Der Bau des neuen Windparks Holtensen-Hullersen befindet sich fast im Zeitplan. Der Betreiber SAB Windteam GmbH (Itzehoe) kündigt für Mitte Dezember an, den ersten erzeugten Strom einspeisen zu können. Das neue Umspannwerk für den Windpark an der K 510 soll beim Netzbetreiber Avacon in den nächsten Tagen zugeschaltet werden. Acht von neun Windrädern stehen und sind funktionsfähig, es laufen die so genannten Vor-Inbetriebnahmen. Die neunte Windenergieanlage wird bei der nächsten windschwächeren Möglichkeit errichtet, sagte SAB-Windteam-Sprecher Oliver Kayser auf meine Anfrage. Der Stadtrat wird am 6. Dezember diskutieren, wie die Erlösbeteiligung in Zukunft verwendet werden soll.
Der neue Windpark werde nachts nicht blinken, betonte SAB Windteam. Hier hatten Aussagen in Ortsratsprotokollen zuletzt für Irritationen gesorgt. Momentan werde die Technik für die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung (BNK) der Firma Lanthan Safe Sky angeliefert und an den Windenergieanlagen montiert. Das System über Transpondersignale frei von Radaremissionen funktioniert so, dass dieses den Flugverkehr ortet und die roten Hinderniswarnleuchten an Windenergieanlagen innerhalb kürzester Zeit einschaltet, sobald sich ein Flugobjekt nähert. Ansonsten sind diese Leuchten ausgeschaltet, der Himmel ist also nachtdunkel. Nach erfolgreichem Probebetrieb und der Anzeige bei den Behörden werde nachts nichts blinken, versichterte SAB-Windteam-Sprecher Oliver Kayser.
Entgegen der ursprünglichen Befürchtung war die monatelange Sperrung der B3 bei Hohnstedt zur Autobahn für die Anlieferung der Teile des Windparks (z.B. Rotorblätter, Betonelemente für den Turm) kein Problem. Alle Komponenten seien vor Ort, die Vollsperrung habe die Errichtung der Windräder auch in den vergangenen Monaten nicht betroffen, erklärte SAB-Windteam-Sprecher Oliver Kayser.


