Die vor zwei Jahren eröffnete Fahrradgarage in der Knochenhauerstraße steht meistens leer. Das ist das Ergebnis meiner Anfrage bei der Stadt Einbeck nach den Nutzerzahlen für die zehn Fahrradboxen im Erdgeschoss des Gebäudes. Im Jahr 2023 registrierte das elektronische Zugangssystem vier Buchungen, erklärte ein Sprecher der Stadtverwaltung. Die Fahrradgarage war im Juli 2023 gestartet. Für das Jahr 2024 liegen im Rathaus bis heute noch gar keine Zahlen vor, als Grund nannte der Sprecher einen Betreiberwechsel von „Openbikebox“ zu „Smartbikebox“; dort muss eine Fahrradbox online registriert und bezahlt werden. Geschätzt und nach Beobachtungen der Touristikerinnen könne man jedoch von der gleichen Nutzungsfrequenz wie im ersten Jahr ausgehen, also ebenfalls etwa vier Nutzungen im gesamten Jahr 2024. „Es ist wirklich sehr schade, dass diese Abstellmöglichkeit so wenig frequentiert wird“, erklärte der Stadtsprecher.
Deutlich besser, wenngleich auch noch steigerungsfähig sind die Zahlen für die gleichzeitig am Möncheplatz eröffneten Schließfächer. Die Zahlen-Recherche in der Verwaltung ging auch schneller: Seit Juli 2023 sind dort 776 Buchungen registriert worden. Enthalten sind dabei allerdings auch die Testbuchungen in der Startphase. Die Fahrradstation am Möncheplatz mit 14 Schließfächern, die kostenlos genutzt werden können, bieten in den Fächern Lademöglichkeiten für Akkus, der Strom ist kostenfrei. Zugang zu den Schließfächern bekommt man über eine Geldkarte, die das Wellen-Symbol enthält. Diese Karte mit der RFID-Technik muss vor den Terminal gehalten werden, dann springt die Tür zum vorher ausgewählen Schließfach auf. Die Dauer der Nutzung kann vorab eingestellt werden.
Die Fahrradgarage in der Knochenhauerstraße 2 ist Bestandteil des „Denk!Mal-Musterhaus“, einem Kernprojekt von Smart City. Als jüngst eine noch einige Tage im Flur des Neuen Rathauses laufende Ausstellung mit Nutzungsideen von Studierenden für das Fachwerkgebäude vorgestellt wurden, hatten einige die vorhandene Fahrradgarage in ihre Pläne integriert, andere hätten sie lieber nicht an dieser Stelle, weil sie das komplette Erdgeschoss gerne anders genutzt sehen möchten. Die eigentlichen Bauarbeiten im Musterhaus (Knochenhauerstraße 2 und 4) verzögern sich, „frühestens im Herbst“ rechnete kürzlich Bauen-Fachbereichsleiter Jens Ellinghaus mit dem eigentlich schon im Juni geplanten Start der sichtbaren Arbeiten.


Die Lage ist im Vergleich zum Möncheplatz sicher allenfalls zweitrangig. Außerdem sah die Fahrradgarage bis vor wenigen Wochen nach einer Baustelle aus.
Danke für die Nachfrage, das hatte ich mit meinem Hinweis unter „einbeckaktuell“ so erwartet. In Einbeck wird gebaut was gefördert wird, nicht was gebraucht wird! Große „Leuchtturm“-Projekte im Schneckentempo, zu kompliziert, zu teuer, ohne Transparenz, ohne Bedarfsanalyse und ohne Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und natürlich ohne echte Bürgerbeteiligung. Demnächst – durch die Hintertür – ein Wissensquartier light (Stadtmuseum) für mehrere Millionen im Alten Rathaus, damit irgendwann die Nutzerzahlen für den Fahrstuhl etwas höher ausfallen als für die Fahrradgarage.
Die Fahrradstation liegt zentraler und sichtbarer und ist besser zu erreichen als die Fahrradgarage. Außerdem sind beide nur in der App von Einbeck (und im Radwegeplan / Stadtplan) zu finden. An den Ortseingängen und am Bahnhof fehlt jegliche Beschilderung bzw. Information für Rad fahrende Besucher der Stadt. Vielleicht könnte man so als Tipp ja unter die Fahrradwegweiser noch Schilder diesbezüglich anbringen.
Ist vielleicht eine kostengünstige Möglichkeit.