Die Einbecker SPD will mit dem Landtagsabgeordneten René Kopka bei der Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr ins Rennen gehen. Der Vorstand des SPD-Ortsvereins hat den 48-Jährigen am Donnerstag einstimmig vorgeschlagen, die offizielle Nominierung findet am 7. Februar statt. Das teilte die Partei heute in einer Presseinformation mit. Die Kandidatur war bereits seit längerer Zeit hinter den Kulissen erwartet worden. Ob es Mitbewerber bei den Sozialdemokraten geben wird, ist nur theoretisch und formal noch offen und gilt als unwahrscheinlich. Nachdem die CDU vor gut einer Woche Antje Sölter (52) als Bürgermeisterkandidatin nominiert hat, gibt es aktuell offiziell zwei Kandidaten um die Nachfolge von Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek, die am 13. September 2026 nicht noch einmal antritt.
„Ich danke dem Vorstand für dieses klare Votum“, lässt sich Kopka in der Mitteilung zitieren. „Die Entscheidung, für das Amt des Bürgermeisters kandidieren zu wollen, habe ich wohlüberlegt und mit voller Überzeugung getroffen. Ich bin tief in der Region verwurzelt und bin bereit, noch mehr Verantwortung für meine Heimatstadt zu übernehmen. Durch meine beruflichen und politischen Erfahrungen sehe ich mich bestens gerüstet für die Aufgaben des Bürgermeisters. Führungserfahrung habe ich bereits im Landtag als Fraktionsgeschäftsführer in der SPD-Landtagsfraktion gesammelt. Hier hatte ich personalrechtliche und finanzielle Verantwortung, auch im Zusammenspiel mit dem Landesrechnungshof. Als Landtagsabgeordneter befinde ich mich in einem regelmäßigen Austausch mit den Menschen, Unternehmen und Institutionen in der Region. Zuhören, ansprechbar sein, Dinge ins Rollen bringen, auch wenn es manchmal mühsam ist, sind die Aufgaben, denen ich mich verpflichtet fühle. Das ist mir als Landtagsabgeordneter wichtig, und das wird für mich als Bürgermeister ebenfalls höchste Priorität haben. Meine Vernetzung und die bekannten Strukturen im Niedersächsischen Landtag werde ich als Bürgermeister gewinnbringend für die Kernstadt und die 46 Ortschaften einsetzen können.“
Die stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Nadine Seifert-Doods aus Kreiensen, unterstreicht: „Mit René Kopka schlagen wir unseren Mitgliedern einen kompetenten und gut vernetzten Kandidaten vor. Wir sind überzeugt davon, dass er die Stadt Einbeck gemeinsam mit Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft zukunftsfähig aufstellen kann und alle Interessenvertretungen einbinden wird. Wir schätzen René Kopka als jemanden, der das Ohr an den Menschen hat, zusammenführen kann und sich verlässlich für die Region einsetzt. Die zukünftigen Herausforderungen sind groß. Ich bin mir sicher, dass wir diese mit René Kopka als Bürgermeister und einer starken SPD im Stadtrat gemeinsam gut bewältigen werden.“
René Kopka ist seit 2022 Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis 18 Einbeck. In der Nachfolge des langjährigen MdL Uwe Schwarz setzte sich Kopka mit 25:19-Stimmen gegen Marcus Seidel durch, der sich ebenfalls beworben hatte. Ende 2023 löste Kopka Seidel auch als Vorsitzender des SPD Ortsvereins Einbeck, nachdem dieser sich aus beruflichen Gründen zurückgezogen hatte. Kommunalpolitische Erfahrungen konnte der heute 48-Jährige zwischen 2013 und 2021 als Ratsherr der Stadt Einbeck sammeln, damals war er Vorsitzender des Ausschusses für Jugend, Familie und Soziales und Mitglied des Ausschusses für Kultur, Tourismus und Wirtschaftsförderung. Aktuell ist Kopka hinzugewähltes Mitglied im Ausschuss für Tourismus und Wirtschaftsförderung.
René Kopka ist in Einbeck aufgewachsen, verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Nach seinem Studium der Sozialwissenschaften war der Einbecker ab 2007 als Büroleiter im Wahlkreisbüro der MdL Uwe Schwarz und zeitweise auch für Frauke Heiligenstadt tätig. 2015 konnte Kopka als parlamentarischer Referent in die SPD-Landtagsfraktion wechseln, 2018 wurde er Fraktionsgeschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion im Landtag in Hannover. Mitglied der SPD ist René Kopka seit 2005. Die SPD in der Einbecker Kernstadt hat er über sieben Jahre von 2011 bis 2019 als Vorsitzender geleitet.


