KWS plant Pyrolyse-Anlage und möchte sich dafür nach Osten erweitern

(c) Foto: Frank Bertram

KWS möchte seinen Standort in Einbeck an der Otto-Hahn-Straße zwischen Bahnlinie und der Landessstraße 487 im Bereich „Vor dem Kalkwerk“ südlich des neuen Elitespeichers erweitern. Dort soll auf insgesamt rund 2,4 Hektar Fläche eine Reststoffverwertungsanlage (Pyrolyse) entstehen. Für die notwendigen Änderungen von Flächennutzungsplan und Bebauungsplan hat der zuständige Ratsausschuss für Stadtentwicklung und Bauen einstimmig das Verfahren gestartet. Die noch notwendigen Grundstücksflächen gehören bislang der Stadt Einbeck und sollen von KWS erworben werden. 

Bei KWS in Einbeck fallen durch die Zuckerrübenproduktion jährlich 6000 bis 7000 Tonnen biogene Reststoffe wie Rübensamenausschuss an, die bisher mit entsprechendem Aufwand abtransportiert und entsorgt werden müssen. Durch den Einsatz der Pyrolyse-Technik, die erst jetzt marktreif sei, könnten diese Reststoffe künftig direkt vor Ort genutzt und Wärme erzeugt werden, erläuterte KWS-Vertreter Chris Preuß im Ausschuss. Mit der Anlage könne 30 Prozent des gesamtes Gaseinsatzes ersetzt werden, was für KWS erheblich zur angestrebten CO2-Reduzierung am Standort beitrage.

Die Anlieferung soll über eine Förderstrecke erfolgen, welche die Otto-Hahn-Straße überbrückt. Auf den Erweiterungsflächen sollen auch weitere Hallen für Lagerung oder Produktion ermöglicht werden. Das derzeit als Acker genutzte Areal wird über eine bestehende Zufahrt zu der vorhandenen Halle 8 und der genehmigten neuen Halle 9 erschlossen. Im Zuge des Planungsverfahren soll die Umweltverträglichkeit geprüft werden, insbesondere soll vom FFH-Gebiet Altendorfer Berg ein Amphibien-Wanderkorridor berücksichtigt werden. Im keilförmigen östlichsten Teil des Plangebiets ist ein Ersatzbiotop vorgesehen.

„Vor dem Kalkwerk“ heißt die Flur, auf dessen Fläche KWS erweitern möchte. (c) Stadt Einbeck
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Wo heute noch Mais wächst, möchte KWS zwischen Landesstraße und Bahntrasse eine Pyrolyseanlage bauen.
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Die Bauarbeiten im Vordergrund sind Teil der Bauarbeiten für die Suedlink-Trasse, KWS möchte im Hintergrund in Verlängerung seiner Halle 8 eine Pyrolyseanlage bauen.

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