Eine 18-köpfige Delegation der Stadt Einbeck war dabei, als jetzt die österreichische Partnerstadt Wieselburg ihr 50-jähriges Stadtjubiläum feierte. Nach Niederösterreich gereist waren Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek sowie Mitglieder aus Rat und Verwaltung, darunter der Ratsvorsitzende Frank Doods, die stellvertretenden Bürgermeister Petra Bohnsack und Detlef Martin sowie Baudirektor Jens Ellinghaus.

Der Empfang ließ von Anfang an keinen Zweifel daran, wie sehr man sich in Wieselburg über den Besuch freute, schreibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung: Bereits am Anreiseabend hieß Bürgermeister Dr. Josef Leitner die Einbecker Gäste zusammen mit Gemeinderatsmitgliedern und Verwaltungsmitarbeitenden willkommen. In den folgenden Tagen erwartete die Delegation ein abwechslungsreiches Programm – von der Brot-Erlebniswelt „Haubiversum“ über einen neu konzipierten historischen Stadtrundgang bis hin zu reichlich Gelegenheit, die kulinarischen Spezialitäten der Region zu genießen und die Freundschaft zwischen den Städten weiter zu vertiefen.
Der offizielle Höhepunkt des Besuchs fand am Abend des 8. Mai statt: Exakt 50 Jahre nach der Stadterhebung Wieselburgs im Jahr 1976 lud eine festliche Stadtratssitzung zum Jubiläumsfestakt. Bürgermeister Dr. Josef Leitner und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner würdigten in ihren Festreden fünf Jahrzehnte städtischer Entwicklung, Zusammenhalt und Gemeinschaft. Was danach folgte, dürfte vielen Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben, heißt es in dem Bericht der Stadt Einbeck: Eigens für das Jubiläum wurde das Musical „The Journey – Eine unverhoffte Reise“ komponiert und aufgeführt. Das Stück erzählt von Freundschaft, Zusammenhalt und dem Mut, Entscheidungen zu treffen – auch wenn sie klein erscheinen. 120 Schülerinnen und Schüler der Musikschule Wieselburg begeisterten das Publikum mit außergewöhnlichen Leistungen in Tanz, Schauspiel, Gesang und Musik. Buch, Texte, Regie und künstlerische Gesamtleitung lagen in den Händen von Emilia Heigl, die musikalische Leitung hatte Stefan Buxhofer.

Die Einbecker Delegation gratulierte herzlich – und brachte ein besonderes Geschenk mit: eine eigens angefertigte Holzbank, die „Bank der Freundschaft“. Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek betonte bei der Übergabe: „Ein halbes Jahrhundert – das ist nicht nur eine Zahl, sondern eine Geschichte voller Entwicklung, voller Zusammenhalt und lebendiger Gemeinschaft. Die Stadt Wieselburg hat in diesen fünf Jahrzehnten eindrucksvoll bewiesen, wie Tradition und Fortschritt Hand in Hand gehen können – und das, wie wir aus Einbeck anerkennend sagen, mit großem Weitblick und mit einer gehörigen Portion Charme. Die Bank der Freundschaft soll unsere langjährige Städtefreundschaft würdigen, aber auch als Ort der Begegnung für die Wieselburgerinnen und Wieselburger dienen, um ins Gespräch zu kommen und das Miteinander zu fördern.“

Am Abschlussabend gab es eine weitere besondere Auszeichnung: Der Wieselburger Vizebürgermeister a.D. Peter Reiter erhielt die silberne Ehrennadel der Stadt Einbeck. Mit dieser Ehrung würdigte der Rat der Stadt Einbeck sein mehr als zwei Jahrzehnte andauerndes, leidenschaftliches Engagement für die Städtepartnerschaft Wieselburg–Kreiensen/ Einbeck – ein Dankeschön im Namen aller Einbeckerinnen und Einbecker.
Mit Wieselburger Bier im Gepäck, Regionalspezialitäten und dem Gefühl tiefer Verbundenheit trat die Delegation die Heimreise an – und die Vorfreude auf das nächste Treffen war bei allen deutlich zu spüren, heißt es in dem Bericht aus der Stadtverwaltung.
Die Städtepartnerschaft zwischen der Gemeinde Kreiensen und der Stadtgemeinde Wieselburg wurde 1987 geschlossen. Nach der Fusion von Kreiensen und Einbeck im Jahr 2013 übernahm die nun größere Stadt Einbeck die Partnerschaft. Seitdem prägen regelmäßige Treffen – rund um Christi Himmelfahrt, beim Einbecker Eulenfest und dem Wieselburger Adventsmarkt –, gemeinsame Feuerwehrbesuche sowie zahlreiche private Freundschaftskontakte die herzliche Verbundenheit beider Städte.

