Ehre für en plattdüütschen Schriever

Dass die Kommunalpolitiker in Einbeck beim Thema Straßennamen zurzeit etwas reserviert sind, ist nachvollziehbar. Durch die Fusion mit Kreiensen und die seit 2013 einheitliche Postleitzahl waren mehrere Straßennamen doppelt vergeben, Umbenennungen mit anfänglichem Adressenchaos waren die Folge. Doch für Friedrich Wille, den in diesem Jahr verstorbenen Kenner des ostfälischen Platt, sollte sich bitte bald eine passende Straße oder ein würdiger Platz finden lassen, die oder der nach ihm benannt werden kann. Und am Besten in Brunsen, dem Ort, aus dem Wille stammte. Der Kulturausschuss hat jetzt den Wunsch geäußert, dass sich der Ortsrat Auf dem Berge mit dem Vorschlag befassen solle. Friedrich Wille war Träger des Niedersächsischen Verdienstordens am Bande, der ihm für seine Verdienste um die ostfälisch-niederdeutsche Mundart verliehen wurde. Der 1925 in Brunsen geborene Wille war der Verfasser zahlreicher  Bücher und übertrug Literatur, Märchen, Gesangbuchtexte und schließlich die gesamte Bibel ins Plattdeutsche. Auch um die Erinnerung an NS-Zwangsarbeiter hat sich Wille mit mehreren Buch-Veröffentlichungen verdient gemacht. Die Bitte des Friedrich Wille langjährig freundschaftlich verbundenen Ortsheimatpflegers in Brunsen, Richard Hartwig, einen dauerhaften ehrenden Platz in der Geschichte der Stadt zu geben, sollte zeitnah erfüllt werden.

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