Es war einmal… Jamaika galt in der Einbecker Politik jahrelang als Begriff für das einstige Ratsbündnis zwischen CDU, FDP und Grünen, benannt nach den Farben der Landesflagge Jamaikas und denen der Parteien: Schwarz, Gelb, Grün. Damals, noch in der vorvergangenen Ratsperiode, hieß der Bürgermeister Ulrich Minkner (SPD), was zwischen Verwaltungschef und Jamaika-Ratsmehrheit immer wieder zu Auseinandersetzungen führte. Die heutige Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek war damals CDU-Ratsmitglied.
Warum ich das schreibe? Weil mir als aufmerksamem Leser von Newslettern, Einladungen und Pressemitteilungen in den vergangenen Tagen die Frage durch den Kopf ging, ob es eine Neuauflage von Jamaika in der Einbecker Politik gibt. Warum? Erst schreibt die Bürgermeisterin in ihrem wöchentlichen Tätigkeitsprotokoll, dem Newsletter im Internet, von einem Treffen mit den Fraktionen von CDU, FDP und Bündnis ’90/Die Grünen. Kurze Zwischenrecherche: die SPD war nicht dabei. Dann erreichte mich eine Einladung des FDP-Landtagsabgeordneten Christian Grascha, der am kommenden Montag mit „Dr. Reinhard Binder, Vorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion, sowie weiteren Vertretern der FDP, der CDU im Stadtrat Einbeck und von den Grünen im Stadtrat Einbeck“ (Zitat) das Lehrschwimmbecken der Geschwister-Scholl-Schule besucht und sich über die geplante Schließung/Sanierung informieren will. Schulleitung, Förderverein und Eltern wollen eine drohende Schließung verhindern, informieren derzeit die Fraktionen.
