Wenn der Sachbearbeiter die Stelle wechselt…

Symbolfoto: Hochwasser im Leinepolder 2013.

…dann kann sich Planung schon mal verzögern. Das wird jetzt in einer Vorlage für die Beratungen des Bauauschusses am 19. Juni (17 Uhr, Sitzungssaal Altes Rathaus) deutlich. Der Fachausschuss hatte auf Initiative der FDP im Februar die Stadtverwaltung damit beauftragt mit dem Leineverband und dem Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Gesprächen die Themenfelder „Hochwasserschutz“ und Möglichkeiten der künftigen Förderung zu erörtern. Nun wechselt aber beim NLWKN der verantwortliche Sachbearbeiter die Stelle, wie das Rathaus der Politik mitteilt. Die Nachfolge sei noch nicht geregelt, deshalb könnten zurzeit “keine Termine wahrgenommen werden”. Der gesamte Hochwasserschutz hängt an einem einzelnen Sachbearbeiter? Das ist schon erstaunlich. Der Leineverband übrigens hat der Stadt Einbeck abgesagt. Auch hier gebe es keine Kapazitäten, man unterstütze zurzeit die Stadt Elze, die Samtgemeinde Leinebergland, die Stadt Alfeld und die Gemeinde Friedland bei den Überlegungen, den Hochwasserschutz zu verbessern. Und im Übrigen sei eine Teilnahme des Leineverbandes in Einbeck “aktuell entbehrlich”, wie es in der Antwort heißt. “Das Thema Hochwasserschutz für die Städte Einbeck und Dassel ist aus Sicht des Leineverbandes fachlich abschließend bearbeitet.” Eine Hochwasser-Linienschutz-Planung habe der Leineverband 2017 vorgelegt, wenn nun die Stadt dafür keinen Antrag auf Genehmigung einreichen wolle, sei das eben so. Umfangreiche Planunterlagen würden vorliegen, die gesichtet und bewertet worden seien. “Neue Erkenntnisse liegen hier nicht vor”, lässt der Leineverband wissen und “hat auch in den nächsten Jahren keine personellen Kapazitäten, um sich erneut mit dem Hochwasserschutz für Einbeck und Dassel zu beschäftigen.”