Mit einem Kreisparteitag in dieser Woche und der Nominierung des Kandidaten für die Landtagswahl im kommenden Jahr in der nächsten Woche blickt die CDU im Landkreis Northeim nach vorn. Das Führungsgremium wurde mit breiten Mehrheiten bestätigt. Kreisvorsitzender David Artschwager (Bad Gandersheim) kündigte für die Aufstellungsversammlung seiner Partei im Wahlkreis 18 Einbeck für die Landtagswahl 2027 zwei Kandidaten an, die bei den Christdemokraten zur Wahl stehen werden: der in der Landratswahl jüngst unterlegene Thorsten Kühn (59) aus Echte und der Gesundheitsmanager und Jurist Marko Schwartz (44) aus Dassel. Die Versammlung findet am kommenden Donnerstag (12. November) im Landhaus Greene statt. Nach der Wahl des bisherigen Landtagsabgeordneten René Kopka zum neuen Einbecker Bürgermeister ist noch unklar, wen die SPD im Wahlkreis Einbeck für die Landtagswahl aufstellt.
Im Nachbarwahlkreis 17 Northeim tritt die CDU mit Jacqueline Emmermann an. Die 46-jährige Northeimerin wurde bei einer Aufstellungsversammlung gewählt. Sie ist Vorsitzende des Northeimer CDU-Stadtverbandes, Emmermann wurde bei der Kommunalwahl sowohl in den Northeimer Kreistag als auch in den Stadtrat Northeim gewählt. Beruflich ist die Polizeihauptkommissarin als Leiterin eines Fachkommissariats in Göttingen tätig. Darüber hinaus engagiert sie sich als stellvertretende Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Niedersachsen. Ihr persönlicher Anspruch lautet: Zuhören, verstehen, handeln. „Ich möchte Probleme nicht nur benennen, sondern an Lösungen arbeiten. Es braucht weniger Papier und mehr Ergebnis. Ich verspreche Einsatz, Klartext und die Bereitschaft, auch dann dranzubleiben, wenn es unbequem wird.“ Kreisvorsitzender David Artschwager gab als Zielmarke für den Landtagswahlkampf aus, erstmals seit 1982 im Wahlkreis Northeim wieder das Direktmandat erreichen zu wollen.
Vor rund 50 Mitgliedern der CDU im Landkreis Northeim blickte Kreisvorsitzender David Artschwager auf die Ergebnisse der jüngsten Kommunalwahl zurück. Dabei gebe es Licht und Schatten. Mit Malte Schober in Northeim als CDU erstmals seit den 1980-Jahren wieder einen Bürgermeister in der Kreisstadt stellen zu können, sei eindeutig das hellste Licht. Als größten Schatten bezeichnete Artschwager, dass Torsten Bauer in Uslar nicht erneut zum Bürgermeister gewählt wurde und dieser nach 14 Jahren aus dem Amt scheiden musste. Zum Schatten gehöre auch, dass Alexandra Sieder in Moringen und Antje Sölter in Einbeck nicht zu Bürgermeisterinnen gewählt worden seien; Sölter habe einen „im positiven Sinne individuellen, klasse Wahlkampf“ gemacht. Und natürlich müsse die CDU zu den Schattenseiten des Wahlkampfes zählen, dass Thorsten Kühn nicht zum Landrat gewählt worden sei. „Er wäre der richtige Landrat gewesen“, würdigte Artschwager das persönliche Engagement des Echters. Man könne die Kreisverwaltung nur bedauern, dass sie nicht Kühn zum Chef bekommen habe. Artschwager räumte nach Gründen für die Niederlage gefragt ein, dass Kühn nicht in allen CDU-Verbänden im Landkreis ausreichend vernetzt gewesen sein mag. Der Kreisvorsitzende fordert außerdem, den Bereich Social Media in den nächsten Wahlkämpfen noch intensiver zu nutzen. Hier könne man ohne Umweg über Medien den direkten Kontakt zu den Bürgern bekommen. „Bei der Landtagswahl können wir zeigen, was die CDU Northeim digital drauf hat“, sagte Artschwager.
Die Kreis-CDU hat ihren Vorstand einmütig wiedergewählt. Bei dem Kreisparteitag in Einbeck wurden David Artschwager (Vorsitzender), seine vier Stellvertreter Torsten Bauer, Martina Döring, Anskar Lürig und Maren Root sowie Schriftführer Frederic Otto und Schatzmeister Christian Dörries jeweils mit großen Mehrheiten in ihren Ämtern bestätigt.
Bei einer vorgeschalteten Mitgliederversammlung in Einbeck hat die Kreis-CDU David Artschwager und Maren Root zu Delegierten für die Landesvertreterversammlung zur Landtagswahl gewählt. Hier wird die Landesliste aufgestellt.

