Durch ein neu aufgelegtes Förderprogramm des Landes Niedersachsen haben der Einbecker Landtagsabgeordnete René Kopka (SPD) und die Ratsfraktion der Sozialdemokraten Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek und die Stadtverwaltung in einem offenen Brief dazu ermutigt, Mittel für die Sanierung des Lehrschwimmbeckens an der Geschwister-Scholl-Schule zu beantragen. Kopka und der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Dirk Heitmüller, betonen in ihrem Schreiben, dass der zusätzliche Verwaltungsaufwand wegen bereits vorliegenden Planungen vergleichsweise gering sein dürfte. Die Stadt Einbeck hatte im vergangenen Jahr versucht, Bundesfördermittel einzuwerben, war dabei aber gescheitert. Den Vorteil des bereits vorliegenden Konzeptes solle die Stadt Einbeck für sich nutzen, da das Zeitfenster für die Antragsstellung in dem neuen Landesförderprogramm nur bis Ende Mai geöffnet ist.
„Wir sind bereit, konstruktiv an der Bereitstellung der notwendigen Eigenmittel und der Mehrheitsfindung dafür mitzuwirken“, erklärte Ratsfraktionschef Dirk Heitmüller. Als örtlicher Landtagsabgeordneter sicherte René Kopka seine Hilfe im weiteren Antragsprozess zu: „Ich unterstütze die Stadt Einbeck bei diesem Vorhaben gerne im Rahmen meiner Möglichkeiten auf Landesebene. Die Sicherung von Schwimmausbildungsmöglichkeiten ist für die Sicherheit unserer Kinder und Jugendlichen von zentraler Bedeutung und ein wichtiges Anliegen für die Landespolitik.“
Nachdem vergangenes Jahr klar war, das wiederholt keine Bundesmittel kommen würden, hatte sich eine breite Mehrheit im Stadtrat zum Erhalt des Lehrschwimmbeckens bekannt und im städtischen Haushalt nicht unerhebliche Mittel für eine Sicherung und Sanierung bereitgestellt hat, um zumindest einen Teil der geplanten und dringend notwendigen Maßnahmen umzusetzen. Der Hubboden soll im Sommer 2026 saniert werden. Weil die Hubbodenelemente speziell angefertigt werden müssen, ist ein langer Vorlauf notwendig. Dringende Arbeiten waren bereits im Sommer 2024 erledigt worden, um das Becken nicht zwei Jahre lange komplett sperren zu müssen.
„Die das Becken nutzenden Schulen, Vereine und Gruppen haben dies nach den uns bekannten Rückmeldungen als Anerkennung ihrer (zum Teil ehrenamtlichen) Arbeit positiv wahrgenommen“, heißt es in dem Brief. Im Landeshaushalt sind 2025 insgesamt 25 Millionen Euro für ein Sportstätteninvestitionsprogramm eingestellt worden; davon sind 20 Millionen Euro für kommunale Sportstätten vorgesehen. Die Förderrichtlinie wird zurzeit abgestimmt und soll zeitnah in Kraft treten. Das zuständige Innenministerium hat erklärt, dass Anträge durch die Kommunen voraussichtlich bis zum 31. Mai 2025 möglich seien. Innen- und Sportministerin Daniela Behrens (SPD) habe betont, dass insbesondere die Förderung von Maßnahmen an Lehrschwimmbecken einen Schwerpunkt des Förderprogramms abbilden solle, heißt es in dem offenen Brief.
