Haus der Jugend: Was lange währt…

Ortstermin des Jugendausschusses auf der Baustelle: Henrik Probst (l.) erläutert das Vorhaben.

Ortstermin des Jugendausschusses auf der Baustelle: Stadtjugendpfleger Henrik Probst (l.) erläutert das Vorhaben.

Das neue Haus der Jugend soll am 11. Juni mit einer Eröffnungsfeier seinen Betrieb aufnehmen. Das sagte Stadtjugendpfleger Henrik Probst bei einem Ortstermin des Jugendausschusses auf der Baustelle am Kohnser Weg. Das neue Jugend- und Sportzentrum würde damit gut zwei Jahre nach der Standortentscheidung an den Start gehen. Wann östlich des ehemaligen Flüchtlingswohnheims eine Multifunktionshalle angebaut wird, hängt von der Finanzierung ab. Von den Kosten in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro sollen 800.000 Euro aus Fördermitteln bezahlt werden, wann und ob diese fließen, entscheidet sich laut Probst im Mai. In den nächsten zwei bis drei Jahren soll dann außerdem noch das zweite der ehemaligen Wohnheime zu einem Jugendgästehaus umgebaut werden. Der Stadtjugendpfleger zeigte beim Ortstermin auf der Baustelle den Kommunalpolitikern und interessierten Bürgern die Räume und erläuterte die Arbeiten, die bereits erledigt worden sind – und die, die bis zur Eröffnung in den nächsten acht Wochen noch folgen müssen. Außer einem großen, multifunktional nutzbaren Café im Erdgeschoss mit Küche (die Theke soll die Optik einer Lkw-Kühlerhaube bekommen) gibt es im neuen Haus der Jugend verschiedene Räume für Vereine, Fitness und Sport. In mehreren Räumen mit einem benachbarten Tonstudio können verschiedene Bands proben. Neben den beteiligten Handwerkern sind auch die späteren Nutzer auf der Baustelle aktiv gewesen: Musiker, Zierfischfreunde, Kickboxer und Amateurfunker haben Tapeten abgerissen und damit geholfen Kosten zu senken. Großzügig sind die Toilettenanlagen im neuen Haus der Jugend dimensioniert. Sie wurden allerdings gleich so geplant, dass sie auch von Besuchern der vorgesehenen Multifunktionshalle mit genutzt werden können.

Im neuen Haus der Jugend (v.l.): Dr. Wolfgang Auer, Margrit Cludius-Brandt, Rolf Hojnatzki, Henrik Probst, Bettina Hillmer, Eunice Schenitzki, Gitta Kunzi. Foto: SPD

Im neuen Haus der Jugend (v.l.): Dr. Wolfgang Auer, Margrit Cludius-Brandt, Rolf Hojnatzki, Henrik Probst, Bettina Hillmer, Eunice Schenitzki, Gitta Kunzi. Foto: SPD

Bevor sich der Jugendausschuss des Einbecker Stadtrates vor Ort einen Eindruck von den auf der Zielgerade befindlichen Bauarbeiten für das neue Haus der Jugend verschaffte, hatte bereits am Nachmittag des 10. März die SPD-Ratsfraktion die zwischenzeitlichen Fortschritte der Baumaßnahme in Augenschein genommen. Die Grundstrukturen seien fertig, Heizung und Licht installiert, teilen die Sozialdemokraten via Presseinfo mit. Die Jugendlichen und die im Haus untergebrachten Gruppen hätten sich nach ihren Möglichkeiten an den Vorarbeiten der Renovierungsmaßnahmen beteiligt und seien nach Aussagen des Stadtjugendpflegers mit Eifer dabei. „Auch wenn noch etwas Phantasie nötig war, sich den fertigen Bau und die Einrichtung vorzustellen, gelang es Stadtjugendpfleger Henrik Probst den anwesenden Politikern in plastischen Schilderungen die einzelnen Räumlichkeiten und den zu erwartenden Endzustand zu beschreiben“, schreibt die SPD. Gerade die vorgesehene Außenterrasse und der Balkon werde den strengen Baukörper auflockern, waren sich die Anwesenden einig. Bis zur geplanten Eröffnung im Mai müsse allerdings noch viel passieren. Auch das Außengelände sei noch eine Herausforderung für alle Akteure. Nach dem langen Weg bis zum neuen Haus der Jugend könne man jetzt Fortschritte erkennen und sich auf den Umzug und die Eröffnung freuen, meint die SPD.

(Aktualisiert: 23.03.2016, 19:15 Uhr)

Am Rande der Stadt: Im Gebäude links der einstigen Flüchtlingswohnheime am Kohnser Weg entsteht das neue Haus der Jugend.

Am Rande der Stadt Einbeck: Im Gebäude links der einstigen zwei Flüchtlingswohnheime am Kohnser Weg entsteht das neue Haus der Jugend.

Nachtrag 06.04.2016: Laut einer Pressemitteilung des zuständigen Ministeriums in Hannover bekommt die Stadt Einbeck für das Jahr 2016 Städtebau-Fördermittel aus dem Programm „Kleine Städte und Gemeinden“ in Höhe von einer Million Euro. Wie Bauamtsleiter Frithjof Look heute in einer Pressemitteilung (PM_KSG_06042016) ergänzte, wird das Geld für die beantragten Maßnahmen „Jugendgästehaus (Umnutzung/Ergänzung einer Bestandsimmobilie)“ und „Multifunktionshalle Einbeck (Neubau)“ bereitgestellt – allerdings erst, wenn „in den nächsten Monaten“ der offizielle, schriftliche  Erlass im Rathaus vorliegt. Außerdem werde erfahrungsgemäß das Fördergeld auf mehrere Haushaltsjahre verteilt, dies müsse bei der Realisierung bedacht werden, erklärte Look. Zudem sei die Multifunktionshalle noch nicht ausfinanziert. Eine erneute Anmeldung für die restlichen Fördermittel (22.000 Euro) sei für das Programmjahr 2017 zu stellen. Damit dürfte es unterm Strich noch einige Zeit dauern, bis die Bagger anrücken und eine Multifunktionshalle bauen.

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