Reden und handeln!

Kommunikation ist wichtig – untereinander, miteinander. Um die in den Landkreis Northeim und konkret nach Einbeck kommenden Flüchtlinge aus aller Welt aufnehmen und diese integrieren zu können, sind viele Gespräche notwendig. Ein Runder Tisch hat sich Mitte Januar erstmals zu dem Thema getroffen. Im Oktober war er von der SPD initiiert worden. Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Frauen, Familie und Senioren des Kreistages beschäftigt sich am Donnerstag (19. Februar, 16 Uhr, Kreishaus Northeim) in öffentlicher Sitzung mit einem „Konzept zur umfassenden Betreuung geflüchteter Menschen“, das der Kreistag am 27. Februar verabschieden soll. Nach den dort vorgelegten Zahlen muss Einbeck nach dem aktuellen Verteilungsschlüssel im Jahr 2015 insgesamt 172 neue Flüchtlinge aufnehmen und unterbringen, 20 wurden bis Ende Januar bereits zugewiesen.

Aber nicht nur reden steht auf der Tagesordnung. Wie konkretes Handeln bei diesem Thema aussehen kann, machen die Baptistengemeinde Einbeck und jetzt aktuell auch der Verein FIPS vor. FIPS hat sich beispielsweise selbst um die Finanzierung der Sprachförderung „Mama lernt Deutsch“ gekümmert, wartet nicht darauf, bis Fördergelder von wem auch immer genehmigt werden. Das ist vorbildlich.

Weniger vorbildlich ist, dass für das zweite Treffen des Runden Tisches Integration in Einbeck offenbar vergessen worden ist, mehrere Interessierte einzuladen. Beispielsweise die Öffentlichkeit… Erst auf Nachfrage erfuhren Journalisten von Ort und Zeit des Tisch-Treffens.

Der Landkreis Northeim hat in diesen Tagen aktuelle Zahlen zum Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund veröffentlicht (Excel-Datei Statistik: azr_jahresstatistik_2014-1). Im Kreisgebiet beträgt der Ausländeranteil zum Stichtag 1. Januar 2015 rund 4,4 Prozent, das ist noch nicht einmal halb so viel wie in ganz Deutschland. Zum Jahresbeginn lebten im Landkreis Northeim insgesamt 5924 Ausländerinnen und Ausländer aus insgesamt 122 Nationen. Die meisten Ausländer gehören mit 1198 der Altersgruppe der 35- bis 45-Jährigen an, teilt die Behörde mit.

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