Update | Solarpark und Batteriespeicher zwischen Voldagsen und Brunsen geplant

Es scheint tatsächlich nur auf dem Berge die Sonne zu scheinen: In den nördlichen Dörfern des Stadtgebiets soll nach Naensen, Stroit und Holtershausen ein weiterer Solarpark entstehen. Die Greenergy GmbH (Hamburg) möchte östlich von Voldagsen nördlich und südlich der B3 auf einer Fläche von rund 35 Hektar einen Solarpark mit einer Gesamtleistung von etwa 50 Megawatt Peak (MWp) errichten. Für die Photovoltaikanlage soll eine eigene Umspannstation in der Nähe gebaut werden, außerdem soll ein Batteriespeicher entstehen. Über diese seit August im Rathaus bekannten Pläne wird der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen in der letzten Sitzung der Wahlperiode am Dienstag, 27. Oktober, diskutieren (17 Uhr, Altes Rathaus).

Vorhabenträger Greenergy hat mit den Eigentümern der betreffenden Flächen zwischen Voldagsen und Brunsen nach eigener Darstellung entsprechende Nutzungsverträge abgeschlossen. Im Planungsverfahren soll neben dem Aufstellungsbeschluss für den „Solarpark Voldagsen“ die frühzeitige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung eingeleitet werden. Greenergy nennt einen frühestmöglichen Baustart im dritten Quartal 2028.

Das Vorhaben entspricht dem Kriterienkatalog der Stadt Einbeck für Photovoltaik-Freiflächen, den sich der Stadtrat 2025 selbst gegeben hat. Laut Beratungsunterlagen der Verwaltung werden alle Kriterien erfüllt: Anlagengröße, Abstände zur Wohnbebauung und zu anderen PV-Anlagen, kein Landschaftsschutzgebiet und ein Bodenwert unter 60 Bodenpunkten, damit nicht die wertvollsten Äcker für PV statt für Landwirtschaft genutzt werden. Der südliche Bereich des PV-Gebiets befindet sich in einer Hanglage am Stuckenberg, der nördliche Bereich in einer Tallage „Auf der Heide“, zwischen Voldagsen und der nördlichen Teilfläche des Plangebietes befindet sich laut Planer entlang des Stroiter Baches eine dichtgewachsene Gehölzstruktur, wodurch direkte Blickbeziehungen eingeschränkt seien. „Durch die Hanglage eignet sich das Plangebiet optimal für die PV-Nutzung“, heißt es in den Planungsunterlagen.

Nachtrag 27.10.2026: Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen hat heute einstimmig für den Aufstellungsbeschluss gestimmt. Damit wird das Beteiligungverfahren für das Projekt gestartet. Detlef Martin (SPD) sagte, es werde zwar keinen Widerstand aus der Bevölkerung geben, aber den Hinweis auf die überproportional betroffenen Ortschaften Auf dem Berge sollte Politik schon aufgreifen. Denn wie Dieter Scholz (Voldagsen) in der Einwohnerfragestunde ausrechnete, wären mit dem 35-Hektar-Projekt nördlich und südlich des Gunstbereiches Bundesstraße 3 exakt 92 Prozent der Photovoltaik-Anlagen auf dem Gebiet der Ortschaften Auf dem Berge lokalisiert. Die Belastungsgrenze sei erreicht. Baudirektor Jens Ellinghaus nannte die Obergrenze von 115 Hektar, die im Kritierienkatalog für das gesamte Stadtgebiet Einbeck festgelegt worden ist, eine politische Entscheidung – die natürlich vom nächsten Stadtrat änderbar sei. Ellinghaus sagte, die Projektentwickler fragten nun einmal konkret für Flächen in den nördlichen Dörfern an. Steuern könne eine Belastung nur der Stadtrat, der selbstverständlich Projektanfragen zurückstellen und abwarten könne, bis einmal im südlichen Stadtgebiet angefragt werde. Für die Solarparks bei Naensen und bei Stroit gebe es inzwischen Baurecht, nachdem der Landkreis die Änderung des Flächennutzungsplan genehmigt hat, berichtete Baudirektor Jens Ellinghaus.

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