Inklusive Seniorenpolitik

Irnfried Rabe wurde 70, Fraktionskollege Christian Grascha gratulierte.

Irnfried Rabe wurde 70, Fraktionskollege Christian Grascha gratulierte.

Ein weiteres Mal nach 2011 ist gestern die CDU im Kreistag mit ihrem Begehren gescheitert, auf Kreisebene einen Seniorenbeirat einzurichten. Und ein Kreistagsabgeordneter diente gleichsam als lebendiges Beispiel gegen ein neues Gremium: Irnfried Rabe (FDP), der am Tag der Sitzung seinen 70. Geburtstag feierte, von allen Seiten Glückwünsche dafür  und auch Präsente entgegen nehmen konnte. “Wenn bei Älteren etwas im Argen liegt, haben wir Erfahrung genug, uns ausreichend politisch Gehör zu verschaffen”, sagte Rabe – und stimmte wie die Mehrheit gegen den CDU-Antrag. Allenfalls auf der Gesetzgebungsebene, also im Land, sei eine Seniorenvertretung sinnvoll, sagte der Liberale. Rabe ist erfahrener Politikprofi: Nach seiner Zeit als Kreisdirektor in der Landkreisverwaltung war er zeitweise auch hauptamtlicher Bürgermeister in Northeim.

Hans-Jürgen Scholz (SPD) machte deutlich, warum die SPD gegen den Beirat ist: Wichtig sei, für Senioren Politik zu machen und nicht ob sie dies in einer eigenen Vertretung geschehe. Der zuständige Kreistagsausschuss beispielsweise trage unter anderem auch den Namen “Senioren”, die SPD nutze dort beispielsweise die Möglichkeit, beratende Mitglieder ihrer Seniorenorganisation 60plus hinzuzuwählen, um Senioren in Entscheidungen zu integrieren.

Und letztlich sei Kreistagskollege Rabe ein lebendiges Beispiel, wie “Seniorenpolitik” auch im Kreistag vertreten werde, schmunzelte Scholz. “Wir feiern ja heute nicht seinen 30.”

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