihr Fazit, bewege nichts, es seien immer die Menschen notwendig. Sie dankte ihrem Team, dem Beirat, den vielen Projektpartnern und Beteiligten. Rebecca Spaunhorst war seit Mai 2022 Projektkoordinatorin und ist bereits seit Anfang 2026 Fachdienstleiterin digitale Stadt und Digitalisierungsbeauftragte der Stadt Goslar. Ihr Anstellungsverhältnis mit der Stadt Einbeck endete Ende 2025. Im ersten Quartal 2026 war Rebecca Spaunhorst noch mit reduzierter Stundenzahl für die Stadt Einbeck tätig. Für das auslaufende Smart-City-Projekt und seine Abwicklung ist Spaunhorst von der Stadt Einbeck als Beraterin beauftragt worden.
Das Modellprojekt „Smart City“ Einbeck ist 2022 mit einem Budget von 4,6 Millionen Euro gestartet. Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek bezeichnete den fünfjährigen Zeitraum als intensive, wegweisende Phase der Stadtentwicklung. Der Weg sei nicht immer geradlinig verlaufen, man habe Umwege gehen müssen, gute und weniger gute Erfahrungen gemacht. Smart City habe Freiräume gegeben, neue Ideen auszuprobieren und innovative Ansätze zu entwickeln, beispielsweise Beteiligungsformate. Nicht alles habe funktioniert, aber man dürfe dankbar sein, dass man im Rahmen des Modellprojektes manches habe ausprobieren dürfen. Einige Strukturen würden auch künftig Bestand haben, sagte Michalek. So hätten sich beispielsweise die Techniksprechstunden für Senioren bewährt. Oder mit der App EinbeckGO sei eine neue Informationsplattform für die Kernstadt und die Ortschaften entstanden. Die Bürgermeisterin dankten allen, die den Entwicklungsprozess aktiv mit gestaltet hätten. Der Abschluss von Smart City sei kein Ende, sondern ein Übergang. Die Erfahrungen, Netzwerke und Lösungen der vergangenen Jahre seien eine wertvolle Grundlage für die weitere Arbeit, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und Einbeck als lebenswerte, innovative und starke Kommune zu gestalten. „Ich als Bürgerin freue mich darauf“, sagte die scheidende Bürgermeisterin.
Früh hat Smart City begonnen, diejenigen Projekte, die weitergeführt werden sollen, zur Verstetigung an die Stadtverwaltung und dortige Verantwortliche zu übergeben. „Smart City ist ein Sprint, den Marathon muss die Verwaltung laufen“, sagte Rebecca Spaunhorst. Die Staffelstäbe jedenfalls seien übergeben. Spaunhorst dankte Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek und PBR-Stabsstellenleiterin Ulrike Lauerwald, bei der das Modellprojekt in der Verwaltung angesiedelt war, „für ihren unbeirrbaren Glauben an Einbeck“.
Den Ortschaften Einbecks wurde drei Jahre lang die Möglichkeit geboten, sich im Rahmen eines Reallabore-Ideenwettbewerbs für Stipendien zu bewerben. Im Projektverlauf konnten vier Ideen ausgezeichnet und mit einem Budget von jeweils 5000 Euro realisiert werden, nicht alle benötigten das Geld vollumfänglich. Victoria Weindl vom Heimatverein Leinetal präsentierte bei der Abschlussveranstaltung von Smart City die Idee eines Salinenentdeckerpfads. Angeschafft werden konnte dafür bereits eine Hörstation, die wetterfest und stromunabhängig funktioniert. Die Säule soll auf dem Dorfplatz aufgestellt werden. „Wir bleiben dran“, versprach Weindl. Vielleicht lassen sich weitere Audiostationen auch über QR-Codes hinzufügen. Christine Jordan aus Vogelbeck stellte die solar-beleuchtete Bushaltestelle an der Hagebuttenstraße vor. Diese leuchte auch gleich die Straße besser aus, freute sie sich über die gewürdigte Idee. Am Neuesten ist die realisierte Idee des Dorfplatzes in Buensen, der erst vor wenigen Wochen eingeweiht werden konnte. Imke Brinckmann, künftiges Ortsratsmitglied, stellte die Gedanken vor, die hinter dem gemeinsamen Platz für das kleine Dorf (50 Einwohner) mit einem hohen Altersdurchschnitt, aber gleichzeitig hoher Einsatzbereitschaft stecken. In sieben Arbeitseinsätzen in diesem Jahr habe sich das Dorfleben positiv verändert und alle stärker zusammengeschweißt. Viele hätten mit angepackt, jeder nach seinen Möglichkeiten. Der barrierefreie Dorfplatz am Feuerwehrgerätehaus mit Schutzhütte, Bücherschrank, Spielekiste, Fahrradständer und Tauschbörse belebe das Dorfleben, förderte die Begegnungen und verbinde Generationen.

