Für den Start in ein Großprojekt soll der Verwaltungsausschuss in seiner letzten Sitzung vor der Kommunalwahl noch grünes Licht geben: den Ausbau der Ortsdurchfahrt Einbeck, ein in sieben Bauabschnitte aufgeteiltes Vorhaben, für das mit einer niedrigen zweistelligen Millionensumme kalkuliert wird. In das Förderprogramm des Landes ist die Stadt Einbeck bereits aufgenommen. Zunächst geht es um den ersten Bauabschnitt des Altendorfer Tor zwischen den Einmündungen Kapellenstraße und Saalfeldstraße. Heute stand das Projekt im VA noch nicht auf der Tagesordnung, sagte Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek im Anschluss, die Verwaltung werde in den nächsten 14 Tagen eine Variante erarbeiten. Nach einem VA-Beschluss am 9. September kann die Verwaltung bis Ende September den Antrag beim Straßenbauamt stellen, Ende des Jahres die Gewerke ausschreiben und – wenn alles optimal läuft – im Frühjahr 2027 mit den Bauarbeiten starten.
Mit reichlich Tempo hatten jüngst im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen die Planerinnen des beauftragten Ingenieurbüros Siebert aus Göttingen-Rosdorf die Überlegungen für die Ortsdurchfahrt der Politik und der Öffentlichkeit präsentiert; im Juli war der Verwaltungsausschuss bereits über die Thematik ins Bild gesetzt worden. Sachgebietsleiter Matthias Zaft lobte die zügige Planungsleistung des Büros. Dadurch werde man in die Lage versetzt, zeitnah das Projekt beginnen zu können. Erst mit Genehmigung des Doppelhaushalts 2026/27 hatte der VA Ende Mai nach europaweiter Ausschreibung die Planungsleistung an das Ingenieurbüro Siebert (Rosdorf) vergeben. In der Folge waren Anfang August auch bereits die Anlieger vorab informiert worden, was da für Autohäuser, Tankstelle und Supermarkt bevorstehen wird.
Der Start in das sich wahrscheinlich rund ein Jahrzehnt hinziehende Millionenprojekt ist das eine. In den ersten beiden Bauabschnitten ist ohnehin nur wenig kreativer Spielraum, als gesetzt gilt eine mindestens 6,50 breite Fahrbahn mit Abbiegespuren und beidseitigen Fahrradwegen (je 2,50 Meter breit) sowie dünnen Grünstreifen. Erst in den folgenden Bauabschnitten wird’s imgrunde spannend für die Politik, denn hier gilt dann zu entscheiden, ob beispielsweise Bäume in großem Umfang wegfallen sollen, Parkplätze nur noch auf einer Seite vorhanden sein werden oder Kreisverkehre (bei der Aral-Tankstelle und an der BBS-Kreuzung Hullerser Tor) den Straßenverkehr auf der Strecke verändern sollen. Wobei das Förderprogramm seinen Schwerpunkt auf zügig fließenden Autoverkehr legt, es darf keine Tempo-Reduzierung vorgenommen werden und auch die Kreisel gelten als wahrscheinlich nicht förderfähig, weil sie den Durchgangsverkehr abbremsen, so die Erläuterungen der Planer. Die innenstadtnahe, unmittelbare Durchfahrt in der Altendorfer Straße ist erst der 7. und letzte Bauabschnitt – nicht zuletzt, weil sonst von der früheren Förderung etwas zurück gezahlt werden müsste, wenn man schon wieder die Straße baulich anfasst. Der Abschnitt war zuletzt 1996/97 zwischen Neustädter Kirchplatz und Bürgermeisterwall ausgebaut worden, also vor 30 Jahren.


Vielen Dank für die kartographische Darstellung. Ich bin allein durch die verbale Darlegung der verschiedenen Bauabschnitte und deren Reihenfolge „ins Stolpern“ geraten, warum was wann angefangen/umgesetzt werden soll.