Wann und wo wird das neue Feuerwehrgerätehaus in Kreiensen gebaut?

(c) Foto: Frank Bertram

Das Projekt scheint unter keinem günstigen Stern zu stehen: Über den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in der Einbecker Ortschaft Kreiensen wird bereits seit Jahren diskutiert, die Grundstückssuche gestaltete sich langwierig und schwierig. Ursprüngliche Zeitpläne („das Haus steht Mitte 2026“) sind längst gerissen. Zuletzt hieß es, Ende Mai solle Baubeginn an der Hauptstraße auf dem Grundstück an der Gemarkungsgrenze zwischen Kreiensen und Billerbeck sein. „Durch die Grundstückssituation am Hang wird nach Rücksprache mit dem beauftragten Bauunternehmen die Hanghaltungsplanung besonders gründlich und detailliert ausgearbeitet“, erklärte Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek noch am 6. Mai im Stadtrat. „Das beauftragte Bauunternehmen benötigte noch einige ergänzende Planungsunterlagen vom Außenanlagenplaner, damit Erdarbeiten und Hanghaltungsmaßnahmen sicher und baulich sinnvoll umgesetzt werden können.“ Aktuell möchte die Stadt Einbeck zu dem Thema gar nichts mehr öffentlich sagen. Nach meinen Informationen jedoch steht der Neubau auf dem vorgesehenen Areal komplett in Frage – und damit stehen möglicherweise auch immense Planungskosten zur Disposition, die bereits angefallen sind.

Auf meine Anfrage im Rathaus lehnte Baudirektor Jens Ellinghaus Antworten auf meine konkreten Fragen mit dem Hinweis ab, die Bürgermeisterin werde sich in der kommenden Ratssitzung am 10. Juni umfassend und ausführlich dazu äußern. Warum erst in einer Woche Antworten möglich seien, konnte oder wollte von der Rathausspitze auf meine wiederholte Nachfrage jedoch niemand sagen.

Dabei müssten die Antworten auf meine Fragen leicht fallen, zumal ich der Verwaltung noch einen weiteren Tag zur Beantwortung Zeit eingeräumt hatte: „Ist es zutreffend, dass das neue Feuerwehrgerätehaus Kreiensen nicht mehr auf dem bislang dafür vorgesehenen Grundstück gebaut werden soll? Welches sind ggf. die Gründe dafür? Sind dadurch die aufwändigen Untersuchungen des Hanges und der Grundstücksituation komplett überflüssig geworden, zudem die bereits beauftragten Gewerke (Rohbauarbeiten)? Welcher Schaden ist hier in welche Höhe entstanden? Wo soll das Feuerwehrhaus stattdessen errichtet werden? Welche weiteren Planungsschritte sind dafür notwendig und mit welcher zeitlichen Verzögerung kann gerechnet werden?“ Doch bis dato: keine Antworten.

Hier kannst Du einen Kommentar verfassen