Einen befestigten Platz für größere Trauergesellschaften, zusätzliche Parkplätze an der Hubestraße und ein Lesepult aus Naturmaterialien – das hat Ratsherr Alexander Kloss (parteilos) in einem Ratsantrag für den Ruhewald Einbeck gefordert, mit dem sich der Stadtrat im März und im folgenden der Betriebsausschuss Kommunaler Bauhof intensiver beschäftigen soll. Überlegt werden sollte ferner, am Ruhewald eine einfache Schutzhütte aufzustellen.

Der Ruhewald auf der Hube erfreue sich in den vergangenen Jahren steigender Aufmerksamkeit – bei Wandernden, aber auch bei Menschen, die sich dort für eine Bestattung interessieren, schreibt Ratsherr Alexander Kloss in seiner Antragsbegründung. Bei größeren Trauergesellschaften stoße man als Teilnehmer bereits bei der Parkplatzsuche an der alten Hubestraße oftmals an Grenzen. Die aktuell vorhandenen Stellplätze an der „Hamburger Hütte“ reichten oft nicht aus, meint Kloss. „In der Konsequenz parken die Trauergäste dann am Fahrbahnrand oder fahren die Grünstreifen neben dem Fußweg kaputt. Hier böte sich aus meiner Sicht eine einfache Verlängerung der befestigten Parkfläche nach Norden an.“
Am Eingang zum Ruhewald bzw. auf dem Areal selbst fehlt es nach Auffassung von Ratsherr Alexander Kloss an einer befestigten Fläche, auf der bei Matsch und Schnee auch eine etwas größere Trauergesellschaft Platz finde und in der Gruppe der Trauerfeier folgen könne. Wünschenswert sei zudem ein Lesepult, idealerweise aus Naturmaterialien, zum Beispiel einem alten Baumstamm, einer großen Wurzel o.ä., das den Trauerrednern die Hände freihalte und außerdem den besonderen Rahmen einer Trauerfeier im Ruhewald stilvoll und dezent untermalt, schreibt Kloss weiter.
Natürlich seien ihm die Unterhaltungskosten der kommunalen Friedhofskapellen bekannt, dennoch sollte laut Kloss ernsthaft über die Errichtung einer (einfachen!) Schutzhütte nachgedacht werden, die Besuchenden des Ruhewaldes ein Minimum an Rückzugsmöglichkeit bei schlechtem Wetter bietet. „Diese Hütte könnte vielleicht in Kooperation mit einer örtlichen Schule oder einem Handwerksbetrieb etc. gebaut werden“, schreibt Alexander Kloss. „Wichtig ist mir bei dem weiteren Vorgehen unbedingt eine enge Abstimmung mit den örtlichen Bestattern, die sicherlich noch eigene Ideen zu Verbesserungen beitragen können.“
Der 2009 entstandene Ruhewald Einbeck verzeichnet seit Jahren steigende Bestattungszahlen. Für 2024 waren 66 Urnen-Beisetzung geplant, 2023 gab es dort 51 Beisetzungen, 2019 waren es lediglich 27. Im Northeimer Ruhewald am Bürgerholz beispielsweise gibt es die von Kloss geforderte Platzsituation bereits seit vielen Jahren.



Endlich mal ein Vorschlag, der ohne viel Bürokratie umgesetzt werden kann.