Einbecker SPD stellt René Kopka mit 100-Prozent-Ergebnis als Bürgermeisterkandidat auf

(c) Foto: Frank Bertram

Mehr Rückenwind für den Bürgermeisterkandidaten war nicht möglich: Die Einbecker SPD hat René Kopka (48) mit einem Ergebnis von 100 Prozent für die Bürgermeisterwahl am 13. September aufgestellt. Er erhielt alle 47 möglichen Stimmen der anwesenden Mitglieder. Weitere Bewerber gab es bei der Aufstellungsversammlung im Hotel Panorama nicht. „Ich bin total überwältigt, vielen Dank für das tolle Ergebnis und die Unterstützung, der Wahlkampf wird nicht einfach werden, aber gemeinsam werden wir das rocken, wir stehen zusammen, das haben wir heute bewiesen und das werden wir auch in den nächsten Monaten beweisen“, bedankte sich Kopka nach dem einstimmigen Ergebnis der Wahl. „Ich stehe für eine Politik, die zuhört, anpackt und Einbeck mit den Ortschaften voran bringen möchte.“ Einbeck brauche eine klare Haltung, eine Politik, die sich nicht wegducke, eine Verwaltung als Möglichmacherin und einen Bürgermeister, der ansprechbar sei und Verantwortung übernehme, sagte René Kopka. „Ich trete an, weil ich Einbeck dienen möchte, gemeinsam mit den Menschen und nicht von oben herab, nicht laut, sondern verlässlich, nicht kurzfristig, sondern mit einem klaren Blick in die Zukunft, mit Menschlichkeit und Bodenständigkeit – dafür stehe ich.“

Es war das, was man in der Politik gerne als „Krönungsmesse“ bezeichnet: Die Nominierung von René Kopka galt seit Wochen als Formsache, Gegenkandidaten gab es nicht, stattdessen lobten drei langjährige Parteifreunde den Kandidaten und gaben ihm zusätzlichen verbalen Rückenwind für die Abstimmung, bei der zufällig, aber symbolträchtig 47 stimmberechtigte Sozialdemokraten ihr Kreuz machen durften (rechnerisch also für jeden der 46 Ortsteile und die Kernstadt einer). Nach seiner rund zwölfminütigen Vorstellungsrede ohne Aussprache und nach der Bekanntgabe des Ergebnisses gab es für René Kopka von den Anwesenden jeweils viel Beifall im Stehen. Und gut vorbereitet waren die Genossen auch: Am Ende der Versammlung konnte der Kandidat schon die ersten Wahlkampf-Broschüren für sich verteilen.

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Blumen und Glückwünsche für SPD-Bürgermeisterkandidat René Kopka von Uwe Schwarz, Simon Hartmann und Sebastian Penno (v.l.). Foto: Frank Bertram

„Ich bewerbe mich heute um die Chance, Bürgermeister der Stadt Einbeck mit den 46 Ortschaften zu werden“, präsentierte sich René Kopka den SPD-Mitgliedern. Die Entscheidung zu kandidieren habe er sich nicht ganz leicht gemacht, aber er treffe sie aus voller Überzeugung. „Es ist der richtige Schritt und der richtige Zeitpunkt“, da sei er heute sicher. Einbeck sei seine Heimat, hier sei er verwurzelt. Aufgewachsen in Andershausen, lebt er seit 2008 mit Ehefrau Julia und zwei Söhnen in der Kernstadt. Nach Abitur an der BBS, Banklehre und Studium der Sozialwissenschaften an der Universität Göttingen, arbeitete Kopka als Büroleiter im Wahlkreisbüro der Landtagspolitiker Uwe Schwarz und Frauke Heiligenstadt, war parlamentarischer Referent der SPD-Landtagsfraktion und Fraktionsgeschäftsführer in Hannover. Aktiv politisch tätig war Kopka acht Jahre im Einbecker Stadtrat (ehrenamtlich) und vier Jahre im Landtag (hauptamtlich). „Ich kenne die kommunalen Herausforderungen und die Entscheidungswege in Hannover“, sagte der 48-Jährige. Diese Erfahrungen möchte er einbringen und „Verantwortung an zentraler Stelle für unsere Stadt übernehmen“, sagte Kopka. „Zuhören, ansprechbar sein, Dinge ins Rollen bringen, auch wenn es manchmal mühsam ist – das ist mir als Landtagsabgeordneter und wäre mir auch als Bürgermeister wichtig.“ Kopka nannte sechs inhaltliche Schwerpunkte seiner künftigen Arbeit als Bürgermeister – von der Stärkung der Wirtschaft mit ihren Arbeitsplätzen vor Ort über die verlässliche gesundheitliche Versorgung und gute Bildungsmöglichkeiten bis zur modernen, dienstleistenden bürgernahen Verwaltung, die digitale und persönliche Ansprechbarkeit vereine. Ja, die finanzielle Lage der Stadt Einbeck sei herausfordernd. „Ich stehe für kluge Prioritäten, verantwortliche Investitionen und einen klaren Plan für die Zukunft“, sagte der SPD-Bürgermeisterkandidat René Kopka.

René Kopka sei der Richtige, er habe „einen klaren sozialdemokratischen Kompass“, sei jemand, der zuhöre und anpacke, beschrieb Sebastian Penno den Kandidaten, mit dem er bereits seit 18 Jahren („mein halbes Leben“) gemeinsam bei der SPD aktiv sei. Der Landtagsabgeordnete aus Northeim und stellvertretende Unterbezirksvorsitzende, der die im Urlaub weilende SPD-Vorsitzende Frauke Heiligenstadt MdB vertrat, verwies auf die aktuelle gemeinsame Arbeit in Hannover. „René vertritt die Einbecker Interessen, er steht zur Region“, sagte Penno. „Es geht als Bürgermeister nicht darum, Schlagzeilen zu produzieren, sondern um gute Lösungen.“

„Bei René weiß ich, das wird funktionieren“, lobte Northeims Bürgermeister Simon Hartmann (SPD), der in einer Woche dann auch offiziell zum Landratskandidaten der SPD im Landkreis Northeim nominiert werden soll. Für das Amt des Bürgermeisters sei Bürgernähe wichtig, immer ansprechbar zu sein, ohne auf die Uhr zu schauen. Kopka als Bürgermeister in Einbeck sei „eine tolle Idee und gute Aufgabe“, signalisierte Hartmann bei allen Kabbeleien zwischen Einbeck und Northeim Unterstützung. In der Debatte über die geschlossene Bereitschaftsdienstpraxis in Einbeck habe sich René Kopka „an die Spitze der Bewegung gesetzt“, das sei richtig und wichtig, denn „wir müssen jetzt kämpfen“, Northeim stehe da an seiner Seite. Das Netzwerk, das Kopka als Landtagsabgeordneter habe, könne er gut für die Interessen der Kommune einsetzen.

Uwe Schwarz, der SPD-Kreistagsfraktionschef, ehemalige Landtagsabgeordnete und ehemalige SPD-Vorsitzende im Landkreis, hatte zwar ein weinendes Auge, weil mit einer Wahl Kopkas zum Bürgermeister ja das Landtagsmandat als sein Nachfolger vakant würde. Er sei aber „auch ein bisschen stolz“, immerhin habe Kopka als sein Mitarbeiter die Wahlkreisarbeit von ihm gelernt, „und es macht Spaß, mit René zu arbeiten“. Die Kandidatur René Kopkas sei letzlich eine richtige Entscheidung, die größte Stadt im Landkreis brauche einen bedeutenden Bürgermeister, und René Kopka wäre „ein Glücksfall für die Stadt“. Schwarz war es auch, der die anwesenden Sozialdemokraten auf einen Wahlkampf in herausfordernden Zeiten einschwor, in denen selbst abgebrühte Politiker wie er es kaum noch aushielten, die Nachrichten aus USA, Russland und China zu verfolgen, wie Schwarz erzählte. Da habe selbst eine Kommunalwahl eine wichtige Bedeutung. „Wir arbeiten für den Erhalt der Demokratie“, appellierte Schwarz an alle Demokraten zu begreifen, dass es um nicht weniger gehe und die Gesellschaft bedroht sei. Die Erzählungen der Großeltern, wie 1933 alles angefangen habe, seien aktueller denn je.

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René Kopka stellte sich der Versammlung als Bürgermeisterkandidat vor.
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Jubel und Gratulation nach dem 100-Prozent-Ergebnis, unter anderem von Ehefrau Julia.