Welche Mobilität möchten die Bürger?

Bus- und Bahnangebot. (c) Planersozietät Dortmund

Bus- und Bahnangebot. (c) Planersocietät Dortmund

Das Mobilitätskonzept Innenstadt hatte der Stadtrat in seiner letzten Sitzung vor der Kommunalwahl nicht mehr angepackt, sondern nur zur Kenntnis genommen und imgrunde vertagt. Die Fraktionen sollen darüber nochmal befinden. Die in diesem Konzept vor allem für den Autoverkehr aufgeführten Maßnahmen, beispielsweise Änderungen der Verkehrsführung in Oleburg und Haspel, werden einstweilen nicht ausgeführt. Wiedervorlage im nächsten Stadtentwicklungsausschuss Ende November. In neuer politischer Besetzung. Über ein Mobilitätskonzept, bei dem es in erster Linie um den ÖPNV geht, möchten Stadt Einbeck und das beauftragten Fachbüro „Planersocietät“ aus Dortmund mit den Bürgern am Sonnabend, 24. September, diskutieren. Die Planer stellen zwischen 9 und 13 Uhr ihre Analysen auf dem Einbecker Marktplatz vor und wünschen sich Diskussion und regen Gedankenaustausch. Ziel des vom Verwaltungsausschuss beauftragten Mobilitätskonzeptes ÖPNV ist es, die Mobilität zwischen den Ortschaften und der Kernstadt zu verbessern. Dabei soll geprüft werden, wie Bus-, Taxi- und Individualverkehr mit dem Schienenverkehr verknüpft werden können. Das Planungsbüro will auch innovative Angebotsformen im ÖPNV sowie neue Angebote (z.B. E-Bike-Verleih oder Carsharing-Angebote) berücksichtigen. Gerade im Hinblick auf eine älter werdende Bevölkerung, aber auch um die Mobilitätsbedürfnisse von Familien mit Kindern und von Jugendlichen zu befriedigen, sei ein funktionierendes Nahverkehrssystem elementar, heißt es in einer Presseinfo der Stadt Einbeck. Untersuchungsgegenstand ist die Mobilität in der Kernstadt mit einer Veränderung des Stadtbusverkehrs ebenso wie die Mobilität in den Ortschaften mit einer Anbindung an die Kernstadt und die Bahnhöfe Kreiensen, Salzderhelden und Mitte.

Durch die Reaktivierung der Bahnstrecke von Salzderhelden bis Einbeck-Mitte Ende 2017 mit prognostizierten zusätzlichen 600 Fahrgästen werktäglich werden wesentliche bestimmende Faktoren im Bussystem der Stadt Einbeck verändert. Die direkte Anbindung des Schienenpersonennahverkehrs an den ZOB, der zurzeit umgeplant wird, bedingen neue Umsteigebeziehungen und Verknüpfungen in die Region, aber auch innerhalb der Kernstadt, erklären die Planer. Zudem existiere aus Kostengründen bis auf den Schulbusverkehr im Gebiet der gesamten Stadt Einbeck kaum noch ein funktionierender öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV). So seien insbesondere die Ortschaften in den Schulferien kaum an die Kernstadt angebunden. Das ehemalige Gebiet der Gemeinde Kreiensen sei zudem auch während der Schulzeiten aufgrund fehlender Schulbusverkehre nicht an die Kernstadt angebunden.

Wie die Parteien/Ratsfraktionen zu einigen Punkten stehen, hat der Seniorenrat vor der jüngsten Kommunalwahl in seinen Prüfsteinen abgefragt und hier hier aufgezeigt.

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