Interfraktionell im Gerätehaus

Wenn’s brennt, soll möglichst schnell die Feuerwehr kommen. Und das Feuer löschen. Mit bestmöglicher Ausrüstung und Ausstattung ist das möglich. Die aber ist oftmals teuer, kostet die Kommune immer wieder viel von unser aller Steuergeld. Brandschutz ist keine freiwillige Leistung. Feuerwehr ist Pflicht. Da werden dann haushalterisch schon mal Summen aufgerufen und bewilligt, die bei anderen Themen undenkbar wären und einen Aufschrei und einen Hinweis auf die Knute des Zukunftsvertrages provozieren würden.

SPD-Politiker im Gerätehaus mit Grünen-Ratsherr Dietmar Bartels.

SPD-Politiker am 8. Dezember im Gerätehaus mit Grünen-Ratsherr Dietmar Bartels (5.v.l.).

Vor diesem Hintergrund habe ich heute interessiert eine Pressemeldung der SPD gelesen, die der neue Fraktionsgeschäftsführer Rolf Hojnatzki in die Redaktionsstuben schickte. Nicht nur das beigefügte Foto eines Ortstermins ist durchaus interessant und einen genauen Blick wert. Denn neben vielen SPD-Politikern ist auch der Grünen-Ratsherr Dietmar Bartels im Gerätehaus zu erkennen (im Text aber nicht erwähnt, da bleibt es bei einem Besuch der SPD-Fraktion). Und richtig interfraktionell wird es, wenn man weiß, dass der zitierte Ortsbrandmeister von Naensen auch CDU-Ratsherr ist.

Die schwierige räumliche Situation der Feuerwehr in Naensen haben sich Mitglieder der SPD-Ortsrats- und Stadtratsfraktion vor Ort angesehen, heißt es in der Pressemitteilung. Dabei sei deutlich geworden, dass weder die derzeitige Konstellation noch die aktuelle Planung den Herausforderungen des Fuhrparks und der Situation rund um das Gerätehaus gerecht werde. Ortsbrandmeister Karsten Armbrecht habe die Schwächen der geplanten Erweiterung und die negativen Auswirkungen, die das Parken der Fahrzeuge bei Umsetzung des mit rund 220.000 Euro veranschlagt Konzeptes verursachen würde, gezeigt. Er habe als optimale Lösung einen Neubau verbunden mit Umbaumaßnahmen dargestellt, der sowohl für die Feuerwehrfahrzeuge als auch für die 57 Aktiven der Feuerwehr Naensen ein zukunftsweisendes Konzept darstellen könnte, heißt es in der Mitteilung der Sozialdemokraten. Für etwa 360.000 Euro könnte das Projekt realisiert werden, wenn man Eigenleistungen einbeziehe. Der SPD-Vorsitzende Marcus Seidel lobte laut Mitteilung die Eigeninitiative vor Ort und sicherte die Unterstützung der SPD-Fraktion bei der Suche nach einer geeigneten Lösung bei den anstehenden Haushaltsberatungen zu. Spannend wird jetzt sein, ob auch die CDU-Fraktion den Plänen folgt…

Ein Gedanke zu „Interfraktionell im Gerätehaus

  1. “Marcus Seidel lobte laut Mitteilung die Eigeninitiative vor Ort und sicherte die Unterstützung der SPD-Fraktion bei der Suche nach einer geeigneten Lösung bei den anstehenden Haushaltsberatungen zu” >>> Spannend wird jetzt sein, wie sich Herr Seidel in Zukunft aufstellt!

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