Fachausschuss einigt sich: Weg für Bernard Krzepina als neuer Kreisbrandmeister ist frei

Jetzt muss nur noch der Kreistag am 20. Juni zustimmen. Der Fachausschuss für Brand- und Katastrophenschutz hat einstimmig empfohlen, Bernard Krzepina (Northeim) ab 2. Juli zum neuen Kreisbrandmeister des Landkreises Northeim zu berufen – zunächst kommissarisch, bis er alle geforderten Lehrgänge absolviert hat; einer von drei laut neuer Feuerwehrverordnung notwendigen als formale Voraussetzung fehlt ihm noch. Sobald das geschehen ist, soll Krzepina dann auch vom Kreistag zum Ehrenbeamten ernannt werden. Auf Initiative der Kreistagsgruppen CDU/FDP/Die Unabhängigen und Grüne-Linke hat der Kreistag-Fachausschuss ebenso einstimmig beschlossen die Landrätin zu beauftragen, eine begonnene Mediation zwischen dem neuen Kreisbrandmeister und den vier Brandabschnittsleitern fortzusetzen „und damit einen respektvollen Umgang miteinander zu fördern. Darüber hinaus sollen verwaltungsseitig regelmäßige Besprechungen mit den handelnden Akteuren terminiert werden, im Ergebnis soll dem neuen Kreisbrandmeister damit unter anderem die Einarbeitung insbesondere in die Themenfelder des Zivil- und Katastrophenschutzes ermöglicht und eine Hilfestellung zur Zusammenarbeit mit den weiteren Führungskräften gegeben werden“, heißt es in dem Beschluss. Über die Entwicklung soll die Landrätin regelmäßig im Kreisausschuss berichten.

Das solle „keine betreute Feuerwehr“ werden, sagte Dirk Ebrecht (CDU) augenzwinkernd zu der Mediation, aber einige Dissonanzen müssten noch aus dem Weg geräumt werden. Der Kreistagsabgeordnete erinnerte an die öffentliche Debatte nach der Empfehlungswahl der Feuerwehr-Führungskräfte Ende Februar, nach der die Kreistagsmitglieder nicht einfach zur Tagesordnung übergehen konnten. Dafür seien Thema und Funktion zu wichtig, sagte Ebrecht, der sich freute, dass alle Beteiligten zur Streitbeilegung bereit seien. Von Heidi Emunds (SPD) kam die klare Ansage an die Feuerwehr: „Bringt Euren Laden wieder in Ordnung.“

Der scheidende Kreisbrandmeister Marko de Klein (Greene) nutzte die Gelegenheit im Fachausschuss dazu, auf die vergangenen Monate der emotionalen Debatte zurück zu schauen. Die Wahl am 28. Februar habe Überraschungen gebracht und in der Folge unschöne Diskussionen. De Klein betonte, die Kritik des Regierungsbrandmeisters und der Abschnittsleiter sei nicht durch diese selbst in die Öffentlichkeit getragen worden. „Der Punkt ist eher in der Politik zu suchen.“ Die Feuerwehr habe das nicht gewollt. Die Gemüter „und was pressetechnisch da aufbereitet worden ist“ hätten „einen großen Keil in die Feuerwehr hineingetragen, der hätte nicht sein müssen“, sagte der nach sechs Jahren scheidende Kreisbrandmeister. Durch die kommissarische Ernennung seines Nachfolgers könne er jetzt eine sehr gut funktionierende und aufgestellte Kreisfeuerwehr übergeben. Herausforderungen für die Feuerwehr gebe es genügend, für diese bedürfe es eine klaren und guten Führung. Marko de Klein: „Dafür werden alle Beteiligten Sorge tragen und ich glaube, es geht auch seinen richtigen Weg.“