Stadt entwickeln

Auch das sanierte Gelände der ehemaligen Firma Pelz-Schmidt am Walkemühlenweg gehört zum Planungsareal.

Auch das sanierte Gelände der ehemaligen Firma Pelz-Schmidt am Walkemühlenweg gehört zum Planungsareal. Archivfoto 2014

Eine Stadt ist niemals fertig. Immer entwickelt sie sich weiter. Von selbst. Oder durch Impulse. Mit der immer realer werdenden Planung für einen ganzen Stadtteil im Süden der Kernstadt verabschiedet sich die Stadtverwaltung auch endlich (zumindest teilweise) von der jüngst immer wieder zu beobachtenden Fokussierung auf eine reine Investorenplanung. Also darauf, nur das dann planerisch im Rahmen der Möglichkeiten zu erfüllen, was potenzielle Investoren gerne für ihre Bauvorhaben realisiert gesehen hätten. Nach dem Stadtentwicklungsausschuss hat in dieser Woche auch der Verwaltungsausschuss des Stadtrates einstimmig grünes Licht dafür gegeben, den Rahmenplan für das Areal Walkemühlenweg/ Deinerlindenweg/ Mühlenkanal inhaltlich auszuarbeiten. Für Einbeck bietet das Gebiet eine große Chance, verhältnismäßig innenstadtnah Wohnraum zu schaffen. Und gleichzeitig Brachen zu verhindern oder bereits bestehende zu beseitigen. Diese Chance sollte die Politik nicht vertun. Offenbar tut sie’s auch nicht. Schon im Juni könnte der Rahmenplan stehen, zuvor ist eine öffentliche Beteiligung u.a. der Anlieger vorgesehen.

Der Rahmenplan für das Stadtviertel zwischen Walkemühlenweg und Mühlenkanal soll so gestrickt werden, dass abschnittsweise Teile von ihm realisiert werden können. Am Beginn steht der Impuls eines Investors: Die auf Bebauungskonzepte für seniorengerechte Wohnformen spezialisierte Lebensziel GmbH aus Holle bei Hildesheim möchte eingeschossige, barrierefreie, freistehende Bungalows mit Grundflächen zwischen 80 bis 120 Quadratmetern bauen. Dafür ist das Areal der ehemaligen Stadtgärtnerei vorgesehen.

Neben diesem Vorhaben soll aber die weitere Fläche des Quartiers für Wohnen Schritt für Schritt je nach Bedarf erschlossen werden können. Auch eine neue Straßenverbindung zwischen Königsberger Platz und Kolberger Straße soll durch das Gebiet führen und es erschließen. Da darf man jetzt auf die Details gespannt sein.

(c) LangePuche

Für diese Variante des Rahmenplans hat sich die Politik einstimmig entschieden. (c) Lange Puche GmbH

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