Schnellstmöglich

Äußerlich sichtbar hat sich noch nichts getan am ehemaligen Flüchtlingswohnheim am Kohnser Weg, das zum Haus der Jugend werden soll.

Äußerlich sichtbar hat sich noch nichts getan am ehemaligen Flüchtlingswohnheim am Kohnser Weg, das zum Haus der Jugend werden soll.

Das Thema Haus der Jugend steht nicht mehr auf der politischen Agenda. Und eilig hat es offenbar niemand der Beteiligten. Diesen Eindruck musste gewinnen, wer die jüngste Jugendausschuss-Sitzung verfolgt hat – so schnell und diskussionslos war der Tagesordnungspunkt „Sachstandsbericht“ abgehandelt. Vor einem Jahr war das noch anders, da wogte die kontroverse Debatte hin und her zwischen möglichen neuen Standorten für das städtische Jugendzentrum, bis im Mai 2014 der Einbecker Stadtrat die Grundsatzentscheidung getroffen hat, eines der zwei ehemaligen Flüchtlingswohnheime am Kohnser Weg zum neuen Haus der Jugend umzubauen. Seitdem hört man immer nur, dass es später würde mit dem Umzug, ursprünglich war einmal der April 2015 als Termin genannt worden, was allerdings schon schnell wieder Makulatur war – weil das städtische Bauamt länger benötigte und Planungsarbeiten nicht extern vergeben werden sollten.

Und so war auch in dieser Woche im Jugendausschuss von Verzögerung die Rede: Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek teilte mit, dass alle erforderlichen Unterlagen für das Baugenehmigungsverfahren mittlerweile beisammen seien. Es gebe aber Probleme, den Zeitplan einzuhalten, der bislang einen Umzug im September/Oktober 2015 vorgesehen habe. Angestrebt werde aber eine „schnellstmögliche Umsetzung“, so die Verwaltungschefin, ohne neue Termine zu nennen. Keine Nachfrage aus den Reihen der Politik. Stadtjugendpfleger Henrik Probst steuerte noch eine Präsentation bei, wie es künftig in den umgebauten Räumen aussehen könnte. Und weiter ging’s zum nächsten Thema.

Das vor Jahresfrist noch so emotionale und für dringlich erachtete Thema Jugendzentrum scheint niemanden so wirklich mehr zu interessieren – jedenfalls vor den Kulissen. Politische Priorität genießt das Haus der Jugend schon länger nicht mehr – zumindest vor den Kulissen nicht. Ich stelle da gerne noch einmal die Frage, ob das Haus der Jugend überhaupt noch umziehen muss, wenn es doch – wie bekundet – auch am heutigen, alten Standort irgendwie geht. Und der PS-Speicher scheint das Gebäude und HdJ-Gelände (mit einem Mal?) ja auch nicht mehr allzu dringend zu benötigen. Eine Antwort erwarte ich nicht…

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