Fahrrad-Parkhaus in der Knochenhauerstraße geplant

In der Knochenhauerstraße in Einbeck direkt neben der Tourist-Info im Eicke’schen Haus soll ein Fahrrad-Parkhaus entstehen. Außerdem soll der “Garten der Generationen” im Stiftsgarten erweitert und ein Konzept erstellt werden, wie Einbeck bei Bewegungen auf kurzen Distanzen klimafreundlicher mobil werden kann. Alles das ist Bestandteil einer Förderung durch das Programm “Zukunftsräume Niedersachsen” für das Projekt unter dem Titel “Einbeck macht (sich) fit”. 150.000 Euro erhält die Stadt Einbeck in den nächsten drei Jahren als Förderung, eigene 100.000 Euro kommen hinzu.

Am heutigen Spielplatz im Stiftsgarten: Fachbereichsleiter Joachim Mertens (l.), Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek, Projektleiter Peter Sobeck.

So schnell geht es sonst selten: Bis zum 15. März musste der Antrag gestellt werden, am 28. April hatte die Stadtverwaltung schon den Förderbescheid in der Post. Im Rathaus war man auf das Förderprogramm “Zukunftsräume Niedersachsen” aufmerksam geworden, hat sich eine fachliche Begleitung für den Antrag bei einem Büro in Hannover geholt und dann passgenau den Antrag gestellt. “Die Beratung durch das externe Büro hat sich bezahlt gemacht”, freut sich Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek über das Ergebnis der fachbereichsübergreifenden Arbeit in ihrem Rathaus. Einbeck erhält bis Mai 2023 insgesamt 150.000 Euro, im städtischen Haushalt waren bereits 100.000 Euro eingeplant für den “Garten der Generationen”. Somit hat die Stadt insgesamt 250.000 Euro zur Verfügung und eine Förderquote von 60 Prozent erreicht.

Unter dem Titel „Einbeck macht (sich) fit!“ bündelt die Stadt Einbeck drei Bausteine. Ziel aller Maßnahmen ist, die so genannte Nahmobilität im Sinne von Fahrradfreundlichkeit zu verbessern und außerdem die innerstädtische Aufenthaltsqualität zu erhöhen sowie gut erreichbare Angebote für Bewegung im Freien zu stärken, wie es in einer Presseinformation heißt.

Baustein A: Hier soll es ausschließlich um konzeptionelle Arbeit gehen. „Gesunde und klimafreundliche NahMobilität“ ist das Stichwort. Die Stadt möchte gemeinsam mit relevanten Akteuren und begleitet durch ein Fachbüro ein Konzept erstellen, um das Verkehrsnetz für den nicht-motorisierten Verkehr bedarfsgerecht zu optimieren. Im Fokus steht dabei das Fahrrad. Einbeck habe schon länger das Ziel, fahrradfreundliche Stadt zu werden, mit Maßnahmen wie Schutzstreifen oder Öffnung von Einbahnstraßen für den entgegen gesetzen Radfahrer habe man hier auch schon durchaus etwas erreicht, sagt die Bürgermeisterin. Ihr Wunsch ist jedoch, dass es in Zukunft mehr Wege für Fahrradfahrer gibt und dass beispielsweise Elektrofahrzeuge für eine Mobilität im Nahbereich ausgeliehen werden können – Besucher ebenso wie Einheimische. Einbinden möchte die Stadt die Bürgerschaft, Vereine wie den ADFC, Verkehrsträger wie die Ilmebahn, die Stadtwerke sowie ortsansässige Unternehmen und Einrichtungen (Kulturstiftung Kornhaus/PS-Speicher).

Das Haus Knochenhauerstraße 2 soll ein Parkhaus für Fahrräder werden.

Baustein B: Hier wird’s konkret. Das der Stadt gehörende, leerstehende denkmalgeschützte Fachwerkhaus Knochenhauerstraße 2 (direkt neben Tourist-Info im Eicke’schen Haus) soll zum ersten Fahrradparkhaus Einbecks mit abschließbaren Fahrradabstellmöglichkeiten werden, das Einheimische und Touristen gleichermaßen nutzen können. Dafür sind umfangreiche Umbauten notwendig, entsprechendes Mobiliar muss angeschafft und ein digitales Zugangssystem eingerichtet werden. Das Erdgeschoss mit rund 100 Quadratmetern Grundfläche soll durch den großen runden Torbogen betreten werden, sagt Baudirektor Joachim Mertens. Etwa zehn abschließbare Boxen werden man wohl installieren können. Eventuell lasse sich hier auch eine E-Ladestation für Fahrräder integrieren. Mertens hofft, dass das Angebot deutlich besser angenommen wird wie die bislang stehenden Metall-Fahrradboxen etwa am Möncheplatz. Eingebunden werden sollen unter anderem die Tourist-Information, die Stiftung Eicke’sches Haus, die Einbecker Wohnungsbaugesellschaft sowie Sparkasse und Volksbank.

Baustein C: Hier setzt die Stadt Einbeck auf bereits bestehende Überlegungen auf, den „Garten der Generationen“ im Stiftsgarten zu erweitern. Inklusive dem Kinder-Spielplatz soll dieser zu einem so genannten Aktivpark umgestaltet werden – und besser und barrierefreier erreichbar werden. Dafür soll unter anderem der aktuelle Fußweg an der Bahnstrecke für den Radverkehr geöffnet und besser befahrbar werden. Außerdem soll ein benachbartes Rasen-Grundstück der katholischen Kirchengemeinde integriert werden. Der Aktivpark soll nach dem Willen der Planer gleichermaßen Begegnungsraum und Bewegungsraum werden und Aktivitäten im Freien fördern, schildert Projektleiter Peter Sobeck. Es sind Bewegungsflächen für Jung und Alt geplant (von einem Bewegungsspielplatz für die Kleinen über ein Beachvolleyballfeld für
die Jugendlichen bis hin zur Bewegungsfläche mit Fitnessgeräten und einem “Wellenweg” für alle Altersklassen). Die bereits vorhandenen Angebote (z.B. Boulefläche, Basketballkorb oder Schach-Sitzecke) und Geräte bleiben dabei bestehen. Die Detailplanung will die Stadtverwaltung mit mehreren Akteuren (Planungsgruppe “Garten der Generationen”, Stadtrat, Seniorenrat, Kirche, Musikschule sowie Kinder und Jugendliche) betreiben.

Im künftigen Fahrradparkhaus im Haus Knochenhauerstraße 2 (v.l.): Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek, Baudirektor Joachim Mertens, Denkmalpflegerin Krimhild Fricke, Projektleiter Peter Sobeck.

250.000 Euro sind viel Geld. Die Beteiligten werden nun aber darauf achten müssen, dass nicht zu viel Geld in Papier, sprich in Konzepte investiert wird. Der Umbau eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses ist aufwändig (und kostet manchmal viel Geld), selbst wenn es zunächst nur um die Sanierung des Erdgeschosses geht. Gut daher, dass die heimischen Geldhäuser ins Boot geholt werden. Auch Geräte für den Outdoor-Sport haben manchmal ein beachtliches Preisniveau, das Projektpläne strapazieren kann. Außerdem werden alle darauf achten müssen, dass bei den eingeplanten und durchaus wichtigen Beteiligungsprozessen die Diskussionen zielführend sind und nicht so ausufernd geführt werden, dass am Ende keine Zeit mehr für die Umsetzung bleibt. Drei Jahre sind schnell vergangen.

Experten geben Empfehlungen für Problemzonen

Krimhild Fricke, Joachim Mertens, Dr. Ulrike Wendland, Thomas Dienberg, Dr. Sabine Michalek.

Sie haben das Schöne gesehen in Einbeck. Aber auch die Problemzonen. Die Mitglieder der Expertengruppe Städtebaulicher Denkmalschutz im Bundesinnenministerium waren zu ihrem zweitägigen Herbsttreffen gemeinsam mit weiteren Experten der Städtebauförderung in der Stadt zu Gast und unterwegs. Ein gemeinsamer “problemorientierter Stadtrundgang” stand neben Vorträgen im Rathaus auf der Tagesordnung. Entstanden sind daraus mehrere Empfehlungen. “Wir sind dankbar für die Expertise”, sagte Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek. “Das bringt uns weiter, vermittelt wertvolle Kontakte und Hinweise.” Beim Abschlussgespräch waren auch Vertreter mehrerer Ratsfraktionen dabei. “Stadtentwicklung geht uns alle an”, sagte Michalek. Gefragt sei eine inhaltliche, keine politische Diskussion. Über eine sachliche, von Inhalten bestimmte Debatte in diesen Fragen würde sich auch der Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauen, Joachim Mertens, freuen. “Wir sind ermutigt worden”, lautete sein Fazit. Und Krimhild Fricke, im Rathaus zuständig für Denkmalpflege, ergänzte: “Uns ist der Rücken gestärkt worden.”

Die Expertengruppe besteht aus Stadtplanern, Denkmalpflegern, Landschaftsarchitekten und Verkehrsplanern und begleitet das Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz fachlich. Man verstreue bei den Besuchen und den Empfehlungen nicht die Weisheit, formulierte es die Vorsitzende Dr. Ulrike Wendland, Landeskonservatorin in Sachsen-Anhalt. Das Gremium sei selbst lernend, nehme bei den Besuchen viel auf und sehe sich eher als ein Verteiler von Wissen. Erschwernisse für Investments in alten Häusern seien übrigens nicht allein Fragen des Denkmalschutzes, sagte Vorsitzender Thomas Dienberg, Stadtbaurat in Göttingen. Kreditvergaberichtlinien machten es schon Menschen ab 50 Jahren oftmals schwer, noch investieren zu können.

Im Fokus der Expertengruppe stand das aktuelle Fördergebiet Neustadt-Möncheplatz. Die Neustadt südlich der Altendorfer/Hullerser Straße wirke wie ein “vergessener Stadtteil”, sei aber durch seine Nähe als Wohnquartier äußerst attraktiv. Dafür müsse jedoch die ehemalige B3-Ortsdurchfahrt noch stärker ihren trennenden Charakter verlieren, dürfe der Autoverkehr nicht mehr so deutlich dominieren. Den bevorstehenden Umbau des Neustädter Kirchplatzes sehen die Experten als Anker für eine Revitalisierung und guten Impuls für eine Quartiersbelebung. Vorbildlich habe hier die Stadt einen Architektenwettbewerb ausgelobt, der einen multifunktionalen Platz ergeben habe. Die Fachleute raten bei der jetzt anstehenden Umsetzung dazu, auf dem Platz für Aufenthaltsqualität zu sorgen, ein Wasserspiel sei für Kinder immer anziehend. Keinesfalls sollte der Platz hauptsächlich zum Parken genutzt werden. Die Expertengruppe empfiehlt für den Platz das wertigere Natursteinpflaster statt Betonpflaster, von einer “Diskountlösung” rieten die Fachleute ab, da ärgere man sich nach wenigen Jahren häufig nur.

Der Rundgang hat für die Expertengruppe ergeben, dass Sanierung durchaus Tradition in der Stadt habe, in manchen Bereichen aber längst die Sanierung der Sanierung angezeigt wäre. Dringend raten die Fachleute zu einer Werbeanlagen-Satzung. Der nicht einfache Weg zu einer solchen Satzung liefere oft schon wichtige Ergebnisse und führe dazu, Werbetafeln nicht überall lieblos an die Häuser zu montieren.

Bei der Baulücke Altendorfer Straße 24/26 empfehlen die Experten, den Bauplatz mit der in der Backofenstraße anliegenden ehemaligen Brennerei gemeinsam zu planen, wobei wie grundsätzlich in der Stadt die Kleinteiligkeit bleiben solle und nicht parzellenübergreifend gebaut werden sollte. In der aktuell mit Containern besetzten Baulücke könne attraktiver Wohnraum geschaffen werden, vielleicht sogar in moderner Holz-Lehmbauweise. Das könnte dann auch den Ruf von Einbecks Baukultur, die in früheren Jahrhunderten durchaus vorbildlich war, wieder erneuern. Auch das Areal Ecke Knochenhauerstraße / Neue Straße sollte nach Expertenmeinung schnellstmöglichst wieder bebaut werden. Jahrelange Brachen seien die falschen Antworten auf Stadtentwicklung.

Ermutigt hat die Expertengruppe die Stadt Einbeck, sich Gedanken über den Möncheplatz zu machen, den ersten Platz für mit der Bahn anreisende Besucher, die auf dem Weg zum Marktplatz sind. Das dauere seine Zeit, die Bürger sollten bei einem Ideenwettbewerb beteiligt werden, vielleicht lasse sich auch eine Hochschule gewinnen, hier vergleichbar einem Architektenwettbewerb Pläne zu machen.

Bald Bauarbeiten auf Brache?

Die Senfmühle will sich erweitern.

Viele Menschen fragen sich, wann (endlich) auf der Brache an der Ecke Knochenhauerstraße/Neue Straße im Herzen der Innenstadt etwas passiert. Seit dem Abriss der Gebäude sind bereits einige Monate vergangen. Viel gehört oder gelesen hat man seitdem nicht mehr. Bald könnte indes Bewegung jedenfalls in die seit langem geplante Erweiterung der Einbecker Senfmühle kommen. Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek sagte außerdem gestern im Stadtrat, dass die archäologischen Untersuchungen auf dem Areal nach dem Abriss der Gebäude abgeschlossen seien. Die Stadt erwarte nunmehr den Bauantrag für einen Neubau auf der Straßenecke. Vor dem Abriss der maroden Häuser an der Ecke hatte die Stadt Einbeck aus Sicherheitsgründen ein Betretungsverbot für das direkt an die Senfmühle anschließende Grundstück Knochenhauerstraße 24 ausgesprochen. Durch die daher eingetretene Verzögerung und letztlich nun notwendige Planänderung ist der bereits 2018 vorgesehene Erweiterungsbau bislang noch nicht realisiert. Laut Bürgermeisterin ist aktuell eine Fortsetzungs- und Feststellungsklage des Eigentümers anhängig. Solche Klagen dienen in der Regel dazu, eventuell entstandenen Schaden festzustellen, um dessen Ersatz auf seriöser Grundlage einfordern zu können.

Das Grundstück an der Ecke Neue Straße/Knochenhauerstraße.

Neues von den Baustellen

Nach dem Abriss: Knochenhauerstraße/Ecke Neue Straße, links die Senfmühle.

Frühjahrszeit ist Baustellenzeit. Auch in Einbeck. Da wird’s in diesen Tagen wieder schwer, den Überblick zu behalten. Auch in der jüngsten Stadtrat-Sitzung war von einigen Baustellen die Rede. Deshalb hier der Versuch eines Überblicks – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Die Baustelle mit den wohl meisten Beobachtern in den vergangenen Tagen ist schon wieder Geschichte, zunächst jedenfalls: Der Abriss der Gebäude Knochenhauerstraße 22 / Ecke Neue Straße im Herzen der Altstadt ist erfolgt, die Straßen sind wieder befahrbar. Was auf dem Areal nun geschehen wird, darum ranken sich Spekulationen. Der Eigentümer des Grund und Bodens ist jedenfalls mit seinen Plänen bislang noch nicht an die Öffentlichkeit gegangen. Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek erklärte am Mittwoch im Stadtrat, “die juristisch komplizierte Situation in diesem Gebiet konnte durch einen gerichtlichen Vergleich gelöst werden”. Innerhalb eines Jahres nach dem jetzt “aus bauordnungsrechtlichen Gründen”, wie es hieß, erfolgten Abriss der Gebäude müsse der Eigentümer des Grundstücks einen Bauantrag für einen Neubau einreichen. Die auf Eis liegende Erweiterung der Einbecker Senfmühle um ein Besucherzentrum könne nun fortgesetzt werden, teilte die Rathauschefin mit.

Der Neubau des Kindergartens Vogelbeck liegt laut Bürgermeisterin im Zeit- und Kostenplan. Das Gebäude inklusive Putz- und Estricharbeiten sei fertig, die Rohbauinstallation der technischen Gewerke abgeschlossen. Aktuell sei mit den Fliesen- und Innenausbau-Arbeiten begonnen worden. Die Fassadenarbeiten sollen laut Bürgermeisterin im April/Mai ausgeführt werden. Ziel sei, Ende Juni umzuziehen, damit der Abbruch des bestehenden Gebäudes im Juli folgen könne. Michalek: “Mit Freude sehe ich der Einweihungsfeier am 31. August dieses Jahres entgegen”.

Beim Großprojekt Multifunktionshalle ist die Ausführungsplanung abgeschlossen, die Baugenehmigung liegt vor. Baubeginn zwischen Twetge und Kohnser Weg neben dem Haus der Jugend ist laut Bürgermeisterin für Anfang Mai geplant. Ziel ist, die Multifunktionshalle als Bereicherung für die Kinder- und Jugendarbeit in Einbeck Anfang 2020 fertiggestellt zu haben.

Die Arbeiten am ehemaligen Waisenhaus in der Baustraße 23, das im Eigentum der Hospitalstiftung ist, schreiten laut Bürgermeisterin voran und liegen im Kostenplan, wie sie im Stadtrat sagte. Es sei vorgesehen, das Projekt im Sommer dieses Jahres abzuschließen.

Wie es am Neustädter Kirchplatz voran geht, wird der Verwaltungsausschuss in seiner nächsten Sitzung Ende April beraten. Das sagte die Bürgermeisterin im Stadtrat. 2019 soll dort die Trafostation aus der unterirdischen Toilettenanlage in eine neue Trafostation im Bereich des geplanten Pavillons verlegt werden. Außerdem sollen das ehemalige Gemeindehaus und die Toilettenanlage abgerissen und letztere verfüllt werden; alle Waschbetonbauteile, Befestigungen und Treppenanlagen sollen auch abgerissen werden. Dann können archäologische Grabungen in diesem Bereich durchgeführt werden. Wie die Bürgermeisterin sagte, bleiben durch diesen Bauablauf die gesamten Parkplätze im Bereich des Neustädter Kirchplatzes zunächst erhalten. 2020 will die Stadt nach abgeschlossener Entwurfplanung dann die Straßenzüge Hullerser, Benser und Papenstraße beginnen, 2021 ist nach aktueller Planung der Bau des Platzes vorgesehen.

Die Rabbethgestraße wird wegen dringend erforderlicher Arbeiten am Stromnetz zwischen Langer Wall und Hubeweg vom 8. bis 18. April zur Einbahnstraße in Fahrtrichtung Hubeweg und halbseitig gesperrt, wie die Stadtwerke Einbeck heute mitteilen.

Wegen Dachdeckungsarbeiten ist die Hohe Münsterstraße noch bis voraussichtlich 12. April für den Durchgangsverkehr gesperrt, teilt die Stadt auf ihrer Website mit. Eine Umleitung sei ausgeschildert.

Der Ausbau der Ortsdurchfahrt Naensen startet am 8. April. Zwischen der Einmündung zur B 3 und dem Ortsausgang in Richtung Greene erfolgt der Ausbau in fünf Bauabschnitten, teilt der Landkreis Northeim mit. Auf einer Länge von insgesamt 1200 Metern werden sowohl die Fahrbahn als auch die Gehwege der Stadt Einbeck und der Regenwasserkanal der Stadtentwässerung Einbeck erneuert. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende Mai 2020 dauern. Der Fernverkehr sowie der Schwerlastverkehr werden bereits an der B 64 bei Greene während der gesamten Bauzeit über die B 64 und die B 3 umgeleitet. Über den weiteren Bauablauf und die damit verbundenen Sperrungen will der Landkreis rechtzeitig informieren. Die Anwohner haben die Gelegenheit, ab dem 17. April jeweils mittwochs in der Zeit zwischen 12.30 und 13 Uhr zum Baubüro in der Masswelle 15 (Fa. Heinrich Fischer Transporte) zu kommen, um dort aktuelle Informationen zu bekommen.

Der letzte Bauabschnitt des Ausbaus der Hullerser Landstraße hat Mitte März begonnen, die Vollsperrung zwischen Hansestraße und Allensteiner Straße ist nach Ostern vorgesehen.

Die Bauarbeiten am Neubau “Convivo Park Einbeck” an der Kolberger Straße schreiten laut Bürgermeisterin zügig voran, der Bauherr plane Ende Mai das Richtfest.

Nach dem Abriss: Knochenhauerstraße/Ecke Neue Straße in Blickrichtung Norden, rechts die Senfmühle.

Nach dem Abriss: Knochenhauerstraße/Ecke Neue Straße in Blickrichtung Südosten.

Mehr Platz in der Knochenhauerstraße

Knochenhauerstraße, links die ursprünglich für die Senfmühle-Erweiterung vorgesehene Baustelle, in der Mitte Hausnummer 22.

Der Häuserkomplex an der Knochenhauerstraße / Ecke Neue Straße in Einbeck kann abgerissen werden – “in Kürze”. Das sagte Fachbereichsleiter Joachim Mertens am Dienstag im Stadtentwicklungsausschuss auf eine Anfrage des Grünen-Ratsherrn Manfred Helmke nach dem Sachstand der Senfmühle-Erweiterung. Die juristischen Probleme, die Abriss und Neubeplanung des kompletten Areals westlich der heutigen Senfmühle-Baustelle blockiert hatten, seien geklärt worden, erläuterte Mertens. Die Knochenhauerstraße werde für die Abrissarbeiten gesperrt werden müssen, einen Termin nannte er zunächst nicht. Die Stadt Einbeck erwarte innerhalb eines Jahres einen Bauantrag für den Neubau auf der Straßenecke des Quartiers, sagte der Fachbereichsleiter. Welche Auswirkungen dieser Umstand auf den geplanten und seit Monaten stockenden Erweiterungsneubau der Einbecker Senfmühle haben wird, blieb zunächst offen, ein angefragte Stellungnahme liegt noch nicht vor.

Die Einbecker Senfmühle hatte im Juni vergangenen Jahres das von ihr bereits vor einiger Zeit erworbene, benachbarte Gebäude Hausnummer 24 abreißen lassen, um auf dem Grundstück einen Neubau zu errichten und den Standort zu erweitern. Entstehen sollten bis November auf 136 Quadratmetern Grundfläche im Erdgeschoss ein Besucherzentrum mit kleiner Küche, im Obergeschoss weitere Büro- und Besprechungsräume sowie im Dachgeschoss eine weitere Ferienwohnung. Das Unternehmen wollte dafür rund 600.000 Euro investieren, sagte damals Geschäftsführer Rainer Koch. Doch dann kam der Baustopp: Weil Gefahr durch das Nachbargebäude Nummer 22 bestehe, das auch nur noch abgerissen werden könne, gebe es seit Juli 2018 ein Betretungsverbot für das Baugrundstück, erklärte Koch beim Einbecker Neujahrsempfang im Januar. Hinzu komme bei den Eigentumsverhältnissen des Nachbargrundstücks ein kompliziertes gerichtliches Dreiecksverfahren, an dem auch die Stadt beteiligt sei, sagte Koch damals: “Wir haben ein Jahr verloren, und das Ende ist noch nicht abzusehen, aber wir lassen uns nicht entmutigen und halten an unserem Vorhaben fest.”

Etwa 3000 Besucher kommen heute pro Jahr in die Senfmühle, besuchen dort Führungen und erfahren viel über die Herstellung der verschiedenen Würzsenfe. Das neue Besucherzentum soll mit einer Kapazität für 20.000 Besucher pro Jahr Abhilfe schaffen. Die im Jahr 2010 gegründete Einbecker Senfmühle beschäftigt heute insgesamt acht Mitarbeiter, produziert jährlich rund 100.000 Gläser Senf in insgesamt zehn verschiedenen Sorten.

Nachtrag 15.03.2019: Heute hat die Stadt Einbeck mitgeteilt, wann mit dem Abriss konkret begonnen werden soll. “Aus bauordnungsrechtlichen Gründen” werde das Gebäude Knochenhauerstraße 22 abgerissen, heißt es in einer Presseinfo. Die Abbrucharbeiten sollen ab dem 25. März 2019 beginnen und etwa zwei Wochen dauern. In dieser Zeit ist es laut Stadtverwaltung notwendig, Teile der Neuen Straße und der Knochenhauerstraße für den Verkehr zu sperren, für Einschränkungen bitte man um Verständnis. Ergänzend auf meine Nachfrage teilte die Stadt mit, dass die Ecke Neue Straße / Knochenhauerstraße so gesperrt werde, dass die Zufahrt zur Mitarbeiter-Tiefgarage der Sparkasse gegeben sei. Das Kunden-Parkdeck könne während dieser Zeit hingegen nicht angefahren werden.

Abriss geplant: Gebäude Ecke Knochenhauerstraße / Neue Straße

Nachtrag 27.03.2019: Nachdem am Montag und Dienstag noch keine Straßensperrung vorgenommen war, haben die sichtbaren Abrissarbeiten an den Gebäuden heute (Mittwoch) begonnen, dafür wurden jetzt auch die Knochenhauerstraße und die Neue Straße für den Durchfahrtsverkehr voll gesperrt. Laut Stadtverwaltung haben die Mitarbeiter der Baufirma bereits am Dienstag vorbereitende Maßnahmen im Gebäudeinneren von Neue Straße 9 durchgeführt, unter anderem Deckenplatten entfernt, das Gebäude entrümpelt. Da die Baustoffe auf dem Grundstück nicht getrennt werden können, mussten zunächst vor dem Abriss die Dachziegel abgetragen werden, informierte die Stadtverwaltung auf Anfrage. Nun kann der Bagger abreißen.

Der sichtbare Abriss hat am 27. März begonnen, Neue Straße und Knochenhauerstraße sind voll gesperrt.

Start des Abrisses, hier an der Ecke Neue Straße/Knochenhauerstraße.

Lücken-Schluss?

Seit fast zehn Jahren eine Lücke: das Grundstück Lange Brücke 5.

Seit fast zehn Jahren eine Lücke: das Grundstück Lange Brücke 5.

Ist fast zehn Jahre nach dem Großbrand in der Langen Brücke bald Schluss mit der Lücke? Zumindest gibt es aktuell eine Bauvoranfrage eines “engagierten Einbecker Bürgers” für das der Stadt gehörende Grundstück Lange Brücke 5, sagte Baudirektor Gerald Strohmeier in der Fragestunde des Stadtrates. Es werde geprüft, ob die Pläne des engagierten Einbeckers umsetzbar seien, weitere Einzelheiten nannte der Bauamtsleiter zunächst nicht.

Brandlücke Altendorfer Straße. Archivfoto

Brandlücke Altendorfer Straße. Archivfoto

Für die Grundstücke der Brandlücke in der Altendorfer Straße gibt es Wertgutachten. Die Eigentümer wollten das Areal verkaufen, sagte Strohmeier auf eine Anfrage des Ratsherrn Jörg Brödner (CDU). Eventuell könnten für einen Lückenschluss Fördermittel aus dem Programm Städtebaulicher Denkmalschutz abgerufen werden, in dessen Gebiet die Fläche liegt.

Und für eine weitere wenig schöne Stelle in der Innenstadt zeichnet sich auch noch keine endgültige konkrete Lösung ab: Für die Häuser in der Knochenhauerstraße 2 und 4, die durch die früher gemeinsame Nutzung (Gardinen-Geschäft) am Besten gemeinsam genutzt werden sollten, ist laut Strohmeier noch kein einheitliches Konzept gefunden. Das eine Grundstück gehört der Stadt, das andere einem Privatbesitzer.

Blick durch den Bauzaun.

Blick durch den Bauzaun.

Blick durch den Bauzaun.

Blick durch den Bauzaun.

Nachtrag 15.03.2014: Bei der so genannten Umsetzungskonferenz für das neue Integrierte Entwicklungs-Konzept (IEK) der Stadt Einbeck tauchte die Idee auf, als Übergangslösung in der Brandlücke einen Biergarten einzurichten. Dafür sei mit vergleichbar geringem Aufwand notwendig, hieß es, eventuell könnten interessierte Vereine den Biergarten bewirtschaften.