Staatssekretär überreicht vor Ort Förderbescheid für Lehrschwimmbecken in der Geschwister-Scholl-Schule

(c) Foto: Frank Bertram

Solche Tage kommen in der Kommunalpolitik nicht oft vor, umso größer war heute die Freude über den Geldsegen aus Hannover: Staatssekretär Stephan Manke aus dem Innenministerium hat in der Geschwister-Scholl-Schule den offiziellen Förderbescheid über rund 2,8 Millionen Euro für die Sanierung des Lehrschwimmbeckens überreicht. Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek und der Einbecker Landtagsabgeordnete René Kopka (SPD) nahmen den symbolischen Scheck ebenso wie den Förderbescheid mit Brief und Siegel im Kreise von Vertretern aus Stadtrat, Verwaltung und Sportvereinen von Stephan Manke entgegen. „Danke allen, die sich eingesetzt haben“, sagte der Sport-Staatssekretär. „Und danke, dass Sie durchgehalten haben.“ Einbeck hatte sich wiederholt um Fördergeld bemüht, mehrfach erfolglos, jetzt war die Stadt erfolgreich und erreichte mit exakt 2.863.505 Euro die höchste Fördersumme aller 16 Projekte des 25 Millionen Euro schweren Sportstätten-Investitionsprogramms des Landes Niedersachsen.

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Das Geld ist da (v.l.): Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek, Staatssekretär Stephan Manke und Landtagsabgeordneter René Kopka.

Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek freute sich, dass der Staatssekretär persönlich den Förderbescheid in Einbeck überreichte und das Lehrschwimmbecken besuchte. Sie dankte auch Landtagsabgeordneten René Kopka, der wesentlich im Hintergrund bei der Antragsstellung unterstützt habe. Beiden überreichte sie als kleinen Dank je eine silberne Badekappe mit Widmung. Kopka freute sich, dass Einbeck diesmal dabei sei bei der Förderrunde. Er selbst habe in dem Lehrschwimmbecken einst das Schwimmen gelernt.

„Wir wollen das Schwimmbad in die Zukunft führen“, machte Michalek deutlich. Von den Gesamtkosten für die anstehende Sanierung in Höhe von 3.648.000 Euro decke die Förderung rund 78 Prozent ab. Diese hohe Förderquote sei einmalig. Im kommenden Jahr werde das Lehrschwimmbecken 60 Jahre alt, die Technik sei aber robust und könne in Zukunft noch problemlos genutzt werden, sagte die Bürgermeisterin. Der Hubboden könne zentimetergenau eingestellt werden, das mache sich positiv bemerkbar für die Nutzenden. Die anstehenden Arbeiten betreffen dann auch eher, das Schwimmbad energetisch, hygienisch und barrierefrei zu verbessern. Immerhin werde das 1966 errichtete Lehrschwimmbecken aktuell wöchentlich von rund 450 Menschen genutzt, vor allem für den so wichtigen Schwimmunterricht, sagte Michalek. Vereine wie DLRG, Hellas und der Parasportverein seien hier aktiv.

Konkret ist ein Anbau mit neuen Umkleiden und Sanitärräumen vorgesehen, eine energetische Ertüchtigung des Lehrschwimmbeckens mittels Geothermie-Bohrung, außerdem ein Aufzug. Das kleine Lehrschwimmbecken soll künftig noch intensiver als geschützter Raum genutzt werden können: für Menschen mit Einschränkungen, für Frauen aus anderen Kulturkreisen oder für die frühe Wassergewöhnung von Babys.

Staatssekretär Stephan Manke sagte, er überreiche den Förderbescheid bewusst persönlich vor Ort, um zu sehen und sich zu vergewissern, wie die Mittel verwendet werden. In Einbeck habe man schon lange für die Sanierung des Lehrschwimmbeckens gekämpft, umso schöner sei es nun für die Nutzungszwecke, dass das Bad erhalten bleiben könne. Er selbst habe in Goslar als Landrat vor einigen Jahren mal ein ähnliches Becken schließen müssen. Gerade nach der Corona-Pandemie sei es aber wichtig, dass Schülerinnen und Schüler früh schwimmen lernen können. Und wenn das Schwimmbecken dann direkt in der Schule vorhanden sei, „etwas Besseres kann man sich ja nicht vorstellen“, sagte Manke. Er wünschte der Stadt Einbeck, dass die Baukosten im kalkulierten Rahmen bleiben.

(c) Foto: Frank Bertram
Förderbescheid überreicht, die Sanierung des Lehrschwimmbeckens in der Geschwister-Scholl-Schule kann starten. Hinweis: Die turnusmäßige Reinigung wurde übrigens eigens verschoben, was dank der Herbstferien kein Problem war, so dass alle Teilnehmenden für das Foto in normalen Straßenschuhen das Schwimmbad betreten konnten.