Die Bauarbeiten auf der seit Monaten still stehenden Baustelle hinter dem Alten Rathaus werden teurer als geplant. Probleme mit Gründung und Fundament des Gebäudes sind die Ursache für die Verzögerung nach Ende der archäologischen Arbeiten seit Oktober. Wieviel teurer es wird, das werde zurzeit noch ermittelt, es handele sich jedenfalls um eine sechsstellige Summe, sagte Bauen-Fachbereichsleiter Jens Ellinghaus in der Sitzung des Fachausschusses für Bauen und Stadtentwicklung zum Sachstand. Bis zum Finanzausschuss im Februar sollen Kosten und weiterer Zeitplan geklärt sein.
Der Stadtrat wird in diesem Fall um einen Nachtragshaushalt nicht herum kommen, den könnte er am 6. März in seiner nächsten Sitzung beschließen. Erst danach kann es auf der Baustelle weitergehen, machte Fachbereichsleiter Jens Ellinghaus auf entsprechende Anliegerfrage („Wann geht’s denn mal weiter?“) deutlich: „Sobald wir die Mittel zur Verfügung gestellt bekommen haben“. In jedem Fall werde das alles am Hallenplan noch das gesamte Jahr beschäftigen, beschied er die Anfrage einer anliegenden Geschäftsfrau.
Mit dieser Auskunft der Verwaltung an die betroffene Anliegerin wollte sich CDU-Fraktionschef Dirk Ebrecht nicht zufrieden geben, sicherte zu, dass sich die Politik schnell mit der Angelegenheit beschäftigen werde. „Wir können ihre Unzufriedenheit nachvollziehen“, sagte Ebrecht. „Die Zeit, die es noch dauert, muss reduziert werden.“ Merkwürdigerweise ging von den Beteiligten niemand auf den jüngsten Grünen-Vorschlag ein, auch nicht der an der Sitzung teilnehmende Grünen-Ratsherr Dietmar Bartels, und auch nicht Hilmar Kahle (FDP), dessen Fraktion den Grünen-Vorstoß unterstützt hatte.
Im Alten Rathaus müssen noch die Sanitärobjekte und Trennwände für die neue WC-Anlage montiert werden, auch die so genannte Akustikvorsatzschale muss noch installiert werden, hieß es zum aktuellen Sachstand auf der hinter Staubschutzwänden verborgenen Baustelle im Gebäude.


