Warum der Kandidat der Christdemokraten ein Freidemokrat ist

Kerstin Lorentsen redet es nicht schön. Die Kreisvorsitzende der CDU berichtet von vielen Gesprächen mit mehreren möglichen Kandidaten in den vergangenen Wochen. Eine Findungskommission der CDU suchte nach der Herausforderin oder dem Herausforderer von Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (SPD) für die Landratswahl am 12. September. Aber die Findungskommission der Christdemokraten hat niemanden in den eigenen Reihen gefunden. Was für eine sich als Volkspartei bezeichnende politische Gruppe kein Ruhmesblatt ist und zeigt, wie dünn die Personaldecke der Kreis-CDU für Spitzenämter offenbar ist. Die Position des Landrats sei für viele kein Lieblingsberufsfeld, sagt Lorentsen. Wobei doch eigentlich Landräte die letzten kleinen Könige sind? 

Am Horizont liegt Northeim: Dr. Marion Villmar-Doebeling (FDP), Christian Grascha und Kerstin Lorentsen auf der Heldenburg.

Bei all den Sondierungen habe man schließlich auch mit der FDP gesprochen. Und dabei viele inhaltliche Schnittmengen in verschiedenen Politikfeldern gefunden. Obwohl oder gerade weil die FDP im Kreistag zurzeit noch eine Kooperation mit der SPD verbindet, die längst auch in der Realität keine Koalition oder Gruppe mehr ist, sondern eine Bündnis, in dem jeder kurz vor dem Ende des Legislaturperiode seine eigenen Steckenpferde reitet. Und die FDP, das haben die Christdemokraten schnell erkannt, hat einen Kreisvorsitzenden, der sich gut vorstellen könnte, Landrat zu werden. Nicht mehr nur Stellvertreter zu sein wie heute. Am Ende gab’s einstimmige Vorstandsbeschlüsse bei CDU und FDP, Christian Grascha als Landratskandidaten auszurufen. „Wir wünschen uns einen politischen Neustart im Landkreis Northeim“, sagt CDU-Chefin Kerstin Lorentsen.

Formal wird der in Salzderhelden lebende Landtagsabgeordnete Christian Grascha für die FDP kandidieren und von der CDU unterstützt. Deren Aufstellungsversammlung ist für April vorgesehen. In der Realität ist der 42-Jährige jedoch der gemeinsame Kandidat, der den Wählerinnen und Wählern eine Alternative zur Amtsinhaberin sein will und sich dennoch als Außenseiter sieht – aber einer mit Siegchancen. „Es gibt zwei Typen von Landräten als Hauptverwaltungsbeamte“, sagt Grascha: der eher verwaltende Typus, der auf die neuesten Verordnungen von höherer Stelle wartet und dann abarbeitet; und der selbst aktiv werdende, eher politisch-initiativ denkende Typus eines Landrates. Wozu sich Grascha zählt, der seit 13 Jahren in Hannover Landespolitik machen, braucht keine Erwähnung. Wozu die FDP die amtierende Landrätin zählt, ebenso wenig.

„Unser Landkreis muss wieder ein wachsender Landkreis werden“, wünscht sich der neue Landratskandidat. Dafür brauche es eine zupackende, mutige, politische Führung, die mit allen Kräften zusammenarbeite und Vertrauen schaffe. Vertrauen in die Zukunft. Christian Grascha spricht davon, eine Perspektive für die neuen 20er Jahre aufzeigen zu wollen. „Es geht um die Frage, wo wir 2030 stehen.“ Er möchte einen Wettbewerb der Ideen. Das klingt ein wenig wie die jüngste Wahlkampagne im Einbecker Bürgermeisterwahlkampf für seinen Freund Claudius Weisensee. Da muss also noch ein bisschen mehr kommen als der Musterwahlkampf aus der liberalen Sloganschmiede. Darauf werden die Christdemokraten achten müssen, wenn sie sich nicht komplett auch noch inhaltlich aufgeben wollen.

Die Heldenburg in Salzderhelden ist immer ein Ort mit Symbolcharakter. Dort war vor 660 Jahren das erste Mal ein springendes Pferd im Wappen zu sehen – daraus entstand später das Niedersachsenross. Hier präsentierten CDU und FDP heute ihren Landratskandidaten.

Christian Grascha will Landrat werden

Christian Grascha will Landrat des Landkreises Northeim werden. „Ich trete an“, bestätigte der 42-jährige FDP-Landtagsabgeordnete aus Salzderhelden seine Ambitionen für die Landratswahl am 12. September. Heute Mittag soll Grascha als gemeinsamer Kandidat der CDU und FDP auf der Heldenburg offiziell vorgestellt werden.

Christian Grascha (42) will Northeimer Landrat werden. Foto: FDP

Christian Graschas Kandidatur ist damit eine ganz besondere Konstellation: Dass ein FDP-Mann von den Christdemokraten unterstützt wird, weil diese offenkundig keinen eigenen Kandidaten aufstellen, ist die eine Seite. Dass der 42-jährige Einbecker zurzeit ehrenamtlicher Stellvertreter von Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (SPD) ist, die andere Seite. Hinzu kommt, dass Grascha als Kreistagsabgeordneter und FDP-Kreisvorsitzender eine lockere Gruppe mit der SPD im Kreistag bildet.

„Eine Wahl gibt es nur, wenn die Wählerinnen und Wähler eine Auswahl haben“, sagt Christian Grascha. Er sieht sich als Außenseiter gegen die Amtsinhaberin und Verwaltungsfachfrau, die am 12. September wieder für die SPD antritt. „Unser Landkreis braucht aber jetzt politische, zupackende Führung“, sagt Grascha über seine Motivation. Er wolle für seine Heimat eine Perspektive für die 2020er Jahre aufzeigen, dafür seine politische Erfahrung und sein landespolitisches Netzwerk einbringen.

Christian Grascha ist im Landkreis Northeim geboren, aufgewachsen und hat hier sein ganzes Leben verbracht. Als Familienmensch will der 42-jährige Vater von zwei Töchtern seinen Beitrag dazu leisten, dass Kinder Zukunftschancen im Landkreis haben. Nach dem Abschluss an der Löns-Realschule in Einbeck hat Grascha eine kaufmännische Ausbildung bei KWS absolviert, sich dann als Finanzberater selbstständig gemacht. Mittlerweile ist er seit 13 Jahren Abgeordneter in Hannover. Dort ist der FDP-Mann heute Parlamentarischer Geschäftsführer der Landtagsfraktion und finanzpolitischer und haushaltspolitischer Sprecher, zudem Landesschatzmeister der Freien Demokraten Niedersachsen.

Landkreis-Pressesprecher Dirk Niemeyer lichtet die Landrätin mit ihren Stellvertretern ab (v.l.) Gudrun Borchers, Christian Grascha, Astrid Klinkert-Kittel und Dr. Bernd von Garmissen. Archivfoto 2018

Ab Mai sollen Trauungen auf der Heldenburg möglich werden

Ab Mai dieses Jahres soll es auf der Heldenburg in Salzderhelden Trauungen unter freiem Himmel geben. Das hat der Ausschuss für Jugend, Familie und Soziales einstimmig beschlossen. Die SPD-Fraktion hatte im vergangenen Jahr Eheschließungen unter freiem Himmel beantragt und dabei vor allem den Stiftsgarten als Ort des Ringetausches im Blick. Dagegen hatte es jetzt im Fachausschuss vor allem rechtliche Bedenken gegeben. Nachfragen nach Trauungen unter freiem Himmel oder anderen Trauorten würden gegenüber dem Standesamt Einbeck nur sporadisch geäußert, erklärte Standesbeamter Lars Engelke zudem.

Burgkapelle der Heldenburg. Archivfoto

Der Förderverein Heldenburg hatte im Dezember den SPD-Antrag mit einem Schreiben unterstützt und die Burgruine als Kulisse für Trauungen angeboten. Besonders die Burgkapelle eigne sich für Trauungen hervorragend, schreibt Förderverein-Vorsitzender Dirk Heitmüller, der auch SPD-Ratsherr ist. Über der Burgkapelle könne ein Sonnensegel gespannt werden, das kleine Regenschauer abhalten könnte; mittelfristig soll sie ein Dach erhalten. Im Burgkeller sei ein Sektempfang möglich. Sanitäreinrichtungen seien auf der Heldenburg vorhanden, auch die Gaststätte Burgschänke könnte eingebunden werden, schreibt Dirk Heitmüller als Vorsitzender des Förderverein Heldenburg. Das Standesamt Einbeck sei seit längerem mit dem Vorsitzenden des Fördervereins der Heldenburg in Salzderhelden in Vorplanung, dort einen Trauort zu schaffen, der dem Wunsch der Brautpaare nach einem besonderen Trauort und einer Trauung unter freiem Himmel gleichsam erfülle, erklärte Standesbeamter Lars Engelke.

Für die Trauung gilt nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz der Grundsatz der so genannten Beteiligtenöffentlichkeit. Diese besagt, dass nur die Beteiligten und deren Gäste zur Trauung zugelassen sind, unbeteiligten Zuschauern ist der Zutritt zur Eheschließung zu verwehren. Auch aus Gründen des Datenschutzes (Traurede mit persönlichen Informationen des Brautpaares, Vorlesen der Niederschrift zur Eheschließung mit den persönlichen Daten der Beteiligten) sollte ein Zuhören/Zuschauen von Unbeteiligten unterbunden werden, erläuterte Engelke.

Der Stiftsgarten ist für die Öffentlichkeit frei zugänglich und auch frei einsehbar. Die Trauzeremonie wäre demnach nicht frei von fremden Zuhörern/Zuschauern. „Der Stiftsgarten ermöglicht es nicht, für den Standesbeamten seine Amtshandlung in ordnungsgemäßer Form vorzunehmen“, erklärte Engelke in der Verwaltungsvorlage für den Ausschuss. Dort sei ebenso durch den angrenzenden Straßenverkehr mit einer dauerhaften Lärmbelästigung während der Trauung zu rechnen.

Das Standesamt Einbeck weiß laut Engelke um die Bedeutung von besonderen Trauorten und Trauungen für Brautpaare. Man habe dies in den vergangenen 20 Jahren auch mehrfach unter Beweis gestellt, durch Trauungen am Wochenende als erstes Standesamt der Region, die Hochzeitsnacht als erstes Standesamt in Niedersachsen; es biete als besonderen Trauort den PS-Speicher sowie das Museum in der Domäne im Flecken Greene an.

Das Standesamt kann keine zusätzliche Gebühr für die Trauung an einem Trauort außerhalb des Dienstsitzes des Standesamts erheben. Die niedersächsische allgemeine Gebührenordnung erlaube eine zusätzliche Gebühr nur bei Trauungen außerhalb der üblichen Dienstzeiten, erläuterte Lars Engelke.

Heldenburg in Salzderhelden. Archivfoto

An der bröselnden Heldenburg-Mauer

Er kennt die Heldenburg, natürlich. Thomas Oppermann ist in Edemissen aufgewachsen, dort vier Jahre lang zur Schule gegangen, hat 1975 an der Goetheschule Abitur gemacht. „Hier war ich bestimmt 100 Jahre nicht mehr“, entfuhr es dem Bundestagsvizepräsidenten dann auch eher im übertragenden Sinne, als er von seinem Parteifreund Dirk Heitmüller am Fuße der Burg begrüßt wurde. Es ging um die weitere Sanierung der Heldenburg, die Unterstützung des Bundes, aber natürlich ging es auch um die Bürgermeisterwahl in Einbeck.

Blick auf Salzderhelden: SPD-Bürgermeisterkandidat Dirk Heitmüller (l.) im Gespräch mit Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (SPD).
Vor der Burg-Kapelle, die ein Dach bekommen soll: Dirk Heitmüller (l.) mit Thomas Oppermann.

Rund 1,5 Millionen Euro sollen in den nächsten Jahren in die Heldenburg fließen, insgesamt in fünf Bauabschnitten. Für den ersten sollen möglichst noch in diesem Jahr die Arbeiten ausgeschrieben werden, hier soll die untere Stützmauer zu den Grundstücken am Heldenberg saniert werden. Bund und Land geben jeweils 175.000 Euro für diese Maßnahme. Oppermann konnte sich in Berlin für die Förderung einsetzen. Nun zeigte ihm Dirk Heitmüller am oberen Mauerteil, wie der Mörtel von den Mauern bröselt. „Die Heldenburg ist eine prägende Anlage, sie ist schon von weitem zu sehen“, sagte Oppermann, das habe er erst jetzt wieder bei der Anfahrt aus Richtung Stöckheim vor Augen gehabt. Die Heldenburg sei von großer Bedeutung, vermittele sie doch das Bewusstsein geschichtlicher Zusammenhänge, sagte der SPD-Politiker mit Wahlkreis in Göttingen. Deshalb sei auch eine Sanierung wichtig.

Beim geschichtlichen Wissen konnte SPD-Bürgermeisterkandidat Dirk Heitmüller, der auch Vorsitzender des Fördervereins Heldenburg und Ortsbürgermeister in Salzderhelden ist, seinem Gast noch etwas auf die Sprünge helfen: Das Niedersachsen-Ross habe hier seinen Ursprung, berichtete Heitmüller. 1361 hat Herzog Albrecht I. erstmals ein nach links springendes Pferd als Wappensymbol verwendet. Von 1320 bis 1596 diente die Heldenburg der Welfenlinie von Braunschweig-Grubenhagen als Residenz.

Salzderhelden habe nichts mit Helden zu tun, auch das war Thomas Oppermann nicht mehr so präsent. Der Ortsname bedeute so viel wie Salzwerk am steilen Bergabhang, einer „helde“. Natürlich hatte Oppermann von dem zerstörenden Feuer der Saline gehört, erkundigte sich bei Heitmüller nach dem Sachstand von Ermittlungen und Aufbauplänen. Die Saline gehöre zur Identität des Ortes ebenso wie die Heldenburg, sagte Thomas Oppermann.

Schnell noch ein Handy-Foto vom Blick in Richtung Edemissen: Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (SPD) auf der Heldenburg.

Als finaler Sanierungsschritt bei der Heldenburg ist ein Dach auf der Burgkapelle geplant, auch dieses Vorhaben erläuterte Heitmüller Oppermann vor Ort und überreichte ihm die Nutzungsstudie und die aktuellste Buchveröffentlichung über die Heldenburg. Schon heute werde die Heldenburg von vielen Gästen besucht, berichtete Heitmüller, der auch selbst in historischem Gewande Führungen anbietet. Ein Dach über der Burgkapelle könne aber die Nutzung noch intensivieren, beispielsweise auch für Hochzeiten. Und eine Nutzung sei für die Anlage am Wichtigsten, um sie erhalten zu können.

Zum Abschluss tauschten sich Heitmüller und Oppermann zur bevorstehenden Bürgermeisterwahl in Einbeck aus. Der Kandidat schilderte seinen begonnenen Wahlkampf mit intensiven Bereisungen aller Ortschaften. Die Amtsinhaberin habe es ja leider bis heute nicht zu einer einzigen Ortsratssitzung in Salzderhelden geschafft, bedauerte er. Präsenz bei den Menschen sei wichtig, sagt der Kandidat, selbst unter schwierigen aktuellen Corona-Bedingungen, bei denen man den Bürgern ja noch nicht mal einen Kugelschreiber überreichen dürfe, ohne ihn zu desinfizieren. Thomas Oppermann nimmt Einbeck als eine Stadt mit einer guten Mischung zwischen Stadt und ländlicher Gegend wahr, das hätten nicht viele Orte vorzuweisen. Und nicht zuletzt dank PS-Speicher als Stadt auf dem aufsteigenden Ast. „Einbeck gehört zu den Hoffnungsträgern“, sagte der Bundestagsvizepräsident aus Göttingen. Durch die jetzt guten Zugverbindungen könnten Menschen, die in der Unistadt arbeiten, auch in der Umgebung von Einbeck wohnen und pendeln.

SPD-Bürgermeisterkandidat Dirk Heitmüller wollte die ursprünglich bereits früher geplante Visite Oppermanns zwar am Liebsten als Infobesuch beim Förderverein Heldenburg verstanden wissen, dessen Vorsitzender er ist. Das wird jedoch schwierig, wenn im Gefolge mehr Sozialdemokraten zu sehen sind als Mitglieder des Fördervereinvorstandes.

Der Mörtel an der Mauer bröselt, zeigte Dirk Heitmüller (l.) seinem Besucher Thomas Oppermann.

Finale für die Stützmauer

Die abschließenden Bauarbeiten für die Zufahrt zur Heldenburg in Salzderhelden haben begonnen.

Die abschließenden Bauarbeiten für die neue Stützmauer der Heldenburg-Zufahrt in Salzderhelden haben begonnen. Bis Ende Juli soll das Teilstück gebaut sein; Ende 2016 war der erste Abschnitt termingerecht abgeschlossen worden. Mit Abschluss der Arbeiten des zweiten Bauabschnitts ist dann die Gesamtbaumaßnahme für die 2015 eingestürzte Stützwand insgesamt fertiggestellt, wie die Stadt Einbeck mitteilt. Im vergangenen Jahr musste die Stadt die Ausschreibung ohne Vergabe der Arbeiten beenden, weil die eingegangenen zwei Angebote deutlich über dem kalkulierten Budget lagen. Jetzt wird die bisherige, provisorische Absturzsicherung zurückgebaut und die eigentliche Stahlbetonstützwand in einer Dicke von circa 40 Zentimetern hergestellt. Außerdem wird auf einer Länge von zehn Metern ein Teil der im unteren Zufahrtsbereich zur Heldenburg befindlichen Natursteinmauer abgerissen, damit die Zufahrt weiter wird und besser befahren werden kann. Der entstehende Geländesprung soll künftig mit einer Gabionenwand abgesichert werden. Außerdem wird die Fahrbahn von der Einbecker Straße bis auf die Höhe Parkplatz der Burgschänke auf die künftige Verkehrsbelastung abgestimmt mit Asphalt versehen, Nebenflächen teilweise gepflastert. Durch die Stadtwerke und die Stadtentwässerung Einbeck werden parallel dazu Ver- und Entsorgungsleitungen umverlegt oder neu verlegt. Dann wird auch zusätzlich eine trockene Steigleitung für Feuerlöschzwecke gelegt.

Die Zufahrt zur Burganlage und zur Burgschänke ist laut Stadt während des zweiten Bauabschnitts weitestgehend für den Fahrzeugverkehr nutzbar. Jedoch ist für die Dauer der Leitungsverlegungen eine Vollsperrung von drei Wochen erforderlich; wann diese sein wird, ist noch nicht bekannt. In der Ortsdurchfahrt Einbecker Straße wird die Straße halbseitig gesperrt und mit einer Ampel geregelt. Die Salinen- und die Bäckerstraße wurden durch eine Verkehrsabsperrung getrennt und jeweils zu Sackgassen umgeändert.

Nachtrag 26.04.2018: Da es von Anliegern und von Bewohnern Salzderheldens immer wieder Nachfragen gab, teilte heute das Straßen-und Grünflächenmanagement mit: „Im Rahmen der Bauarbeiten für die Ausführung des zweiten Bauabschnitts der Stützwand in Salzderhelden sind in den vergangenen Tagen unter anderem Stemmarbeiten an der im ersten Bauabschnitt hergestellten Betonwand durchgeführt worden. Hierbei handelte es sich um den Rückbau eines provisorisch hergestellten Betonbalkens, der seinerzeit zusätzlich an die neu hergestellte Betonwand auf einer Länge von circa 11 Meter angebracht worden ist. Das Provisorium war zwingend erforderlich, um eine Fahrbahnverbreiterung an einer Engstelle im unteren Abschnitt der Zufahrt zur Heldenburg zu erhalten. Nur so konnte gewährleistet werden, dass für die Übergangsphase zwischen dem 1. und 2. Bauabschnitt (Zeitraum 2017/2018) eine einwandfreie Befahrbarkeit der Zufahrt für Rettungs- und Einsatzkräfte sowie den Schwerlastverkehr zur Heldenburg und zum Gasthaus Burgschänke  gewährleistet werden konnte.“

Die Einbecker Straße wird während der Bauphase halbseitig gesperrt und mit einer Ampel geregelt.

Heldenburg-Zufahrt wird erst 2018 fertig

Stützmauer für die Zufahrt zu Heldenburg und Burgschänke in Salzderhelden.

Weil die die Angebote für den zweiten Bauabschnitt für die Zufahrt zur Heldenburg in Salzderhelden erheblich über den veranschlagten Kosten lagen, verzögert sich die Fertigstellung. Wie die Stadtverwaltung mitteilt (PM_Salzderhelden_31052017), lässt sie den Zeitplan durch das beauftragte Ingenieurbüro jetzt überarbeiten und führt im Winter 2017/2018 ein neues Vergabeverfahren durch. Die Zufahrt zur Heldenburg und zur Burgschänke sei aber weiterhin problemlos möglich und gewährleistet, betont Bauamtsleiter Frithjof Look in einer Pressemitteilung von gestern Abend. Die Bauarbeiten für den ersten Bauabschnitt waren Ende 2016 termingerecht fertiggestellt worden. Planmäßig wurde im Frühjahr der zweite Bauabschnitt öffentlich ausgeschrieben. Bei der am 23. Mai stattgefundenen Submission haben sich insgesamt zwei Firmen beteiligt, informiert Look. „Die eingegangenen Angebote haben die für den zweiten Bauabschnitt veranschlagten Kosten erheblich übertroffen, sodass die Finanzierung der Maßnahme nicht mehr gesichert ist und eine Auftragsvergabe daher nicht durchgeführt werden kann.“ Um wie viel höher dien Angebote lagen, sagte Look nicht. Die Kostenschätzung der Stadtverwaltung und des Ingenieurbüros seien sorgfältig gewesen. Gleichwohl zeige bereits die geringe Beteiligung von Firmen an der Ausschreibung, dass diese aufgrund der konjunkturellen Lage volle Auftragsbücher haben, erklärte der Bauamtsleiter. In Abstimmung mit dem Land Niedersachsen (50-prozentiger Kostenträger der Baumaßnahme) sowie dem Rechnungsprüfungsamt des Landkreise Northeim wird das förmliche Vergabeverfahren aufgehoben, da die Angebote unangemessen hohe Preise enthalten und somit den Ausschreibungsbedingen nicht entsprechen.

Nachtrag 02.06.2017: Die Sanierungsarbeiten an einem beschädigten anderen Teilstück der Stützmauer in Salzderhelden, nämlich im Bereich Heldenberger Straße, sind laut Mitteilung der Stadt Einbeck (PM_Salzderhelden_01062017) abgeschlossen, die Gefahr ist beseitigt. Die seit Ende Dezember 2016 teilweise gesperrte Heldenberger Straße ist ab sofort wieder für den Verkehr frei.

Salzderheldener Stahlbeton-Stützkonstruktion

(c) fb Frank Bertram

Armin Hinkelmann, Thomas Kreykenbohm, Bernd Grundmann, Frithjof Look, Willi Teutsch, Alexander Schneider, Heinz-Hermann Wolper, Carola Schneider, Dirk Heitmüller.

Die Salzderheldener Heldenburg und die „Burgschänke“ sind wieder für Pkw- und Schwerlastverkehr erreichbar, der erste Bauabschnitt der neuen Stützmauer für die Zufahrt ist nach einer Bauzeit von 13 Wochen termingerecht fertiggestellt worden. Ein Teil der Stützmauer war im Oktober 2015 aus weiterhin unbekannten Gründen eingestürzt, die Zufahrtböschung weggerutscht. Über die Art der dauerhaften Erneuerung war zwischenzeitlich diskutiert worden, nachdem Notmaßnahmen ergriffen worden waren. Letztlich haben sich die Stadt Einbeck und das Land Niedersachsen, deren gemeinsame Baumaßnahme das ist, für eine Stahlbeton-Stützkonstruktion entschieden. Die Kosten blieben bislang im Rahmen von 230.000 Euro für den ersten Bauabschnitt, die Summe teilen sich Stadt und Land. Nach der Winterpause soll die Erneuerung der Stützmauer dann bis Oktober 2017 abgeschlossen werden. Eigentümer Armin Hinkelmann, „Burgschänke“-Pächter Carola und Alexander Schneider sowie Salzderheldens Ortsbürgermeister Dirk Heitmüller bedankten sich bei der Stadtverwaltung für eine zugesagte, planmäßige Umsetzung. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft ist die Zufahrt zur Gastronomie jetzt wieder ohne (Tonnagen-) Einschränkungen für Besucher-Pkw frei. Auch die Teilsanierung der Heldenburg (Zugangstreppe, Mauern, Turm), die unterbrochen werden musste, kann jetzt wieder fortgesetzt werden.

Im ersten Bauabschnitt wurden die provisorisch eingebauten Gabionen schrittweise entfernt, die Böschung wurde mit sieben bis acht Meter langen Verpresspfählen und bewehrtem Spritzbeton gesichert. Der zweite Bauabschnitt sieht 2017 vor, nachdem die provisorische Absturzsicherung entfernt worden ist, die eigentliche Stahlbetonwand als Stützmauer in einer Dicke von 40 Zentimeter herzustellen. Die Betonoberfläche wird aus ästhetischen Gründen farblich an das bestehende Teilstück der verbliebenen Natursteinmauer angepasst. Außerdem sollen Versorgungsleitungen erneuert und eine trockene Steigleitung für Feuerlöschzwecke innerhalb der Zufahrt verlegt werden. Ein zehn Meter langes Teilstück der Natursteinmauer wird abgerissen, um eine breitere Zufahrt über die gesamte Länge möglich zu machen. Die Zufahrt wird komplett asphaltiert. Der Ortsrat Salzderhelden überlegt, ob er aus eigenen Mitteln im nächsten Jahr im Zuge der ohnehin stattfindenden Bauarbeiten den Parkplatz der Burg und der „Burgschänke“ auf dem Burgplatz erneuern lässt.

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Salzderheldener Stützmauer: Sanierung startet

Die Ampel steht, die Bauarbeiten haben begonnen.

Die Ampel steht, die Bauarbeiten zu Füßen der Heldenburg haben begonnen.

Die Baustelle ist eingerichtet, es kann losgehen, zu Füßen der Heldenburg und der „Burgschänke“ in Salzderhelden regelt jetzt auf der Einbecker Straße eine Ampel den Verkehr für eine Fahrspur. Bis Ende November soll nach einer Mitteilung der Stadt Einbeck der erste Teil der Stützmauer-Sanierung erledigt werden; der Rest folgt im nächsten Jahr. Ein Teil der Mauer für die Zufahrt war im Oktober vergangenen Jahres unvermittelt eingestürzt (warum ist bislang noch nicht kommuniziert worden, zumindest nicht öffentlich), seitdem stützen Gabionen die Zuwegung zu Burg und „Burgschänke“. Über die Art und Weise, wie die Sanierung erfolgen soll, wurde ausführlich diskutiert. Als künftige Stützkonstruktion ist nun eine Stahlbetonwand mit Rückverankerung vorgesehen.

Laut Bauamtsleiter Frithjof Look sind bislang Kosten in Höhe von rund 330.000 Euro entstanden. Dazu zählen die Sicherungs- und Aufräumarbeiten beim Einsturz, das Bodengutachten nebst Laboruntersuchungen des Erdbefundes, die Ingenieurleistungen und die aktuellen Baumaßnahmen. Die Kosten werden je zur Hälfte vom Land Niedersachsen (Eigentümerin der Burg) und von der Stadt Einbeck getragen.

Beim ersten Bauabschnitt werden die an der Einsturzstelle provisorisch eingebauten Gabionen schrittweise zurück gebaut. Die Böschung wird zwischenzeitlich durch Verpresspfähle sowie mit bewehrtem Spritzbeton gesichert. Der dadurch entstehende Baugruben- und Böschungsbereich wird anschließend mit unbewehrtem Beton aufgefüllt und ebenfalls an die
Verpresspfähle angehängt. Die eigentliche Stahlbetonwand folgt im zweiten Bauabschnitt (Mai/Juni bis Juli/August 2017). Zwischen den Bauabschnitten werden die Arbeiten an der Heldenburg durch das Land Niedersachsen weitergeführt, teilt die Stadt Einbeck mit. Diese Arbeiten mussten zwischenzeitlich ruhen.

Pkw können die Zufahrt zur Burg und zur “Burgschänke“ während des ersten Bauabschnitts weitestgehend nutzen. Danach kann auch wieder der Schwerverkehr die Zufahrt befahren. In der Ortsdurchfahrt Einbecker Straße (K 524) wird der Verkehr im Baustellenabschnitt unter halbseitiger Sperrung mit einer Ampel geführt. Die Salinen- und Bäckerstraße wird durch eine Absperrung getrennt und jeweils zur Sackgasse gemacht, sodass Schleichverkehre verhindert werden. Diese waren von Anliegern bei den Sicherungsbauarbeiten im vergangenen Herbst kritisiert worden.

Gabionen sichern bislang die Zufahrt, nachdem ein Teil der Stützmauer aus bislang ungeklärter Ursache im Oktober 2015 eingestürzt war.

Eine Gabionen-Mauer sichert bislang die Zufahrt, nachdem ein Teil der Stützmauer für die Zufahrt zur Heldenburg in Salzderhelden aus bislang ungeklärter Ursache im Oktober 2015 eingestürzt war.

Mauer-Meisterleistung?

Drahtkörbe, gefüllt mit Steinen, so genannte Gabionen, stützen jetzt Zufahrt und Hang.

Drahtkörbe, gefüllt mit Steinen, so genannte Gabionen, stützen Zufahrt und Hang. Archivfoto

Deutsche Ingenieurskunst wird ja zu Recht gelobt und geschätzt – in den meisten Fällen jedenfalls. Wer sich allerdings die Unterlagen für die nächste Sitzung des Ortsrates Salzderhelden durchliest (4. April, 19 Uhr, Gemeinschaftsraum Bahnhofsgebäude), wird sich beim Tagesordnungspunkt „Neubau eines Teilstücks der Stützmauer an der Zufahrt zur Heldenburg“ mehrere Fragen stellen. Ob da jemand seine Meisterarbeit erbringen will? Ob es nicht vielleicht auch eine Nummer kleiner (und damit vor allem schneller) geht? Ob es nicht doch eine Alternative gibt? Ich tue das jedenfalls, wenn ich dort lese, dass drei (!) Ingenieurbüros Alternativlösungen zu einer gutachterlich empfohlenen Bohrträgerbohlwand ausarbeiten sollen. Das wird Wochen dauern. Die Begründung klingt zwar stichhaltig (für die Bohlwand-Bauarbeiten müssten die Straße gesperrt werden, für wie lange steht leider nicht in der Vorlage), und jeder Tag ohne Zufahrt zur Heldenburg ist ein schlechter Tag nicht allein für die Burgruine (und ihre geplante Nutzung durch Veranstaltungen des Fördervereins beispielsweise), sondern vor allem eine schlechte Zeit für die Pächter der Gaststätte „Burgschänke“. Im Oktober 2015 war ein Teilabschnitt der Stützwand der Heldenburg-Zufahrt unvermittelt eingestürzt, die Ursache ist bis heute unklar – und sie muss noch geklärt werden, wie ich nach wie vor finde. Die Burganlagen-Zufahrt und die Einbecker Straße mussten im Oktober einige Tage gesperrt werden, provisorisch wurde eine so genannte Gabionen-Sicherungsmauer gebaut, um die Zufahrt wieder gewährleisten zu können. Jetzt geht es um eine dauerhafte Lösung. Die kann aber bitte nicht darin bestehen, monatelang zu planen, ein Gutachten nach dem nächsten in Auftrag zu geben – um am Ende im schlimmsten Falle zu dem Ergebnis zu kommen, dass es ohne Sperrung doch nicht gehen wird. Von Kosten für alles dies will ich gar nicht reden.

Nachtrag 06.04.2016: Bauamtsleiter Frithjof Look hat jetzt in einer umfangreichen Pressemitteilung (PM_Mauer Salzderhelden_05042016) u.a. begründet, warum die Stadt Einbeck so vorgeht. Momentan seien drei Ingenieurbüros aufgefordert, bis zum 15. April 2016 ein Honorarangebot für Ingenieurleistungen abzugeben, um Alternativlösungen für die
empfohlene Bohrträgerbohlwand auszuarbeiten, bei denen die Straße und die Zufahrt genutzt werden können. „Kosten entstehen hierfür nicht“, schreibt Look. Nein, der Stadt Einbeck sicherlich nicht, aber wenigstens zwei Ingenieurbüros erbringen ihre Leistungen für das Angebot, ohne dass sie am Ende einen Auftrag erhalten werden; ihnen entstehen Kosten. Laut Look ist es vorgeschrieben, für freiberufliche Leistungen drei geeignete Bieter zur Abgabe von Angeboten aufzufordern. Nach Prüfung und Auswertung der Honorarangebote sollen die Ingenieurleistungen kurzfristig beauftragt werden, heißt es. Die „eigentliche Ausführungsplanung“ dauere dann noch mal vier bis fünf Wochen, schreibt Look. Wie lange die konkreten Bauarbeiten voraussichtlich dauern werden, schreibt er nicht. Ich schreibe dann jedenfalls schon Juni…

Nachtrag 12.04.2016: Der Ortsrat Salzderhelden hat in seiner jüngsten Sitzung die Ungewissheit bei den Planungen kritisiert. Laut Protokoll hat Ortsbürgermeister Dirk Heitmüller (SPD) bemängelt, dass zurzeit niemand wisse, wann die Baumaßnahmen abgeschlossen sein werden. Er gehe davon aus, dass diese nicht mehr in diesem Jahr beendet werden könnten. Heitmüller hat dem Sitzungsprotokoll zufolge darauf hingewiesen, dass sowohl der Besitzer als auch der Betreiber der „Burgschänke“ auf einen Zeitplan warteten, der ihnen eine längerfristige Planung ermögliche.

Nachtrag 24.06.2016: Im Ortsrat Salzderhelden hat es laut Protokoll während der jüngsten Sitzung neue Informationen zu der Thematik gegeben (auch hier nachzulesen). Die Planung wurde an das Ingenieurbüro Dr. Borg (Hildesheim) vergeben. Nach Abschluss des Vergabeverfahrens ist vorgesehen, die Bauleistungen bis Ende Juli zu vergeben. Da lag ich mit meiner Zeitschätzung (siehe oben) gar nicht so daneben… Die Baumaßnahme soll wegen der bis zum Eintreten der Winterperiode nur noch verbleibenden Bauzeit in zwei Abschnitten durchgeführt werden. Anfang August sollen die Betonarbeiten starten und im ersten Abschnitt bis spätestens Ende November abgeschlossen sein. Die Zufahrt (Straßenbau- und Nebenarbeiten) sollen dann zwischen März/ April und Mai/Juni 2017 hergestellt werden. Als Bauweise wird eine Stahlbetonwand mit Rückverankerung realisiert. Dadurch können während der Bauarbeiten sowohl die Einbecker Straße (K 524) als auch die Zufahrt zur Burganlage genutzt werden. Die an der Einsturzstelle im vergangenen Herbst als vorübergehende Sicherung eingebauten Gabionen werden schrittweise entfernt, die Böschung durch so genannte Verpresspfähle und bewehrtem Spritzbeton gesichert. Die Zufahrt zu Burg und Burgschänke wird im unteren Abschnitt aufgeweitet. Dafür muss eine Natursteinmauer dort auf einer Länge von etwa zehn Metern abgerissen werden. Zur Sicherung werden dort wieder Gabionen eingebaut.

Heldenburg: Neues über alte Mauern

Mit einer interessanten Stellungnahme hat sich heute der Förderverein Heldenburg Salzderhelden bei Facebook zu Wort gemeldet. Interessant vor allem, weil es seit der provisorischen Abstützung der im Oktober eingestürzten Zufahrt-Mauer so gut wie keine Informationen mehr zu dem Thema gegeben hatte.

Bauarbeiten im WinterschlafIm Frühjahr 2015 war die frohe Kunde zu vernehmen, dass das Land Niedersachsen einen…

Posted by Heldenburg Salzderhelden on Sonntag, 21. Februar 2016

 

Wie der Förderverein bei Facebook schreibt, seien die Untersuchungen des Mauerwerks weitgehend abgeschlossen. 2016 soll getestet werden, wie der Verfall am Besten zu stoppen ist. Es sei müßig darüber zu diskutieren, ob die Bauarbeiten für die neuen Treppenzugang-Stufen ein Grund für den Einsturz der Mauer gewesen seien, schreibt der Förderverein. Denn im Frühjahr 2015 seien ja auch z.B. die Kastanien oberhalb der Mauer gefällt worden, die nun kein Wasser mehr aus dem Boden ziehen. Stadt und Land, denen die Auffahrt zu je 50 Prozent gehört, seien seit 30 Jahren keinerlei Verkehrssicherungspflicht nachgekommen. Wiederholt habe der Förderverein Heldenburg bei Ortsterminen auf die Spurrillen in der Auffahrt und die Ausbeulung der Mauer hingewiesen. Die Auffahrt habe jahrelang dem Lieferverkehr der Burgschänke und dem Baustellenverkehr standgehalten: bei der Instandsetzung der Burg vor 30 Jahren, beim Einbau der Treppe in den Turm, bei den Ausgrabungen in der Kapelle, beim Einbau der Zwischendecke in die Kapelle sowie dem Bau der Toilettenanlage – immer wurde Material über die Auffahrt transportiert. Bis zum Oktober 2015.

Ich weiß nicht, ob es müßig ist, über die Ursachen zu sprechen. Ich habe schon nach dem Einsturz hier geschrieben, dass sobald die Zukunftslösungen klar sind, die Ursachensuche intensiviert werden muss. Da geht es schließlich unter Umständen auch um Haftungsfragen und Kostenübernahmen. Geld für die Sanierung der Mauer ist für dieses Jahr eingeplant im städtischen Haushalt. Die Bauarbeiten an der Auffahrt sollen im Frühjahr beginnen, schreibt der Förderverein heute. „Zwar handelte die Stadt Einbeck schnell, um wenigstens ein provisorisches Erreichen der Burgschänke zu ermöglichen – die eigentliche Arbeit liegt allerdings noch vor ihr.“ Dazu gehört auch die Ursachen-Suche.