Simon Hartmann (SPD) wird neuer Landrat im Landkreis Northeim. Der 49-jährige bisherige Bürgermeister von Northeim setzte sich bei der Stichwahl um das Amt des Landrates deutlich gegen den 59-jährigen Volkswagen-IT-Manager und CDU-Kreistagsabgeordneten Thorsten Kühn (Echte) durch. Um 18:57 Uhr betrat der Wahlsieger den Kreishaus-Sitzungssaal, wo sein Kontrahent Thorsten Kühn bereits wartete, und nahm die Glückwünsche entgegen.
(Aktualisiert: 27.09.2026, 21:53 Uhr)


Simon Hartmann kam auf 61,92 Prozent. Thorsten Kühn erreichte 38,08 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 41,3 Prozent.
Im Sitzungssaal des Northeimer Kreishauses nahm der Wahlsieger Simon Hartmann die Glückwünsche der scheidenden Landrätin Astrid Klinkert-Kittel entgegen. „Ich freue mich sehr über dieses am Ende eindeutige Ergebnis“, sagte der SPD-Politiker. „Der Einsatz hat sich gelohnt, ich habe im vergangenen Jahr rund 10.000 Kilometer im Landkreis als Wahlkämpfer zurückgelegt, super viele Gespräche mit ganz vielen tollen Menschen geführt, die ich kennengelernt habe., für die es sich lohnt, dieses tolle Amt ausführen zu dürfen.“ Zusammen mit dem Kreistag gelte es eine Menge zu bewegen. Simon Hartmann: „Jetzt geht es neu los.“
Thorsten Kühn (CDU) gratulierte dem Wahlsieger. Er hatte im Kreishaus die hereinkommenden Ergebnisse bereits seit 18 Uhr gespannt verfolgt, unter anderem mit dem CDU-Kreisvorsitzenden David Artschwager und dem Einbecker CDU-Vorsitzenden Frederic Otto an seiner Seite. Schon früh am Abend zeichnete sich der Sieg Simon Hartmanns ab. Kühn zeigte sich enttäuscht, dass es nicht gelungen sei, bei der Stichwahl das Wählerpotenzial zu mobilisieren. Hartmann habe eindeutig gewonnen, das gelte es zu akzeptieren und ihm zu gratulieren.
Das vorläufige Endergebnis finden Sie hier.
Beim Blick auf die Einzelergebnisse fällt auf, dass Simon Hartmann in nahezu allen Gemeinden die Nase vorn hat, teilweise sogar mit 73,72 Prozent (Bodenfelde) oder 70,31 Prozent (Dassel). Lediglich in seiner Heimatgemeinde Kalefeld hat Thorsten Kühn die Wahl für sich entscheiden können, hier holt der Echter 51,41 Prozent, Hartmann nur 48,59 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag in den Gemeinden, die gleichzeitig auch Stichwahlen um die Bürgermeisterposten hatten (z.B. Northeim, Bodenfelde, Nörten-Hardenberg, Moringen) höher als im Gesamtschnitt, in Uslar und Bodenfelde deutlich über 50 Prozent. In Einbeck lag die Wahlbeteiligung mit 32,90 Prozent am Niedrigsten von allen Gemeinden im Kreisgebiet. Hartmann holte in Einbeck 66,84 Prozent, Kühn 33,16 Prozent. Im Stadtgebiet Einbeck gab es Wahlbezirke, die überdurchschnittlich für Hartmann ausgingen (80 Prozent in Sülbeck), aber auch für Kühn (56 Prozent in Vardeilsen).




Von den insgesamt 70.535 abgegebenen gültigen Stimmen entfielen am 13. September im ersten Wahlgang 28.445 Stimmen (40,33 Prozent) auf Simon Hartmann (SPD), 17.635 Stimmen (25,00 Prozent) auf Thorsten Kühn (CDU), 14.144 Stimmen (20,05 Prozent) auf Jens Kestner (AfD Niedersachsen) und 10.311 Stimmen (14,62 Prozent) auf Jakob Reiter (Grüne). Dadurch musste eine Stichwahl zwischen den beiden Erstplatzierten die Entscheidung bringen. Die Wahlbeteiligung lag bei 67,37 Prozent. Mehr zum Ergebnis hier.
