
Ideen sind gefragt, wie der Neustädter Kirchplatz in Zukunft aussehen soll. Die Stadt lädt vor dem Start eines städtebaulichen Architektenwettbewerbs morgen am 22. Juli (19 Uhr, Rathaushalle) zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung ein. Jeder kann seine Ideen vorbringen. Anregungen sollen für die Ausschreibung des Architektenwettbewerbs berücksichtigt werden. Ich würde mich freuen, wenn davon viele Einbecker Gebrauch machen, sich einmischen. Und wir alle sollten der Versuchung widerstehen, Ideen sofort pauschal abzuqualifizieren, nur weil sie unserer eigenen Meinung nicht vollständig entsprechen. Ein Brainstorming, ein Spinnen dürfen, kann manchmal zu sehr kreativen Gedanken führen.
Hier sind meine Vorschläge – unter den obwaltenden Umständen, dass der Platz nur teilweise bebaut werden soll:
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Zugang zum Parkhaus vom Neustädter Kirchplatz aus. Der Neustädter Kirchplatz als zentraler Platz ist ein wichtiges Eingangstor zur City. Er muss fußgängerzonennahe Parkgelegenheit für Gäste und Einbecker bleiben. Daher ist notwendig, das benachbarte Parkhaus deutlich besser auszuschildern. Vielleicht ist dafür sogar eine bauliche Veränderung der Zufahrtssituation (heute: Unterführung unter einem Haus) vom Platz aus notwendig. Vor allem aber sind die bestehenden Parkplätze auf dem Platz und vor dem Amtsgericht neu zu pflastern und zu verbreitern. Der gesamte Platz muss lichter, heller, moderner, einladender werden.
- Die „Löwenkreuzung“ könnte als Kreisel sicherlich größere Verkehrsmengen bewältigen, der Verkehr würde sich bei einem Kreisverkehr nicht mehr so stauen. Unbedingt müssten dann aber ausreichend Querungshilfen vorhanden sein, damit die Fußgänger gefahrlos vom Parkplatz zur Marktstraße gelangen können. Ob diese Idee praktikabel ist, müssen Verkehrsexperten beurteilen, auch angesichts der benötigten Platz- und Radiusverhältnisse für Lkw.
- Das Gemeindehaus auf dem Neustädter Kirchplatz sollte entweder umgebaut werden (mindestens ein weiteres Stockwerk) oder einem Neubau in ähnlicher Größe weichen: Dort könnte ein zentrales Willkommens-Center für Gäste entstehen, inklusive kleinem Café. Die Tourist-Info könnte aus dem Eicke’schen Haus umziehen und am Neustädter Kirchplatz die Gäste informieren (dann beispielsweise mit den Fahrrad-Boxen direkt vor der Tür an einem wichtigen Kreuzungspunkt von Radfernwegen und auch mit Reisebus-Stellplätzen), dort auch zentral Souvernirs aller Einbecker Akteure feilbieten, die Brauerei ganz in der Nähe ihren Fanshop gleich komplett verlegen.
Und welche Ideen haben Sie?
